Apple veröffentlicht dritte Betaversion von macOS High Sierra

10. Jul 2017 19:30 Uhr - Redaktion

Die Arbeiten am nächsten Mac-Betriebssystem schreiten voran. Apple hat heute den Entwicklern eine dritte Betaversion von macOS High Sierra zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um Build 17A306f.

In der neuen Vorabfassung wurden viele Fehler behoben sowie Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen und Feinschliff an den neuen Funktionen vorgenommen. Besonders das neue Dateisystem APFS und die Unterstützung für externe Grafikkarten bedürfen noch viel Arbeit von Apples Programmierern. So warnt der Hersteller der beliebten Backupsoftware Carbon Copy Cloner die User in einem aktuellen Blog-Posting vor einer zu frühen Umstellung auf das neue Dateisystem. APFS sei noch nicht fertig, zentrale Features wie Snapshots würden noch im Dunkeln liegen. Es sei daher ratsam, mit der Nutzung von APFS auf produktiv genutzten Systemen so lange zu warten, bis das neue Dateisystem einige Kilometer auf dem Tacho habe.

macOS High Sierra

macOS High Sierra: Dritte Betaversion steht zum Download bereit.
Foto: Apple.



Die Fertigstellung von macOS High Sierra wird für September oder Oktober erwartet. Bis dahin werden zwar noch etliche weitere Betaversionen mit Bug-Fixes erscheinen, dennoch sollten Produktivsysteme frühestens Ende 2017 oder Anfang 2018 umgestellt werden, bis zwei oder drei Updates erschienen sind und das neue Betriebssystem ein ausgereifteres Stadium erreicht hat.

macOS High Sierra ist ein auf Feinschliff, Leistung und Technologie getrimmtes Release in der Tradition von OS X Snow Leopard und OS X El Capitan. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören das moderne Dateisystem APFS, Unterstützung für externe Grafikkarten (eGPU), Integration des Video-Codecs HEVC alias H.265, iCloud-Dateisharing, die stark verbesserte Version 2.0 der Grafikengine Metal mit Unterstützung für Virtual-Reality-Lösungen und der Web-Browser Safari 11, der eine verbesserte Performance bietet und das automatische Abspielen von Videos blockiert.

APFS ist für SSDs und große Datenmengen optimiert und zeichnet sich durch eine höhere Performance gegenüber HFS und Funktionen wie native Verschlüsselung, Anlegen von Snapshots und Clones sowie robusten Schutz von Daten bei Stromausfällen oder Systemabstürzen aus. Bei der Installation von macOS 10.13 kann der Nutzer entscheiden, ob das Startlaufwerk zu APFS konvertiert werden soll – unter Beibehaltung aller Daten und der Softwarekompatibilität. Die Umstellung ist auch nachträglich möglich.

APFS ist für SSDs und große Datenmengen optimiert und zeichnet sich durch eine höhere Performance gegenüber HFS und Funktionen wie native Verschlüsselung, Anlegen von Snapshots und Clones sowie robusten Schutz von Daten bei Stromausfällen oder Systemabstürzen aus. Bei der Installation von macOS 10.13 kann der Nutzer entscheiden, ob das Startlaufwerk zu APFS konvertiert werden soll – unter Beibehaltung aller Daten und der Softwarekompatibilität. Die Umstellung ist auch nachträglich möglich.

macOS High Sierra mit eGPU

macOS High Sierra unterstützt externe Grafikkarten.
Foto: Apple.



HEVC bietet eine um bis zu 40 Prozent höhere Effizienz als der Vorgänger H.264, während beim iCloud-Dateisharing Links für andere Nutzer erzeugt werden. Die eGPU-Unterstützung befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase, sie ermöglicht die Nutzung von AMD- und Nvidia-Grafikkarten in externen PCIe-Erweiterungsgehäusen, die per Thunderbolt an den Mac angebunden werden. Dadurch lässt sich die Leistung älterer Systeme und von Macs, die lediglich über einen Intel-Grafikchip verfügen, deutlich steigern (mehr dazu hier).

Mit Metal 2.0 wird der Mac zur Virtual-Reality-Plattform, außerdem bietet die neue Version der Grafikengine sowohl Leistungsoptimierungen als auch zusätzliche Funktionen für die Entwicklung bzw. Portierung von Spielen auf den Mac. Im Verbund mit externen Grafikkarten wird der Mac als Spieleplattform deutlich attraktiver. In puncto Systemanforderungen hat sich gegenüber dem Vorgänger nichts geändert – das neue Betriebssystem ist mit allen Macs kompatibel, auf denen macOS Sierra läuft.