Apple in China: Neuer Chefposten soll Wachstum forcieren

Apple trägt der wachsenden Bedeutung des chinesischen Marktes mit einer Personalentscheidung Rechnung: Der Mac- und iPhone-Hersteller hat Isabel Ge Mahe zur China-Chefin ernannt. Als "Vice President and Managing Director of Greater China" – der Posten wurde neu geschaffen - verantwortet sie künftig alle Geschäfte Apples in dem bevölkerungsreichsten Land der Erde und ist direkt CEO Tim Cook sowie COO Jeff Williams unterstellt. Zuletzt ging es für Apple in China bergab.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sank Apples China-Umsatz um zwölf, im zweiten Quartal um 14 Prozent (jeweils im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), während in allen anderen Regionen ein Einnahmenwachstum verzeichnet wurde. In China hat Apple unter anderem mit der wachsenden Konkurrenz einheimischer Smartphone-Hersteller, die mit günstigen Geräten Marktanteile holen, zu kämpfen.

Apple Campus 2

Apple Park: Die neue Apple-Firmenzentrale in Cupertino.
Bild: cupertino.org.



Die im Nordosten Chinas geborene Ge Mahe soll dabei helfen, den Abwärtstrend zu stoppen. Sie ist bereits seit vielen Jahren für den kalifornischen Computerpionier tätig und leitete Entwicklungsteams in Bereichen wie Mobilfunk, WLAN, Bluetooth, NFC und Apple Pay. Auch bei der Entwicklung von China-spezifischen iOS-Funktionen war sie in führender Position tätig.

Ge Mahe will sich vom Standort Shanghai aus um bessere Kontakte zu chinesischen Behörden und Unternehmen kümmern. Konzernchef Cook bekräftigte, dass Apple in dem Land weiter investieren und wachsen wolle. Letzte Woche kündigte Apple den Bau eines ersten Rechenzentrums in China an. Das Unternehmen will dafür bis zu eine Milliarde US-Dollar investieren.