Apple: macOS High Sierra dreht weitere Testrunde

24. Jul 2017 19:00 Uhr - Redaktion

Apple hat heute das neue Betriebssystem macOS High Sierra in einer vierten Betaversion veröffentlicht. Der Build 17A315i kann zunächst nur von Entwicklern heruntergeladen werden, dürfte jedoch innerhalb der nächsten ein bis zwei Tage auch Mitgliedern des Betatestprogramms zur Verfügung stehen. macOS High Sierra wurde Anfang Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2017 angekündigt.

Mit der neuen Vorabfassung setzt Apple den Feinschliff an macOS 10.13 fort. Es wurden viele Fehler behoben, Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen vorgenommen und die Qualität sowie Zuverlässigkeit der neuen Funktionen gesteigert. Bis zu der für September oder Oktober erwarteten Fertigstellung wird der Hersteller noch etliche weitere Vorabfassungen bereitstellen. Wie immer gilt: Von der Installation von Betriebssystem-Betaversionen auf produktiv genutzter Hardware ist dringend abzuraten!

macOS High Sierra

macOS High Sierra: Vierte Betaversion steht zum Download bereit.
Foto: Apple.



macOS High Sierra ist ein auf Feinschliff, Leistung und Technologie getrimmtes Release in der Tradition von OS X Snow Leopard und OS X El Capitan. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören das moderne Dateisystem APFS, Unterstützung für externe Grafikkarten (eGPU), Integration des Video-Codecs HEVC alias H.265, iCloud-Dateisharing, die stark verbesserte Version 2.0 der Grafikengine Metal mit Unterstützung für Virtual-Reality-Lösungen und der Web-Browser Safari 11, der eine verbesserte Performance bietet und das automatische Abspielen von Videos blockiert.

APFS ist für SSDs und große Datenmengen optimiert und zeichnet sich durch eine höhere Performance gegenüber HFS und Funktionen wie native Verschlüsselung, Anlegen von Snapshots und Clones sowie robusten Schutz von Daten bei Stromausfällen oder Systemabstürzen aus. Bei der Installation von macOS 10.13 kann der Nutzer entscheiden, ob das Startlaufwerk zu APFS konvertiert werden soll – unter Beibehaltung aller Daten und der Softwarekompatibilität. Die Umstellung ist auch nachträglich möglich.

macOS High Sierra mit eGPU

macOS High Sierra unterstützt externe Grafikkarten.
Foto: Apple.



HEVC bietet eine um bis zu 40 Prozent höhere Effizienz als der Vorgänger H.264, während beim iCloud-Dateisharing Links für andere Nutzer erzeugt werden. Die eGPU-Unterstützung befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase, sie ermöglicht die Nutzung von AMD- und Nvidia-Grafikkarten in externen PCIe-Erweiterungsgehäusen, die per Thunderbolt an den Mac angebunden werden. Dadurch lässt sich die Leistung älterer Systeme und von Macs, die lediglich über einen Intel-Grafikchip verfügen, deutlich steigern (mehr dazu hier).

Mit Metal 2.0 wird der Mac zur Virtual-Reality-Plattform, außerdem bietet die neue Version der Grafikengine sowohl Leistungsoptimierungen als auch zusätzliche Funktionen für die Entwicklung bzw. Portierung von Spielen auf den Mac. Im Verbund mit externen Grafikkarten wird der Mac als Spieleplattform deutlich attraktiver. In puncto Systemanforderungen hat sich gegenüber dem Vorgänger nichts geändert – das neue Betriebssystem ist mit allen Macs kompatibel, auf denen macOS Sierra läuft.