Bericht: Apple streitet sich mit Hollywood über Preise für 4K-Filme

In puncto Hard- und Software steht der Einführung von 4K-Filmen im iTunes-Store nichts mehr entgegen. Die Betriebssysteme macOS High Sierra, iOS 11 und tvOS 11 führen mit HEVC einen effizienten, für hohe Auflösungen ideal geeigneten Videocodec ein, außerdem steht Insidern zufolge ein neues Apple-TV-Modell mit 4K- und HDR-Unterstützung in den Startlöchern. Trotzdem hat Apple offenbar noch eine Hürde für das neue Angebot zu umschiffen.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, streitet sich der Computerpionier momentan mit verschiedenen Hollywood-Studios über die Preisgestaltung von 4K-Filmen. Demnach will Apple Neuveröffentlichungen in 4K-Auflösung für 19,99 US-Dollar anbieten, d. h. zum gleichen Preis wie jetzt HD-Material. Viele Studios wollen jedoch einen Preis von 25 bis 30 US-Dollar für einen 4K-Spielfilm durchsetzen.

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iTunes-Store: Spielfilme mit 4K-Auflösung dürften bald Realität werden.
Bild: Apple.



Die unterschiedlichen Vorstellungen bei diesem Thema hätten die Gespräche über die Abschlüsse der 4K-Vertriebsdeals zuletzt behindert, so die Zeitung weiter. Apple wolle nun versuchen, bis zum 12. September – an diesem Tag soll die nächste Produktpräsentation des Mac- und iPhone-Herstellers stattfinden – einen Kompromiss zu erreichen.

Davon unabhängig verhandelt Apple mit Hollywood seit mehreren Monaten über eine frühere Veröffentlichung neuer Kinofilme im iTunes-Store. Bislang dauert es etwa ein Vierteljahr, bis ein neu im Kino gezeigter Film auf DVD, Blu-ray und in digitaler Form verfügbar ist. Diese Wartezeit soll auf rund zweieinhalb Wochen gedrückt werden. Da allerdings die Kinobetreiber dagegen Sturm laufen, ist eine Einigung noch nicht in Sicht.