Intel stellt Xeon-Prozessoren für den iMac Pro vor

30. Aug 2017 11:30 Uhr - Redaktion

Intel hat die für den iMac Pro passenden Prozessoren angekündigt. Die CPUs der Xeon-W-Reihe werden mit vier, sechs, acht, zehn, 14 und 18 Kernen angeboten. Die Basistaktungen reichen von 2,3 bis 4,0 GHz, per Turbo-Boost-Technik wird die Taktfrequenz bei Bedarf auf bis zu 4,5 GHz angehoben. Die Xeon-W-Prozessoren unterstützen DDR4-Arbeitsspeicher mit 2,66 GHz und ECC-Fehlerkorrektur und enthalten bis zu 25 MB L3-Cache.




Die Auslieferung der Xeon-W-Chips soll im vierten Quartal anlaufen. Apple will den iMac Pro im Dezember in drei Basisvarianten mit acht, zehn und 18 Kernen auf den Markt bringen. Der iMac Pro bietet ein 5K-Retina-Display, unterstützt bis zu 128 GB Arbeitsspeicher, kann mit SSDs in Kapazitäten von bis zu vier TB konfiguriert werden und ist mit leistungsstarken AMD-Grafikkarten der Vega-Serie ausgestattet, die seit August verfügbar sind. Auch Hochleistungsschnittstellen wie Thunderbolt 3 und Zehn-Gigabit-Ethernet sind an Bord.

Der iMac Pro wird ab 5000 US-Dollar kosten. Ein großer Kostenfaktor sind dabei die Xeon-W-Prozessoren. Beispielsweise schlägt die Variante mit zehn Kernen laut Intel mit knapp 1500 US-Dollar zu Buche. Die Xeon-W-Chips bieten eine thermische Verlustleistung von bis zu 140W TDP. Apple will die Kühlung durch ein neues thermales System mit zwei Lüftern gewährleisten.



Dazu Apple: "Leistung braucht Energie und Energie bedeutet Wärme. Deshalb haben wir das Wärmemanagement im iMac Pro komplett überarbeitet, mit innovativen Dual-Lüftern, einem großen Kühlkörper und zusätzlicher Belüftung. Das Ergebnis? Fast 75 Prozent mehr Luftstrom und eine um 80 Prozent gesteigerte Wärmekapazität des Systems. So verträgt der iMac Pro 500 Watt – 67 Prozent mehr Leistung als der vorherige iMac – und kommt dabei nie ins Schwitzen."

Weitere Details zum iMac Pro wird Apple vermutlich im Rahmen eines Events im Oktober bekannt geben. Der iMac Pro ist Teil der im April angekündigten Mac-Offensive des Herstellers. Dabei will Apple verstärkt auf professionelle Nutzer zugehen. Im Zuge der Strategie ist für kommendes Jahr die Einführung eines modularen, erweiterbaren Mac Pro, der künftig regelmäßig aktualisiert werden soll, geplant. Außerdem kehrt Apple ins Displaygeschäft zurück und will einen Monitor mit 8K-Auflösung anbieten.

Kommentare

Ein bisschen Warten ist also angesagt. Wobei der iMac Pro sicher seinen Kundenkreis finden wird. Es braucht heutzutage nicht unbedingt jeder interne Erweiterungsmöglichkeiten. Gibt ja auch eine Menge User, die das aktuelle Mac Pro Design gut finden. Aber auf der anderen Seite gibt es natürlich unzählige User, die ein modulares System wollen/brauchen. Mit dem nicht erweiterbaren iMac Pro und dem künftig wieder erweiterbaren Mac Pro bedient Apple beide Schienen. Sehr gut.

Aber jetzt steht im Herbst bitte erst mal ein neuer Mac mini an. Das 2014er Modell ist so toll nicht (kein Quadcore; RAM nicht gesockelt). Es gibt vieeeele alte Mac minis (ab 2010), die ersetzt werden wollen. Mit einem neuen, vernünftig konfigurierten Modell (lies: wieder Quadcore, Thunderbolt 3, evtl. AMD Grafik als Option, RAM wieder gesockelt) könnte Apple eine ordentliche Upgradewelle auslösen.

Ein neuer Mac mini mit Quadcore & AMD-GPU & Thunderbolt 3 wäre ein First Day Kauf. Ohne zu Zögern.

Der iMac Pro ist vom Konzept her eine sehr gute Idee. Ein wenig skeptisch bin ich noch, was die Kühlung angeht, Stichwort Hochlast über längere Phasen. Bin sehr auf Tests gespannt.