Boot Buddy erstellt bootfähigen USB-Stick zur Installation von macOS

Wer mehrere Macs besitzt oder administriert und diese auf ein neues Betriebssystem aktualisieren möchte, ist sicherlich an einer möglichst bequemen Vorgehensweise interessiert. Zwar lässt sich der einmal heruntergeladene macOS-Installer per Netzwerk auf andere Macs verteilen, praktischer ist jedoch ein bootfähiger USB-Stick.

Möglich macht dies das kostenlose Tool Boot Buddy. Es läuft ab OS X El Capitan und kann bootfähige USB-Sticks mit den Installern von OS X Mavericks und neueren Versionen erstellen - inklusive macOS High Sierra. Dazu wird in das Fenster von Boot Buddy einfach ein Installer per Drag & Drop gezogen und der USB-Stick (Größe: mindestens 16 GB) ausgewählt. Die Daten auf dem USB-Stick werden dabei überschrieben.

Boot Buddy

Boot Buddy erstellt bootfähigen USB-Stick zur Installation von macOS.
Bild: sqwarq.com.



Nach dem Anschließen via USB und Einschalten des Macs mit gedrückter ALT-Taste lässt sich der Stick als Bootlaufwerk auswählen und die Installation eines neuen Betriebssystems starten. Der bootfähige USB-Stick hat gleich mehrere Vorteile: Erstens dauert das Verteilen des macOS-Installers an andere Macs per WLAN relativ lange. Zweitens bietet Apple neuere macOS-Versionen nicht mehr zum erneuten Download im Mac-App-Store an, so dass eine Archivierung sehr sinnvoll ist.

Drittens ermöglicht der bootfähige USB-Stick nicht nur die Betriebssystem-Installation, sondern stellt den kompletten Funktionsumfang des macOS-Wiederherstellungsmodus zur Verfügung und eignet sich als Notfallsystem bei Problemen (Festplatten- und Netzwerkdienstprogramm, Terminal, Web-Browser via "Online-Hilfe aufrufen" starten) und um einen Mac komplett neu aufzusetzen, beispielsweise nach dem Einbau eines neuen Laufwerks. Der macOS-Wiederherstellungsmodus lässt sich zwar auch von Apples Servern laden, der Notfall-Stick ist jedoch schneller.

Die gleiche Aufgabe wie Boot Buddy erfüllt der kürzlich für macOS High Sierra aktualisierte DiskMaker X. Alternativ können Terminal-Befehle bemüht werden.

Kommentare

oder auch Terminalbefehl wie vom Apple Support vorgeschlagen

https://support.apple.com/en-us/HT201372

[Hinweis der Redaktion: Danke, aber auf die Terminal-Befehle haben wir bereits hingewiesen, vgl. letzter Satz im Artikel.]

Einfacher: Installations-App kopieren

Wenn es nur darum geht, das neue System nicht zig mal laden zu müssen, genügt eine Kopie der High Sierra-App, bevor man die Installation startet. Diese App lässt sich dann auf beliebig vielen systemkompatiblen Macs in den Programme-Ordner kopieren und starten. Habe ich so bei vier meiner Macs gemacht, und es war noch nicht einmal eine Account-Verifikation nötig.

Nicht wirklich

didimac schrieb:
Wenn es nur darum geht, das neue System nicht zig mal laden zu müssen, genügt eine Kopie der High Sierra-App, bevor man die Installation startet. Diese App lässt sich dann auf beliebig vielen systemkompatiblen Macs in den Programme-Ordner kopieren und starten. Habe ich so bei vier meiner Macs gemacht, und es war noch nicht einmal eine Account-Verifikation nötig.

Den Installer händisch per WiFi auf jeden einzelnen Mac verteilen dauert ne halbe Ewigkeit, wenn es viele Rechenr sind und das Funknetz langsam ist. Der Stick ist besser, auch weil man immer ein bootfähgies Notfallsystem zur Hand hat und der Installer dann gleich archiviert ist. Viele schauen jetzt in die Röhre, weil Apple macOS Sierra nicht mehr im App-Store anbietet. Daher: Archiviert und aktualisiert die Installer!

Wer schrieb denn, dass die App über Wi-Fi kopiert werden soll?

MacRobin schrieb:
didimac schrieb:
Wenn es nur darum geht, das neue System nicht zig mal laden zu müssen, genügt eine Kopie der High Sierra-App, bevor man die Installation startet. Diese App lässt sich dann auf beliebig vielen systemkompatiblen Macs in den Programme-Ordner kopieren und starten. Habe ich so bei vier meiner Macs gemacht, und es war noch nicht einmal eine Account-Verifikation nötig.

Den Installer händisch per WiFi auf jeden einzelnen Mac verteilen dauert ne halbe Ewigkeit, wenn es viele Rechenr sind und das Funknetz langsam ist. Der Stick ist besser, auch weil man immer ein bootfähgies Notfallsystem zur Hand hat und der Installer dann gleich archiviert ist. Viele schauen jetzt in die Röhre, weil Apple macOS Sierra nicht mehr im App-Store anbietet. Daher: Archiviert und aktualisiert die Installer!

Man kopiert die Installations-App auf einen Stick und hat sie dann für die anderen Macs zur Verfügung. Das ist die einfachste, schnellste Variante. Ein "Notfallsystem" brauche ich nicht.

Klaro, das geht natürlich auch!

Wobei das Rüberkopieren des Installers auf jedes Laufwerk eben auch etwas Arbeit und Zeit in Anspruch nimmt.

Wie auch immer: Es gibt mehrere Ansätze und jeder soll sich den raussuchen, der ihm am besten erscheint. Ich will da jetzt auch keinen Streit vom Zaun brechen. Ist doch schön, dass es Alternativen gibt. :-)

Ich fahre jedenfalls seit Jahren mit den bootfähigen Sticks gut und bleibe dabei.