Virtualisierungssoftware VirtualBox: Version 5.2 kurz vor Fertigstellung

Das nächste große Update für die kostenlose Virtualisierungssoftware VirtualBox steht in den Startlöchern: Oracle hat am Wochenende einen Release-Candidate von VirtualBox 5.2 zum Download bereitgestellt. Release-Candidate bezeichnet die abschließende Entwicklungsphase bei Softwareprojekten. Das finale VirtualBox 5.2 wird für die nahe Zukunft erwartet.

Die wichtigste Neuerung in VirtualBox 5.2 ist die automatische Installation von Gastsystemen ohne User-Interaktion. Dazu müssen vor der Einrichtung verschiedene Parameter (wie beispielsweise ein Benutzername) festgelegt werden. VirtualBox ist nun besser für Bedienungshilfen zugänglich, daneben wurden mehrere Optimierungen für die Audio-Unterstützung und die Benutzeroberfläche vorgenommen.

VirtualBox

Screenshot von VirtualBox mit Windows-8.1-Gastsystem.
Bild: Oracle.



Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Gastsysteme zu Oracles Cloud-Dienst zu exportieren. Außerdem wurden nach Herstellerangaben viele nicht einzeln aufgeführte Verbesserungen, Optimierungen und Fehlerkorrekturen implementiert. VirtualBox 5.2 setzt mindestens OS X Mavericks voraus. Details zu den neuen Funktionen erläutert Oracle in der aktualisierten PDF-Dokumentation.

Mit VirtualBox lassen sich Windows, Linux und andere Betriebssysteme parallel zu OS X/macOS nutzen. Außerdem kann auf Apple-Hardware das Mac-Betriebssystem virtualisiert werden. VirtualBox steht unter einer Open-Source-Lizenz. Das "VirtualBox Extension Pack", das die Software unter anderem um Unterstützung für USB 3.0 und eine Laufwerks-Verschlüsselung erweitert, ist für den Privatgebrauch und die Nutzung in Bildungseinrichtungen kostenlos.