Bericht: Walmart will bis zu 100.000 Macs anschaffen

26. Okt 2017 14:30 Uhr - Redaktion

Nach IBM wendet sich ein weiterer Weltkonzern verstärkt dem Mac zu: Der weltgrößte Einzelhändler Walmart will im großen Stil Macs anschaffen und Windows-Systeme ausrangieren. Bislang sind bei Walmart nur etwa 7000 Macs im Einsatz, nun ist die Einrichtung von bis zu 100.000 Apple-Rechnern geplant.

Entsprechende Pläne ließ Walmart auf einer Konferenz des Softwareherstellers Jamf verlauten. Jamf ist durch seine gleichnamige Lösung zur Administration von Macs und iOS-Hardware in Unternehmensnetzwerken bekannt. Walmart will mit der Umstellung Kosten senken und den Support entlasten. Das Unternehmen folgt damit dem Beispiel von IBM.



IBM startete vor mehr als zwei Jahren ein großangelegtes Programm zur Anschaffung von Macs. Das Ziel: Bis zu 75 Prozent aller Mitarbeiter sollen mit Macs anstatt mit Windows-basierten Systemen arbeiten. Die Kosteneinsparung ist laut IBM enorm. Zwar seien Macs in der Anschaffung teurer als Windows-Rechner, aufgrund des niedrigeren Einrichtungs- und Support-Aufwands jedoch unter dem Strich deutlich günstiger, so das Fazit von IBM.

Demnach würden weit weniger Mac- als Windows-Nutzer beim IBM-Support wegen technischer Probleme anrufen. Auf vier Jahre hochgerechnet spare man dadurch pro Mac zwischen 273 und 543 US-Dollar gegenüber einem Windows-System ein, sagte IBM-Manager Fletcher Previn im Herbst 2016. "Mit jedem Mac, den wir kaufen, sparen wir Geld", so Previn. Bei IBM sind inzwischen weit über 100.000 Macs im Einsatz, zusätzlich mehr als 100.000 iOS-Geräte.

Nachtrag (15:15 Uhr): Bezüglich der Integration von Macs in gemischte Firmennetzwerke gibt es eine weitere gute Nachricht: Microsoft und Jamf wollen bis zum Jahresende eine Lösung veröffentlichen, um Macs in Azure-Infrastrukturen zu integrieren.

Kommentare

kaufen Macs. Freue mich schon auf das Rauschen im Forenwald. Seit bestimmt 25 Jahren ist klar, dass Macs anzuschaffen für eine Firma fast immer ein geldwerter Vorteil ist. Aber entscheiden werden immer die ITler, die sich lieber eine Hand abhacken lassen, als auf eine Kommandozeilen Eingabe zu verzichten. Vielleicht sollte man denen mal sagen, dass das am Mac auch geht.

Für Selbstständige und Firmen war der Mac im Langzeiteinsatz fast immer die preisgünstigere Option. IBM hat es erst kürzlich detailliert analysiert, ca. 25% Ersparnis in ihrem Bereich. Der höhere Anschaffungspreis wird schon bald durch höhere Produktivität, geringeren Ausfall, weniger Wartung, geringere Zusatzkosten für Drittprogramme sowie einen höheren Wiederverkaufswert ausgeglichen. Die IT-Abteilung ist eher nicht der richtige Ansprechpartner - sie werden sich nicht selbst arbeitslos machen.

@gaffer meinte das rein polemisch nach dem Motto "Behauptet wird ja immer, dass nur Fanboys Apple kaufen, aber siehe da, in der Unternehmenswelt..."

Nach IBM wechselt nun also auch Walmart - ein sehr gutes Zeichen für den Mac-Markt.

Es wäre noch viel mehr möglich mit verstärkten Anstrengungen Apples im Hardwarebereich...

Kaufen diese großen Unternehmen iMacs? Macbooks? Oder Mac minis? Ich könnte mir vorstellen, dass der Mac mini aufgrund des günstigen Preises bevorzugtes Modell ist. In den meisten Büros mit stationären Arbeitsplätzen sind ja Office-Anwendungen in Betrieb, die keine übertriebenen Hardware-Anforderungen stellen.

Ich weiss nicht, was Walmart kaufen will. MacBooks sind sehr beliebt, auch für Programmierer. Solide Hardware, das hat sich mittlerweile herumgesprochen, schlägt fast alles, was am Markt ist, mit einigen Ausnahmen, und kann man auch Linux oder Windows betreiben, plus leistungsfähige Programmierumgebung. Einige Banken wissen es auch und kaufen nur MacBooks, um es dann eben mit ihrer Windowssoftware zu betreiben. Man sollte also nicht nur traditionell Mac denken.