Apple stellt iOS 11.2 für alle Anwender zum Download bereit

04. Dez 2017 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat am Wochenende völlig überraschend iOS 11.2 für alle Nutzer veröffentlicht. Die Freigabe des Betriebssystemupdates wurde offenbar wegen eines schwerwiegenden Datums-Bugs, der am 02. Dezember auf vielen iOS-Geräten ständige Abstürze und Neustarts verursachte, vorgezogen. Ursprünglich wurde das Update für Mitte Dezember erwartet. Nach der gefährlichen root-Lücke in macOS High Sierra sorgt Apple binnen weniger Tage zum zweiten Mal wegen eines gravierenden Fehlers für Negativschlagzeilen.

 

 

Es bleibt abzuwarten, ob die verfrühte Freigabe von iOS 11.2 weitere Probleme mit sich bringt. Der eingangs erwähnte Datums-Bug ist in iOS 11.2 behoben worden.

Zu den Neuerungen in iOS 11.2 (Build 15C114) gehören Apple Pay Cash (Geldtransaktionen zwischen zwei Nutzern über die Nachrichten-App), AirPlay 2 (ermöglicht Streaming an mehrere Geräte gleichzeitig, verbessert die Zuverlässigkeit und integriert sich in die Home-App), schnelleres drahtloses Laden von iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X (7,5 statt fünf Watt), eine verbesserte Stabilisierung für die Videokamera und Erklärungstexte für die Bluetooth- und WLAN-Buttons im Kontrollzentrum. Apple Pay Cash steht vorerst nur in den USA zur Verfügung.

Außerdem hebt Apple folgende Fehlerkorrekturen und Verbesserungen hervor:

"•    Unterstützung für die automatische Wiedergabe der nächsten Folge derselben Podcast-Sendung in Podcasts
 •    Unterstützung für die Strecke von Abfahrtstrainings (Wintersport) als Datentyp in HealthKit
 •    Beheben eines Problems, bei dem Mail gelegentlich weiterhin neue E-Mails abzurufen schien, obwohl der Download bereits abgeschlossen war
 •    Beheben eines Problems, bei dem entfernte Mail-Mitteilungen von Exchange-Accounts erneut erschienen
 •    Verbesserte Stabilität bei 'Kalender'
 •    Beheben eines Problems, bei dem beim Öffnen von 'Einstellungen' ein leerer Bildschirm angezeigt wurde
 •    Beheben eines Problems beim Streichen vom Sperrbildschirm zur Ansicht 'Heute' oder 'Kamera'
 •    Beheben eines Problems mit der Anzeige der Musiksteuerelemente im Sperrbildschirm
 •    Beheben eines Problems, das gelegentlich eine fehlerhafte Anordnung der App-Symbole auf dem Home-Bildschirm verursachte
 •    Beheben eines Problems, durch das Benutzer bei ungenügend iCloud-Speicherplatz am Löschen von neueren Fotos gehindert wurden
 •    Beheben eines Problems, bei dem mit 'iPhone-Suche' gelegentlich keine Karte angezeigt wurde
 •    Beheben eines Problems in 'Nachrichten', bei dem die neueste Nachricht teilweise von der Tastatur verdeckt wurde
 •    Beheben eines Problems mit dem Taschenrechner, das beim schnellen Eingeben von Zahlen zu falschen Ergebnissen führen konnte
 •    Beheben eines Problems, bei dem die Tastatur zu langsam reagierte
 •    Unterstützung für Real-Time-Text(RTT)-Anrufe für Gehörlose und Schwerhörige
 •    Verbesserte VoiceOver-Stabilität bei 'Nachrichten', 'Einstellungen', beim App Store und bei 'Musik'
 •    Beheben eines Problems, das die VoiceOver-Ansage von eingehenden Mitteilungen verhinderte"

iOS 11

iOS 11.2 steht zum Download bereit und behebt kritischen Datums-Bug.
Bild: Apple.

 

Darüber hinaus wurden im iOS 11.2 viele Sicherheitslücken geschlossen. Einzelheiten dazu will der Hersteller in den kommenden Tagen mitteilen.

Das Update kann bei aktiviertem WLAN über die iOS-Updatefunktion (Einstellungen => Allgemein => Softwareupdate) heruntergeladen werden und hat, abhängig von der verwendeten Hardware, einen Downloadumfang von ca. 300 bis 400 MB. Das iOS 11.2 ist auch über die iTunes-Software erhältlich (auf "Nach Update suchen" auf der Übersichtsseite des iOS-Geräts klicken) - allerdings wird über iTunes nicht das Update, sondern das komplette Betriebssystem bezogen (längerer Download). Nach der Installation ist ein Neustart erforderlich.

Das iOS 11.2 läuft auf iPhone 5s oder neuer, iPad Air, iPad Air 2, iPad mini 2, iPad mini 3, iPad mini 4, iPad der 5. Generation, iPad Pro und iPod touch der 6. Generation.

Kommentare

Steve ist bereits 6 Jahre tod! Er hatte sich sicher gefreut über die Entwicklung der Börsenwert von Apple, aber die in Moment herrschendes Chaos an Front der Qualitätskontrolle ist erschreckend. Er wurde sich in Grab umdrehen!!!

Immer mehr Schnickschnack Features die keine Sau braucht. Und immer mehr Bugs. Schlimm ist es schon das sehr viele kleinere Bugs in OS X seit X versionen herumschweben und nicht gedicht werden. Das jetzt auch noch innert kurze Zeit wieder gravierende Fehler auftauchen ist ein Armutszeugnis für die Firma Apple. Was machen die Mitarbeiter in ihr neues Apple Park. Sind sie nur noch aus den Fenster am schauen.

Die Grossanteilseigner sollte ganz dringend ein Director anstellen die ein veto recht hat und die Qualität endlich wieder auf ein Level bringt wie wir es vor 7-10 Jahren gewöhnt. Auch soll er Fehldesign nicht zulassen. Eine Maus soll ein Schwanz (Ladekabel) haben hinten und nicht am Bauch. Durch das mann ihm auf den Rücken legen muss um das Ladekabel einzustecken, wird die weisse Oberfläche völlig verkratzt. Dies hatte Steve nie von Jonathan zugelassen.

Bitte Herr Cook. Sorgen Sie das Sie ihre Bude wieder in Griff kriegen. Ich erwarte etwas anderes von ein Produkt aus die USA und Sicher von Apple, der Qualität immer hoch geschrieben hat.

Es fällt momentan wirklich schwer, Apple noch zu verteidigen. Und das sage ich als jemand, der Apple eigentlich sehr wohlgesonnen ist. Was in dieser Woche abgelaufen ist, dafür müssten eigentlich mehrere Software-Verantwortliche bei Apple ihren Hut nehmen. Die root-Schwachstelle war übrigens auch schon 2 Wochen bekannt, bis Apple endlich auf massivsten Druck darauf reagiert hat. Und richtig behoben ist sie immer noch nicht: Wer High Sierra frisch installiert, erst das Sicherheitsupdate aufspielt und danach 10.13.1, dann ist die Lücke wieder offen und das Sicherheitsupdate wird nicht erneut angeboten. Solch ein Pfusch ist schlichtweg unglaublich.

Pfusch ist auch der Datums-Bug in iOS. Da wird lieber ein nicht fertiges Release auf die Massen losgelassen, anstatt einen kleinen Emergency-Patch herauszubringen. Warum fällt ein so krasses Problem nicht schon während der Entwicklung auf? Diese Schludrigkeit macht mich fassungslos. Bereits der erste High Sierra Bug (Passwörter von Images im Klartext) war an Peinlichkeit kaum zu überbieten.

Man merkt auch, dass Apple sich übernimmt und kaum noch nachkommt. iOS 11 und High Sierra erschienen unvollständig (APFS, eGPU, Apple Pay Cash, Messages in the Cloud, Air Play 2 usw. => alles unvollständig, verspätet etc.), HomePod verschoben, auf einen neuen Mac mini wartet man trotz vollmundiger Versprechen immer noch und bei den Preisen gibt es auch nur eine Richtung (nach oben).

Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass sich Apple in unzählige Projekte verzettelt und eklatante strukturelle Schwächen in den Entwicklungsabteilungen durch das (noch) anhaltende Wachstum kaschiert bzw. schöngeredet werden. Vielleicht bräuchte es bei Apple mal wieder einen richtigen RUMMS, damit sich etwas ändert. Ob ein Herr Cook noch der richtige Mann ist? Ich bezweifle es. Für mich ist entscheidend, was mit den Desktops (Mac Pro, Mac mini, iMac Pro...) passiert. Viel wurde versprochen, bin sehr gespannt ob Apple nun liefert.

Es wird eben jetzt alles hochgekocht, weil es Apple ist und weil es Seltenheitswert hat. In anderen Welten ist es doch an der Tagesordnung. Als Endnutzer habe ich davon gar nichts bemerkt. Die Sicherheitslücke ist auch nur potentiell gefährlich, wenn man root korrekt angelegt hat, kann nichts passieren. Wenn man alles komplett neu aufsetzt und modernisiert (neues Filesysetm etc.) wird es immer Anfangsschwierigkeiten geben. Das war früher nicht anders, auch unter Jobs (z.B. Atennagate). Aber als Apple unbedeutend war, hatte es keinen Nachrichtenwert. Für Windows hat es auch keinen Nachrichtenwert, weil jeder schon weiss, dass es so ist. Bezüglich Datum, Excel hat meines Wissens gar keine Datumfunktion, es benutzt nur eigenständige serielle Sequenzen für das Datum. Berechne mal  das genaue Datum mit Excel oder google mal Datumsbug in Excel.

Die Sicherheitslücke ist auch nur potentiell gefährlich, wenn man root korrekt angelegt hat, kann nichts passieren.

Laut Apple-Doku soll Root nicht aktiviert werden. Habe ich gerade unter Sierra durchexerziert, weil ich Root brauchte. Es wird in den Unterlagen auch empfohlen, Root wieder zu deaktivieren. Wer sich laut Apple korrekt verhalten hat, hat die Lücke auf gemacht! 

Läuft
ohne Probleme

Die Uhr? 

 Die Sicherheitslücke ist auch nur potentiell gefährlich, wenn man root korrekt angelegt hat, kann nichts passieren.

Laut Apple-Doku soll Root nicht aktiviert werden. Habe ich gerade unter Sierra durchexerziert, weil ich Root brauchte. Es wird in den Unterlagen auch empfohlen, Root wieder zu deaktivieren. Wer sich laut Apple korrekt verhalten hat, hat die Lücke auf gemacht!

was rhmac sehr wahrscheinlich mit korrekter Anlage des root-Accounts gemeint hat:
root aktivieren > starkes Passwort vergeben > root deaktivieren
Diese Vorgehensweise empfiehlt Apple (u.a., früher übrigens auch MacGadget) schon seit Ewigkeiten.
Die aktuelle Sicherheitslücke betrifft allerdings auch solche Systeme, bei denen dies so eingerichtet wurde, da der Fehler offensichtlich in com.apple.loginwindow steckt.
Daher ist es bis zum Aufspielen des Fix sicherer, den root-Account zu aktivieren (mit Passwort natürlich) und solange aktiv zu lassen, bis der Fix aufgespielt ist.
Wobei insgesamt anzumerken ist, dass der bug offenbar recht inkonsistent zu triggern ist, d.h. die individuelle Gesamtinstallation spielt dabei auch eine Rolle.
Hier spielt nun auch wieder die neueste Erkenntnis mit, dass es einigen usern (unfreiwillig) gelungen ist, den bug nach dem Fix wieder ins System einzubringen: dann nämlich, wenn das entsprechende Sicherheitsupdate vor der Aktualisierung auf 10.13.1 installiert wurde. Da hilft dann nur Neuinstallation des Sicherheitsupdates plus eines zwingenden Rechner-Neustarts.

diskutiert ihr in einem Thema zu iOS über root?

… weil es sich auf Grund des Beispiels in der Meldung im Laufe der Kommentare eingeschlichen hat und dann nicht unbeantwortet stehen gelassen werden sollte.
(Aber dieselbe Frage hatte ich mir nach meinem posting weiter oben tatsächlich auch gestellt :D )

Ich warte noch. Ganz einfach weil ich es leid bin, Betatester für Apple zu spielen.

Apples Entwickler und Qualitätssicherung sind wohl allesamt mit Animoji, Watch Armbändern und iCar Software beschäftigt.

Was für ein Desaster. Es fällt immer schwerer, Macs und iPhones noch weiterzuempfehlen. Bugs without End und die Preise mittlerweile jenseits von Gut und Böse.

Ich warte auf 11.2.1, das sicher bald um die Ecke biegen wird und die gröbsten Schnitzer fixen wird.

Genau!

Warten ist das Stichwort. Bereits seit vielen Jahren warte ich bei meinen Geräten einige Versionen ab, bevor ich es update. Das ist ja sowas von Standard, die Kinderkrankheiten bei jedem neuen System.

Mein iPad (praktisch aber entbehrlich) dient mir als Vortrupp zum Schnuppern und Bugs eruieren.

iPhone und (Haupt-)Mac warten mindestens Versionen x.x.2 oder sogar x.x.3 ab.

 

Irgendwie selber blöd, wenn man gleich nach dem Regenguss in den Park hüpft und sich danach beklagt, dass die Schuhe schmutzig sind.