macOS 10.13.2: Finder kann bei SMB-Zugriff abstürzen

22. Dez 2017 16:30 Uhr - Redaktion

Probleme beim SMB-Zugriff mit dem Mac sind nicht neu, sie waren in der Vergangenheit je nach macOS-Version mal stärker, mal schwächer ausgeprägt. Während macOS Sierra in puncto SMB-Verbindungen allgemein als Fortschritt betrachtet wird, macht die aktuelle Version von macOS High Sierra neue Schwierigkeiten.

Einer wachsenden Zahl an Nutzerberichten zufolge kann unter macOS 10.13.2 der Finder beim Ausführen bestimmter Aktionen auf SMB-Volumes, die beispielsweise von Netzwerkspeichersystemen oder Windows-Rechnern bereitgestellt werden, abstürzen. Ein erneutes Öffnen des Finders ist dann nicht möglich, es hilft nur ein Neustart des Macs.

 

macOS High Sierra
 
macOS 10.13.2: Finder kann bei SMB-Zugriff abstürzen.
Bild: Apple.

 

Das Problem tritt demnach häufig beim Verschieben, Kopieren, Umbenennen und Speichern von Dateien auf. Ein bei vielen Usern funktionierender Workaround ist der Verbindungsaufbau via cifs:// anstatt smb://.

Apple wurde über den Bug bereits in Kenntnis gesetzt. Wann der Fehler korrigiert wird, ist derzeit unklar. In der aktuellen Betaversion von macOS 10.13.3 ist das Problem jedenfalls noch vorhanden. Bis zur Verfügbarkeit eines Bug-Fix-Updates sollte auf den Workaround zurückgegriffen werden.

An dieser Stelle sei zudem nochmals auf unsere grundsätzliche Empfehlung hingewiesen, mit dem Upgrade auf ein neues macOS-Release mehrere Monate zu warten, bis dieses weitgehend ausgereift ist - vor allem auf produktiv genutzter Hardware. Die inzwischen stattliche Zahl an entdeckten gravierenden Fehlern in macOS High Sierra unterstreicht unsere Empfehlung. Mehr dazu in: macOS High Sierra: Leitfaden für den Umstieg auf das neue Apple-Betriebssystem.

Kommentare

Man kann echt nur den Kopf schütteln über so viele gravierende Fehler bei einem Unternehmen, das ja angeblich üüüberhauptkeine Fehler macht. Nein, Apple doch nicht! Man könnte meinen, bei denen arbeitet keiner mit dem eigenen System und deswegen fällt denen das nicht auf. 

Schon seit 10.9 komme ich nur noch mit cifs:// auf den Server. Das erinnert mich an die System7/8/9 - Zeiten, damals wurde die Apple-Software auch über Jahre immer schlechter und schlechter ....

Läuft hier bei mir grundsolide. Deutlich besser als z. B. in Yosemite. Traurig zu lesen, dass die SMB-Probleme mit High Sierra jetzt offenbar wieder auf der Tagesordnung stehen... :-/

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch bedingt durch unterschiedliche Server Varianten zu ganz unterschiedlichen Verhalten oder Ergebnisse kommen kann. Ist es ein Linux File-Server oder welche Version von Windows-Server wird betrieben?!

Es ist hier ein bisschen zu einfach glaube ich die Schuld allein auf Apple's Seite zu suchen. Wer die anderen Systeme kennt weiß, dass da auch einiges im argen liegt bei Implikationen von Protokollen und Standards… und auch hier gab es schon genug Updates, die einiges Verschlimmbessert haben.  

Und of course, ein Neustart und das löschen von Caches bewirkt oft wunder ;-)

Nichtsdestotrotz sollte Apple seine Hausaufgaben ordentlicher machen als es aktuell scheint. In letzter Zeit sind leider zu oft irgendwelche Anfängerfehler passiert. Das muss aufhören!

Also ich hatte vor Sierra überhaupt keine Probleme mich mit Windows 7 servern zu verbinden. Unter Sierra war nur die Bedienung etwas anders, aber inzwischen kann ich es. Keinerlei Probleme mit Windows 7 und einem Ubuntu (Linux) server. Und dies seit mehreren Wochen.

Zu Jaab_Wood: ich finde, dass Apple sich redlich bemüht auftauchende Fehler rasch und sorgfältig zu beheben. Inzwischen sind manche Softwarefirmen darauf spezialisiert, Systemschwächen aufzuspüren und diese als Sicherheitslücken hinzustellen. Wenn das mit Windows 10 auch so intensiv gemacht werden würde möchte ich mal die Ergebnisse sehen und die Reaktionen lesen...

Hallo

Die letzte funktionierde SMB Einbindung von Apple was der OS X Server 10.6.8, nachher hat es nie mehr richtig funktioniert. Diverse Windows Clients können sich nichtmal mehr anmelden und mann muss zurückgreifen auf das aus die 60er Jahre bekannte Betlogin in Plaintext! Ein Armutszeugnis für eine Firma wie Apple!!!

@piquadratpi2

Ich spreche Apple nicht ab, dass man dort versucht bei möglichst hohem Innovationsgrad noch zeitnah zu reagieren. Dennoch gibt es einige Dinge, die halt berechtigt die Frage nach der Qualitätssicherung im Bereich des Betriebssystem stellen. 

Bereits seit Sierra gibt es Fehldarstellungen im Finder innerhalb der Spaltendarstellung (Vorschauspalte) im Vergleich zu El Capitan. Dazu habe ich mehrfach Feedback an Apple gesendet. Unter High Sierra hat man das verhalten der Vorschauspalte zwar etwas geändert, dafür gibt es jetzt gravierende grafische Mängel, wenn das Fenster relativ schmal in der Höhe ist… Meine Voreinstellungen: Scrollbalken immer sichtbar, Einblenden von Tab-, Pfad und Status-Leiste.

So gab und gibt es - zu mindestens Gefühlt - in letzter Zeit gehäuft diverse Probleme (-chen) und ich finde da sollte Apple sensibler vorgehen. Ich stimme aber mit Dir überein, dass Apple bei gravierenden Fehlern und vorhandenem öffentlichen Druck doch recht schnell agiert/reagiert.

vg.