Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Skype zieht nach

12. Jan 2018 15:30 Uhr - Redaktion

Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist längst Standard bei Chatdiensten wie WhatsApp, Threema oder iMessage. Mit Skype gibt es jedoch einen namhaften Nachzügler – bislang bietet das zu Microsoft gehörende Netzwerk die Sicherheitsfunktion nicht. Dies soll sich demnächst ändern.

Microsoft hat Betaversionen (8.13.76.8) von Skype für verschiedene Plattformen, darunter macOS und iOS, veröffentlicht, die mit der Neuerung "Private Unterhaltungen" aufwarten. Dabei handelt es sich um Ende-zu-Ende-verschlüsselte Textchats, die nur beim Absender und Empfänger im Klartext angezeigt werden. Derartig geschützte Unterhaltungen sind mit einem Schloss-Symbol gekennzeichnet.

 
Skype
 
Skype für den Mac: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Betatest.
Bild: Microsoft.
 

Zum Einsatz kommt das Verschlüsselungsprotokoll des Instant-Messengers Signal, das von Experten als sehr sicher eingestuft wird. Neben Textchats (inklusive Dateien) werden auch Audiogespräche entsprechend abgesichert. Für Gruppenchats gibt es die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung allerdings noch nicht.

Die Vorabfassungen sind im Rahmen des Testprogramms Skype Insider erhältlich. Wann die Funktion "Private Unterhaltungen" in finaler Form zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht bekannt - Microsoft machte dazu keine Angaben. Skype für den Mac läuft ab OS X Mavericks und hat im Herbst eine neugestaltete Benutzeroberfläche erhalten.