Pine Player: Kostenfreie iTunes-Alternative erhält Equalizer

12. Jan 2018 10:30 Uhr - Redaktion

Das kostenlose Programm Pine Player empfiehlt sich als schlanke Alternative zu Apples Multimediasoftware iTunes. Es bringt nur rund 15 MB auf die Waage und kann Musik abspielen und konvertieren. Nun haben die Entwickler eine Schwachstelle ausgebügelt.

Mit dem Update auf die Version 1.10.03 hat der Pine Player einen Equalizer zum Finetuning der Musikwiedergabe erhalten. Dieses Feature fehlte dem Pine Player im Vergleich zu iTunes bisher. Der zwölfbandige Equalizer von Pine Player bietet Presets für verschiedene Stilrichtungen und kann beliebig mit Schiebereglern angepasst werden. Eigene Einstellungen lassen sich abspeichern und bei Bedarf später wieder laden.

 

Pine Player
 
Screenshot von Pine Player.
Bild: Siseong Ahn.

 

Die ab OS X Mavericks lauffähige Anwendung unterstützt gängige Audioformate wie MP3, FLAC, APE, AAC, M4A, WAV, AIFF, OGG, WMA und DSD. Zum weiteren Funktionsumfang gehören eine Menüleistensteuerung, ein Metadaten-Editor, Qualitätserhöhung per Oversampling, Cross-Fades und Zugriff auf die iTunes-Musikbibliothek. Konvertierungen sind in die Formate FLAC und MP3 möglich, auch per Stapelverarbeitung.

Die Software steht im Mac-App-Store (Partnerlink) zum Download bereit und ist mit dem aktuellen Betriebssystem macOS High Sierra kompatibel.

Kommentare

Meine Bose Soundlink über Bluetooth klingt jetzt endlich gut. Werde meine CD`s jetzt nach und nach in DSD umwandeln. Der Unterschied ist überwältigend. Jetzt verstehe ich auch, warum der neue Sony Walkman so teuer ist. Mp3 ist die dümmste Erfindung überhaupt...

Ich bin Anwender seit Mac OS 8.5.1, und kein Programmierer!!!

MP3 hat einen praktischen Wert, wenn es um Platzersparnis auf z. B. portablen Geräten geht. Bei hohen Bitraten ist der Unterschied zu verlustfreien Formaten selbst für professionell geschulte Ohren vollkommen unhörbar, wie mehrfach in Doppelblindtests nachgewiesen wurde. So dumm ist diese - revolutionäre - Erfindung demnach nicht.

DSD bietet keine Vorteile gegenüber dem deutlich weiter verbreiteten FLAC. Was man wählt, bleibt damit Geschmackssache. Hier gibt es einen Artikel eines Anbieters von High-End D/A-Konvertern. tl;dr: "DSD ist größtenteils Unsinn, aber wir verkaufen euch unsere schweineteure Abspiel-Hardware sehr, sehr gerne trotzdem."
http://www.mojo-audio.com/blog/dsd-vs-pcm-myth-vs-truth/

Nicht zuletzt wird die hochwertige Audioqualität zunichte gemacht, wenn man sie über eine Bluetooth-Strecke wiedergibt. Wenn am Ende dann noch ein Bose Soundlink hängt, ist es vollkommen egal, ob das Ausgangsmaterial in DSD, FLAC oder MP3 vorliegt. Was man hören wird, ist am Ende rein subjektives Empfinden. Messbare Unterschiede wird es vor dem Lautsprecher nicht mehr geben.

Das soll keine Abwertung sein! Musikhören ist deutlich mehr eine Geschmacksfrage als eine technische Angelegenheit. Deshalb auch die Rückkehr des Vinyls, trotz dessen unterirdirscher Klangqualität. Die Leute mögen einfach den stark eingefärbten Sound der Schallplatte.

Wie das Fazit des oben erwähnten Artikels lautet: "Die Qualität einer Aufnahme spielt eine weit höhere Rolle als deren Auflösung oder das Format, in dem sie vertrieben wird." Es gibt einen Grund, weshalb die 100 besten Jazzalben auf der Liste des Rolling Stone Magazins mehrheitlich aus dem vorigen Jahrhundert stammen. Letzten Endes entscheiden die Fähigkeiten der Musiker, nicht die Messdaten des DAC.

Deshalb: Viel Vergnügen beim Musikhören, in welchem Format auch immer!