macOS High Sierra und die halbgare Implementierung von APFS

02. Okt 2017 16:15 Uhr - Redaktion

Vor einer Woche hat Apple die Finalversion von macOS High Sierra veröffentlicht. Eine der zentralen Neuerungen des Betriebssystems ist das Dateisystem APFS. Mittlerweile ist klar: APFS ist noch lange nicht fertig, es gibt momentan etliche Einschränkungen und Probleme. Wir meinen: APFS wurde zu früh für die breite Öffentlichkeit freigegeben und machen dies an folgenden Punkten fest.

Zwangsumstellung interner SSDs ohne Warnung, ohne automatisches Backup

Interne SSD-Laufwerke (sowohl von Apple als auch von Drittherstellern) werden im Zuge der Installation von macOS High Sierra automatisch von HFS+ auf APFS konvertiert. Dies lässt sich nicht verhindern. Der Anwender wird hierüber vor dem Installationsvorgang nicht informiert. Es gibt auch keinen Warnhinweis, vorher ein Backup anzulegen - in unseren Augen ein klares Versäumnis, geht es hier doch um das zentrale Gut, nämlich die Daten der User. Ein klug konzipierter Installer würde vor einer Dateisystemmigration ein Backup automatisiert anlegen. Nur für den Fall der Fälle.

Probleme mit bestimmten SSDs von Drittherstellern

Auf Macs, in die eine SSD eines Drittanbieters eingebaut wurde, lässt sich macOS High Sierra unter Umständen nicht installieren. Der Grund ist eine Inkompatibilität, die die Dateisystem-Migration von HFS+ auf APFS verhindert. Betroffen sind nur wenige Laufwerke, beispielsweise die Aura-SSDs des Herstellers OWC. Nach Angaben von OWC ist Apple die Inkompatibilität mit bestimmten SSDs bekannt, an deren Behebung wird gearbeitet. Das Problem betrifft aber womöglich auch SSDs anderer Hersteller.

Fusion-Drives bleiben vorerst außen vor

Allein an diesem Punkt lässt sich gut ablesen, dass APFS noch nicht fertig ist. Das neue Dateisystem unterstützt Fusion-Drives, eine Kombination aus Festplatte und SSD, die in vielen iMacs und Mac minis zu finden ist, noch nicht. Dies wird sich laut Apple erst mit einem kommenden Update ändern. Ebenfalls nicht schön: In den öffentlichen Betaversionen von macOS High Sierra wurde APFS auf Fusion-Drives noch unterstützt. Betatester, die Systeme mit Fusion-Drives auf APFS migrierten, haben nun den sprichwörtlichen Zonk - sie müssen vor der Installation der Finalversion von macOS High Sierra ihr Bootvolume wieder auf HFS+ zurückstellen. Ein rundes Release eines neuen Dateisystems sieht anders aus.

Fehlende Unterstützung für Time Machine und bootfähige RAID-Laufwerke

Zwei weitere Punkte belegen, dass APFS noch weit davon entfernt ist, fertig zu sein. Erstens: Die Backupsoftware Time Machine kann noch keine Datensicherungen auf APFS-Volumes anlegen. Für Backups eines APFS-Bootlaufwerks muss ein HFS-formatiertes Volume verwendet werden. Zweitens: macOS High Sierra kann mitsamt APFS nicht auf RAID-Laufwerken installiert werden. Zwar bieten macOS High Sierra und APFS Unterstützung für RAID, dies gilt jedoch noch nicht für RAID-Bootvolumes.

macOS High Sierra

macOS High Sierra: APFS ist noch nicht ausgereift.
Bild: Apple.

Verrenkungen bei APFS auf externen SSDs via USB

Bei der Installation von macOS High Sierra auf externen, per USB angeschlossenen SSD-Bootvolumes findet keine Umstellung von HFS+ auf APFS statt. Soll ein USB-basiertes SSD-Bootlaufwerk mit APFS betrieben werden, muss dieses mit dem Festplatten-Dienstprogramm von macOS High Sierra zuerst mit APFS frisch formatiert werden (= Löschung aller Daten), eine Konvertierung von HFS+ auf APFS wird nicht angeboten. Man benötigt also sowohl ein bereits bestehendes System/Volume mit macOS High Sierra als auch ein vollständiges Backup der externen SSD. Nach der Installation von macOS High Sierra auf der APFS-formatierten USB-SSD müssen alle Daten entweder per Hand oder Migrationsassistent (im Falle von Time Machine) aus der Datensicherung herübergezogen werden. Alternativ kann man mit Clones arbeiten (externe SSD mit macOS Sierra auf interne SSD clonen; internes Laufwerk auf High Sierra und APFS umstellen; externes Laufwerk auf APFS formatieren; internes Volume auf USB-SSD clonen).

Ganz wichtig dabei: Zusammen mit macOS High Sierra wird eine neue Firmware eingespielt. Ein bestehendes High-Sierra-System lässt sich daher nicht so einfach auf einen anderen Mac clonen, dieser muss zuerst separat auf High Sierra umgestellt werden, inklusive Firmware-Update. (Thunderbolt-SSDs sollen Nutzerberichten zufolge hingegen automatisch auf APFS umgestellt werden; wir wären für entsprechende Infos in den Kommentaren dankbar).

Finder stellt bei Verschlüsselung ungefragt von HFS+ auf APFS um

Wird unter macOS High Sierra ein nicht-bootfähiges externes HFS-Laufwerk, sei es ein Speicherstick, eine SSD oder eine Festplatte, per Finder-Kontextmenü verschlüsselt, findet automatisch, ungefragt und ohne Hinweis eine Konvertierung auf APFS statt. Das Problem: Verschlüsselte APFS-Volumes können ausschließlich unter macOS High Sierra gelesen und beschrieben werden, eine Abwärtskompatibilität mit älteren Betriebssystemen ist nicht gegeben. Dies ist insbesondere beim Dateiaustausch mit anderen Nutzern zu beachten, da die meisten Systeme noch mit macOS Sierra oder älteren Versionen laufen. Besser: HFS unverschlüsselt verwenden und mit verschlüsselten Disk-Images arbeiten.

Warnung vor Zugriff auf APFS-Volumes mit macOS Sierra

Auf unverschlüsselte APFS-formatierte Laufwerke kann unter macOS Sierra prinzipiell zugegriffen werden (Lesen und Schreiben). Das Problem dabei ist der unterschiedliche Entwicklungsstand. Die APFS-Implementierung in macOS Sierra befindet sich auf dem Stand vom Juli. Seitdem wurde und wird APFS aber beständig weiterentwickelt. Beim Hin- und Herkopieren von Dateien zwischen macOS Sierra und einem APFS-formatierten Volume kann zwar alles gutgehen, muss aber nicht: Beschädigungen an Daten sind nicht auszuschließen, es gibt diesbezüglich bereits entsprechende Nutzerberichte. Solange APFS in macOS Sierra nicht nachgebessert wird (allerdings eher unwahrscheinlich), sollte beim Dateiaustausch mit anderen Mac-Nutzern vorerst weiter auf HFS+ gesetzt werden.

Problem mit verschlüsselten Bootlaufwerken

Ein Leser wies uns mit Bezug auf einen Thread im Apple-Entwicklerforum darauf hin, dass es in seltenen Fällen dazu kommen kann, dass nach der Migration eines verschlüsselten HFS-Bootvolumes auf APFS das Passwort nicht mehr akzeptiert und der Nutzer ausgesperrt wird. Das Problem lässt sich mit einigen Terminal-Befehlen (via Wiederherstellungsmodus) offenbar aus der Welt schaffen (siehe Beitrag von User croaker im verlinkten Thread). Wie häufig der Bug auftritt, ist momentan unklar.

 

APFS

APFS ist ein modernes, hochperformantes Dateisystem.
Bild: apple.com.

Fazit

Wir wollen APFS keinesfalls schlechtreden, ganz im Gegenteil. APFS ist eine absolut begrüßenswerte und konsequente Entwicklung, ein äußerst fortschrittliches Dateisystem, das dem Mac den Weg für die nächste Dekade und darüber hinaus ebnet. Es gibt unbestritten viele User, bei denen die Dateisystemmigration auf internen SSDs ohne irgendein Problem geklappt hat und macOS High Sierra wunderbar läuft. Trotzdem sind wir vor dem Hintergrund der geschilderten Punkte der Ansicht, dass das Dateisystem zu früh freigegeben wurde. Die ganze Geschichte ist komplex und die Verwirrung unter den Usern groß, weil Features wie die Unterstützung von Fusion-Drives und externen Laufwerken noch fehlen bzw. unzureichend implementiert sind. Es gibt im Zusammenhang mit APFS momentan diverse Bugs, die Abwärtskompatibilität von APFS zu macOS Sierra ist zweifelhaft, zudem hat Apple wichtige Details nicht dokumentiert.

Apple wäre gut beraten gewesen, die Einführung von APFS zu verschieben, etwa auf das für Ende Oktober erwartete macOS 10.13.1. Niemand wäre Apple böse gewesen, ganz im Gegenteil. Die zusätzliche Zeit hätte genutzt werden können, um APFS weiter reifen zu lassen und besser zu dokumentieren. Damit sind wir wieder bei einem Punkt, den MacGadget bereits in den letzten Jahren häufig kritisiert hat. Neue Mac-Betriebssysteme werden häufig zu früh freigegeben, wobei zentrale Features nicht ausgereift sind. Bei OS X Mavericks streikte anfangs der E-Mail-Client, OS X Yosemite hatte massive Probleme mit WLAN-Verbindungen, die erst Monate später ausgeräumt wurden. Bei OS X El Capitan hat Apple die USB-Unterstützung komplett überarbeitet. Auch dabei haben sich viele Fehler eingeschlichen, die zu Problemen mit vielen USB-Geräten führten. Es folgte macOS Sierra mit PDF-Problemen (die übrigens in High Sierra fast alle behoben wurden). Und nun reiht sich macOS High Sierra mit der geschilderten APFS-Problematik ein.

Dies soll kein Angriff auf die Apple-Entwickler sein. Wir lehnen uns mal ein wenig aus dem Fenster und behaupten, dass es nicht die Mac-Entwicklungsabteilung war, die den 25. September als Release-Termin für High Sierra festgesetzt hat - derartige Entscheidungen dürften auf anderen Etagen des Apple Park gefällt werden... Letztlich läuft es aber dann doch wieder auf die Empfehlung hinaus, die wir seit Jahren geben: Steigen Sie nicht sofort auf ein neues Betriebssystem um, vor allem wenn Sie Ihre Macs für die Arbeit oder Ihr Unternehmen nutzen, sondern warten Sie einige Monate ab. Sicher ist sicher.

1. Nachtrag: Abschnitt "Finder stellt bei Verschlüsselung ungefragt von HFS+ auf APFS um" präzisiert. Verschlüsselte APFS-Laufwerke können unter macOS Sierra und älteren Versionen nicht gelesen werden.

2. Nachtrag: Einige Angaben im Abschnitt "Fusion Drives" ergänzt.

3. Nachtrag: Angaben zu Time Machine und RAID hinzugefügt.

Kommentare

für die Offenheit - volle Zustimmung ! :))

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von-Windows über 15 Jahre ermüdet... ;-) seit 2010: 4xAir-13",4xiMac 27"-MBP 15"-MacPro-5xiMac 21"-iPhones+iPads

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Sehr lesenswert, ich habe viel erfahren, was ich bisher noch nicht über APFS wusste.

Schade Apple... sicherlich gut gemeint, aber zu früh. Das mit APFS grenzt zum Teil an Frickelei. Ich nutze u. a. einen Mac mit externer SSD als Startlaufwerk. Das heute auf APFS umzustellen, ist ja ein Monsterakt. Nee danke...

Bin erst Anfang '17 auf Sierra mit allen Systemen (Arbeit+Privat) gewechselt. High Sierra kommt wegen APFS frühestens Anfang '18.

Es geht auch ohne Konvertierung....

/Applications/Install\ macOS\ High\ Sierra.app/Contents/Resources/startosinstall --applicationpath /Applications/Install\ macOS\ High\ Sierra.app --agreetolicense --converttoapfs NO --nointeraction

gefunden hier:

https://derflounder.wordpress.com/2017/09/26/using-the-macos-high-sierr…

Gruss aus Hamburg

Frank

[Hinweis der Redaktion: Ein sehr guter Tipp, der sicherlich dem einen oder anderen User weiterhelfen wird. Herzlichen Dank dafür!]

Gruss aus Hamburg Frank

Ich persönlich bin für die Freigabe von HighSierra dankbar. Worauf will ich denn immer warten? Wenn jemand noch zuwarten will, zwingt ihn doch niemand zum frühzeitigen oder überhaupt zum Umstieg.
Aber warum sollen wir denn immer alle auf den letzten warten. HighSierra läuft bei mir problemlos auf mehreren Rechnern und steigert die Leistung und Effizienz, vor allem durch kleine Detailverbesserungen, die meist gar keine Erwähnung finden. Eines der besten Updates aller Zeiten nach meiner zugegeben rein subjektiven Einschätzung. Im Ablauf, geschäftlich und privat, spart dieses Update Zeit und Geld, was sich schnell akkumuliert. Schätze mal eine halbe Stunde pro Tag. Setzt man die Ersparnis nur mit 30 Euro pro Tag an, sind das in 3 Monaten 30*5*4*3 bereits 1800 Euro. Da kann man sich doch bereits ein iPhone davon kaufen.
Natürlich kann es auch mal schief gehen, mein Risiko, aber mit einem Backup kann man es doch rasch wieder zurücksetzen. Ein Backup darf natürlich nicht fehlen.
Die Frage "Was bringt es mir" kann und muss jeder für sich entscheiden. Warten ist nicht unbedingt neutral, sondern eine verpasste Gelegenheit. Die Abwägung ist also verpasste Gelegenheit versus Risiko. Meine Erfahrung mit allen Apple-Updates der letzen 10 jähre war stets positiv, wie auch dieses Mal, so dass ich persönlich dazu neige, es früh anzugehen.

[quote=rhmac]Ich persönlich bin für die Freigabe von HighSierra dankbar. Worauf will ich denn immer warten? Wenn jemand noch zuwarten will, zwingt ihn doch niemand zum frühzeitigen oder überhaupt zum Umstieg.
Aber warum sollen wir denn immer alle auf den letzten warten. HighSierra läuft bei mir problemlos auf mehreren Rechnern und steigert die Leistung und Effizienz, vor allem durch kleine Detailverbesserungen, die meist gar keine Erwähnung finden. Eines der besten Updates aller Zeiten nach meiner zugegeben rein subjektiven Einschätzung. Im Ablauf, geschäftlich und privat, spart dieses Update Zeit und Geld, was sich schnell akkumuliert. Schätze mal eine halbe Stunde pro Tag. Setzt man die Ersparnis nur mit 30 Euro pro Tag an, sind das in 3 Monaten 30*5*4*3 bereits 1800 Euro. Da kann man sich doch bereits ein iPhone davon kaufen.
Natürlich kann es auch mal schief gehen, mein Risiko, aber mit einem Backup kann man es doch rasch wieder zurücksetzen. Ein Backup darf natürlich nicht fehlen.
Die Frage "Was bringt es mir" kann und muss jeder für sich entscheiden. Warten ist nicht unbedingt neutral, sondern eine verpasste Gelegenheit. Die Abwägung ist also verpasste Gelegenheit versus Risiko. Meine Erfahrung mit allen Apple-Updates der letzen 10 jähre war stets positiv, wie auch dieses Mal, so dass ich persönlich dazu neige, es früh anzugehen.[/quote]

WAS leistet diese High Sierra MEHR, das Dir ½ Stunde pro Tag bringt?!

Danke für die Info :)
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von-Windows über 15 Jahre ermüdet... ;-) seit 2010: 4xAir-13",4xiMac 27"-MBP 15"-MacPro-5xiMac 21"-iPhones+iPads

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Was leistet HS mehr? Der Finder reagiert wesentlich schneller und zuverlässiger. Es sind jetzt alle aktuellen Dokumente unter dem Programmicon sofort sichtbar, das hat bei mir mit Sierra immer gehangen. Die Rechenzeit für komplexere Aufgaben und Berechnungen z.B. big data und statistische Berechnungen hat sich stark verkürzt. Sicheres Löschen von externen Dateiträgern geht zügiger. Safari ist natürlich schneller (kann man aber auch ohne HS nutzen). Auch einfache Aufgaben wie Urlaubsbilder sortieren, Personen und Objekte finden, bearbeiten einschl. der Einbindung externer Editoren ist stark verbessert. Es ist eine ganze Menge kleiner Dinge, über die niemand spricht, die aber in einen Arbeitsprozess eingehen und sich über den Tag (erst recht Wochen) aufaddieren. Ich rede hier nur von einem älteren iMac mit Fusiondrive und HS, noch nicht einmal APFS. Ich wollte mir schon einen neuen Rechner kaufen, aber er wurde mit HS wieder erweckt und ist jetzt gut eingebunden. (Sollte ich vielleicht trotzdem austauschen wegen Verkaufserlös, aber das ist eine andere Geschichte.) Von der viel besseren Performance von HS bin ich wirklich positiv überrascht und natürlich sehr angetan. Folgekosten für Updates etc. hatte ich keine, auch keine Probleme bisher. Alles gut hier. Ich wollte es auch nur mal erwähnen, soll keine Empfehlung darstellen, nur eine positive Rückmeldung.

[quote=rhmac]Was leistet HS mehr? Der Finder reagiert wesentlich schneller... ...nur eine positive Rückmeldung.[/quote]
Danke :))
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von-Windows über 15 Jahre ermüdet... ;-) seit 2010: 4xAir-13",4xiMac 27"-MBP 15"-MacPro-5xiMac 21"-iPhones+iPads

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… ein neues System. Jedes Jahr etliche "Features", die dementsprechend eher "Beta" sind, als ausgereift. Bin auch grade sehr froh, dass solch ein Statement von macgadget kommt. Danke!

zumindest in diesem Falle. "Statements" ist der richtige Ausdruck. Sie nützen im allgemein recht wenig. Die enthaltene Information, die ja bei MacGadget seit vielen Jahren höher liegt als bei anderen, möchte ich aber hervorheben und weiss sie durchaus zu schätzen.
Man muss zuerst APFS von HS trennen, die beiden sind nicht synonym und lassen sich auch getrennt angehen. Das hat Apple meine ich durchaus richtig gemacht. In der Probepahse lief es mit Fusiondrive bei vielen Nutzern gut, aber dann haben sie es doch vorläufig zurückgezogen. Ich denke die zweiphasige Einführung ist klüger. Man sieht ja wieviel Verwirrung jetzt schon herrscht und was so alles durcheinander geworfen wird. Das iOS wurde mit einem Wartungsupdate ohne Probleme auf das neue Filesystem umgestellt -obgleich dies sicher in der geschlossenen Umgebung leichter war- und heute spricht keiner mehr darüber. Wenn Apple es schon getrennt hat, sollten wir es auch inhaltlich trennen. Man kann durchaus HS implementieren und APS noch nicht, das wurde ja dankenswerterweise angemerkt. Ausgereift ist HS allemal, das kann ich aus meiner Sicht anmerken.

Zunächst @MacGadget: Danke für den Artikel !

Dann zum Thema "Probieren geht über Studieren ..." (siehe rhmac's vorherige Beiträge):

Kommt immer darauf an, was auf dem Spiel steht.

Ich als Privatuser oute mich als einer der Vorsichtigen.

Ich sehe mich auch nicht unter Zwang, einer der Early Adopters (Betatester) sein zu müssen.

Trotzdem ist klar: APFS ist ein richtiger & guter Schritt!

Aber ich frage mich, in welcher Relation ein zukünftiger Zeitgewinn zu einem momentanen Zeitverlust steht, falls das Ganze nicht wie vorgesehen klappt. 100 Stunden Dauer-Ärger gegen tropfenweisen Instant-Zeitgewinn, der durchaus willkommen ist, aber andererseits kein "Must have at any Price".

Und noch etwas: Apple kommt aus den USA. Und ist im Prinzip eine Firma, bei der es um Kommunikation, Konnektiviät, Vernetzung geht - verpackt in schön designte, gut zu bedienende Technik. So weit einverstanden?

Dass diese Firma aus dem Land des "Watch your step!", "Slippery when wet!", "Caution - may be hot!" (mit Millionenklagen, falls sich jemand bei McDonalds am heissen Kaffee den Mund verbrennt) es aber nicht fertigbringt, wenigstens einen Warnhinweis vor den Installer zu platzieren, dass die SSD nun automatisch ins neue APFS Filesystem konvertiert wird, was u.U. mit ein paar (Kompatibilitäts-)Problemen verbunden sein könnte, will mir nicht einleuchten.

Wie geschrieben: Bei unserer Lieblingsfirma aus Kalifornien dreht sich im Prinzip alles um ein Thema: Kommunikation!

Was steht auf dem Spiel, wenn man bei Nichtgefallen oder Problemen vielleicht 20 Minuten braucht, um es wieder zurückzusetzen?
Anderseits ist es auch dieses Mal wieder gut gegangen, wie schon die letzen 10 Jahre zuvor.
Natürlich würde es Apple leicht schaffen, einen Warnhinweis einzubauen. Beim ersten Mal freut man sich vielleicht sogar, aber dann immer diese lästigen Hinweise, dass ist doch extrem nervig. Da schaut doch schon niemand mehr hin. Dann lieber mal ein ungewollter "Fehler", aus dem man etwas lernt. Gute Erfahrung, im schlimmsten Fall wird der Stick halt nochmals neu formatiert. Auch kein Beinbruch. Beim Mac war das Risiko für mich zum Glück bisher immer kalkulierbar und der Zugewinn spürbar, ganz andere Erfahrungen habe ich mit anderen Betriebsystemen, da bin ich durchaus vorsichtig.
Der Formatierungstip ist nicht neu, aber gut und gehört in ein solches Forum, aber damit sollte es auch gut sein. Was mich etwas stört, da bekommt man ein Super-Update auch noch völlig kostenfrei, da muss man sich doch nicht immer an Kleinigkeiten aufhängen.
Bei Apple geht doch technisch gerade die Post ab, worauf wir lange gewartet haben. Der erste eigene Chip im iPhone 8 ist auch eine Klasse für sich.

nur wenn die benoetigte Benutzersoftware mitspielt.

Ansonsten kann man fuer so ein Update doch einiges draufzahlen, da viele andere kostenplichtige Applikationen "upzugraden" sind.

Ich habe den Eindruck, dass viele Datei- aber auch Netzwerkzugriffe deutlich beschleunigt wurden. Bei meinem Mini-Server habe ich auch die USB-Festplatten umgestellt. Sehr auffällig hier, die Platten sind jetzt fast immer abgeschaltet, nur wenn Backups laufen aktivieren sie sich. Unter HFS+ waren die Platten fast immer aktiv, auch wenn keine User-Zugriffe stattfanden.

Wenn ich vergleiche wie viele Problem(-chen) ich mit den letzten Systemversionen (vor allem Sierra) am Anfang hatte, bin ich fast schockiert wie gut High-Sierra bis jetzt bei mir (4 Rechner) läuft.

Ich mich kommt ein so gravierendes Update, auch wenn ich machen könnte derzeit nicht in Frage.
Ich will mit meinem Macs Arbeiten und nicht Testen!

Ich habe es bisher schon so gehalten. Habe zB eine Woche bevor High Sierra rauskam, meinen Rechner mit Sierra erstmals installiert.
Natürlich wie bei mir üblich, als Totalinstallation.
Also Daten sichern, Festplatte löschen, System von einem Stick installieren. Alle Programme neu installieren.
Benutzeraccount samt Daten habe ich aber diesmal direkt übernommen.

Weiters arbeite ich nie mit Adminrechten!

... und sie leben doch!

... und sie leben doch!

Die Umstellung auf APFS ist grundsätzlich sehr wichtig, aber ein Dateisystem ist nun mal nicht mit einem normalen Systemfeature zu vergleichen. Dateisystem sollten gründlich und lange (auch wenn es manch einem nicht schnell genug gehen kann) getestet werden. Datenfehler, die sich erst später bemerkbar machen, können zu echten Problemen werden. Dass alles meist ohne Probleme heute über die Bühne geht führt dazu, dass wir uns der Komplexität nicht mehr bewusst sind.

Diese o.g. Probleme betrifft vielleicht nicht den einfachen Mac & iOS Anwender, User, die den Mac aber ernsthaft einsetzen und Daten produzieren, sehen das alles ein wenig anders. Die Krone hat Apple dem Ganzen aber mit dem Zwang zur Konvertierung auf APFS bei den Macs mit SSD aufgesetzt. Es gab ja nicht einmal eine Option dies bei HFS+ zu belassen, was keine technischen Grund hat und eine Gefahr für die Datensicherheit der Kunden darstellt.

Ich habe stets recht früh das jeweilig neue System installiert. Auch mit HS gab es keine Probleme.
Ich musste zwar (Mac Pro 2010) vor der eigentlichen Systeminstallation eine neue Firmware installieren. Es ergaben sich hierbei jedoch keinerlei Schwierigkeiten.
Im Grunde scheinen mir alle Programme zu laufen, die auch schon in Sierra funktionierten; Ausnahmen sind natürlich Serviceprogramme, die unmittelbar auf HFS+ aufsetzen, wie z. B. DiskWarrior etc.
Wenn man also in der Lage ist, auf eine externe HD ein komplettes Backup anzulegen, sehe ich keine Hinderungsgründe für eine frühzeitige Installation; der maximale Zeitverlust bei einem Scheitern ist doch übersichtlich!

... sondern kann auch bei bei einer Installation High Sierra mit HFS+ genauso eintreten.

Meine beiden Parallel-Installationen (APFS und HFS+) zeigen jedenfalls keine bemerkenswerten Unterschiede. Ist schon geschickt von Apple, beides zu bündeln (HS + APFS).