Abschied von Adobe (Lightroom) - Alternativen?

03. April 2018 20:16 Uhr - blurb

Tach auch!

In den letzten Wochen ist in mir eine Entscheidung gereift: Ich werde Adobe den Rücken kehren und KEIN Abo für Lightroom abschließen. Derzeit nutze ich noch Lightroom 6. Ich sehe es nicht ein, Miete für Software zu zahlen. Software, die mir nicht gehört, bei der ich ständig löhnen muss, um sie benutzen zu dürfen. Die Weiterentwicklung bei Lightroom war in den letzten Jahren sehr überschaubar. Es gab kaum Innovationen, Cloud interessiert mich nicht. Dafür jeden Monat Miete abdrücken (über 150€ pro Jahr)? Nein danke.

Das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen brachte das lange überfällige Performance-Update, das es natürlich nicht für das einst teuer gekaufte (und inzwischen träge) Lightroom 6 gibt, sondern nur für das Abo-Dingens. Ich bin nicht länger bereit, den Adobe-Zirkus mitzumachen.

Daher: Welche Alternativen (in etwa vergleichbarer Funktionsumfang) gibt es, die

a) als normale Kauf-Version erhältlich sind

b) den komfortablen Import von Lightroom-Mediatheken ermöglichen

c) bei denen einen regelmäßige Weiterentwicklung (Features, RAW Support) gewährleistet ist

d) tief mit macOS verzahnt sind

e) der Hersteller den User mit Cloud- und Abo-Kram verschont

??

Kamera (u. a.) Canon EOS 700D. Macs (u. a.) iMac 5K, MBP 2016. macOS High Sierra 10.13.4 Build 17E199.

Bedankt im Voraus!

Für eine professionelle und ernstgemeinte Bildberarbeitung bleibt eigentlich nur CaptureOne. Ist aber für LR Umsteiger gewöhnungsbedürftig.

Vielleicht noch Affinity Photo oder DxO Photolab.

Alles andere ist eher Spielerei.

Fotos ist inzwischen super. Gute Performance mit großen Datensätzen, Umfang und Qualität der eingebauten Werkzeuge und viele erweiterte Möglichkeiten mit der Einbindung externer Zusatzprogramme. Finde ich, aber manche mögen es halt nicht.

Hallo blurb --

schau dir mal die Produkte von PhaseOne an: 

  • MediaPro als Datenbank zur Verwaltung der Medien
  • CaptureOne als RAW-Entwickler und Bildaufhübscher

Von beiden gibt es Demos, Du kannst testen, ob MediaPro die Lightroom-Mediathek zufriedenstellen einlesen kann. MediaPro ist vom Funktionsumfang vielleicht etwas rückständig (z.B. keine Personenerkennung), Du kannst ja testen, ob das für deine Bedürfnisse ausreicht.

CaptureOne ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt einen eigenen Kanal auf Youtube mit guten Tutorials, auch deutschsprachig, die einem Konzept und Arbeitsweise nahe bringen.

Generell hat sich bei mir folgender Workflow bestens bewährt: Ein Programm mit Datenbank zur reinen Verwaltung der Bildbestände, und ein separates Programm für das Bearbeiten der Bilder. Wenn man auf eine eierlegende Wollmilchsau setzt und alles in einem Paket haben möchte, steht man u.U. im Regen. Das hat man bei Aperture gesehen, und das siehst Du jetzt bei Lightroom.

Fotos ist inzwischen super. Gute Performance mit großen Datensätzen, Umfang und Qualität der eingebauten Werkzeuge und viele erweiterte Möglichkeiten mit der Einbindung externer Zusatzprogramme. Finde ich, aber manche mögen es halt nicht.

Fotos-App kann de facto nicht mit Highend-Lösungen - um die es hier geht - wie CaptureOne oder PhotoLab mithalten. Da reden wir von abgestimmter Software für unzählige Kamera-/Objektiv-Kombinationen und weitläufiger Unterstützung von RAW-Formaten und Kamera-Spezialfunktionen, die Apple nicht bietet.

Fotos-App ist inzwischen ein legitimer Nachfolger von iPhoto, das kann man sicherlich sagen. Mehr aber auch nicht.

Es war nach Lightroom-Alternativen gefragt. Ich dachte eher an Fotos plus z.B. Luminar 2018. Profis, die von LR zu dieser Kombi gewechselt sind, haben sich durchaus zufrieden geäußert. Pro und Cons findet man im Netz, und es gibt auch eine freie Trial-Version, so kann jeder entscheiden, ob es für seinen Zweck oder Gusto taugt. 

Objektiv-Unterstützung ist in Luminar nicht vorhanden, daher für absoluten Profi-Bereich untauglich.

Die Liste der unterstützten Kameras ist sehr versteckt, neuere RAW-Formate werden nicht unterstützt.

Dafür 65 Euro ausgeben? Dann lieber auf die regelmäßigen Rabattaktionen für PhotoLab warten.

...wäre -wenigstens zum Teil - auch  ON1 Photo RAW 2018.1 .

Was mir da aber noch fehlt ist z.B. die Funktion stürzende senkrechte Linien wirklich senkrecht zu machen.

Ansonsten sind die Funktionen recht ordentlich. Noch habe ich es nicht und

benutze mein ;-) Lightroom 5 weiterhin. (30 Tage Try-Version gibt es)

Verwende zum Ordnen Digicam (Open Source - kostenlos) - echt spitze (kann alles, auch RAW und basic Bearbeiten)! Und zum Detail-Bearbeiten Adobe Elements 11 (die letzte Version ohne Pflicht-online-Freischaltung). Elements 11 sollte man auf E-Bay billig bekommen. Digicam kann man so einstellen, dass automatisch Elements (oder jede andere Software) zum Bearbeiten geöffnet wird.

Der RAW-Editor in PS Elements ist ziemlich rudimentär, die älteren Versionen kennen keine aktuellen Kameras und die neueren Versionen haben eine grauenvolle GUI bekommen.  Das Programm ist als billige Alternative zu Photoshop geeignet, wenn man auch Montagen und Retuschen machen möchte.

Die Foto-App von Apple ist eine einzige Krankheit im Vergleich zu GOOGLE zum Beispiel. Sie findet keine Duplikate, lässt sich nicht selbständig aktivieren PERSONEN zu suchen, bringt sämtliche Quellen, Daten und Zeiten durcheinander. Die Mediathek ist der Quatsch schlechthin.- Echte Bearbeitung geht gar nicht. DxO macht ganz guten Eindruck für Profis. Gab es kürzlich für lau mit Gutscheincode als vollwertige, lauffähige Version (natürlich ohne Updateberechtigung).-

 

Ist halt Geschmacksache. Photos hat einen intelligenten Workflow und Google ist eine händische Spielerei. Kann doch jeder nehmen, was ihm taugt. 

...warum nicht einfach erstmal die OpenSource-Programme darktable und RawTherapee probieren?

Auf einem meiner Käsereiben MacPros, wo High Sierra nicht mehr läuft habe ich einmal zum ausprobieren LinuxMint 18.3 und die oben genannten Programme installiert. Läuft phantastisch ! Bei den MP's geht das ja easy, Seitendeckel auf und eine andere SSD einschieben, Deckel zu. Den Mac-Alternativen Affinity Photo und CaptureOne kann nur zustimmen. Die CaptureOne Oberfläche kann ich mir genau so zusammenbauen und gestalten dass sie zu meinem Workflow passt. Einarbeiten muss man sich bei jeder Foto -SW.