Apple's (angebliches) Öko-Image ...

06. Mai 2018 08:43 Uhr - Gast (nicht überprüft)

Hat jemand Ahnung, ob die neuen 8er und 10er iPhones jetzt schon ohne Plastikeinsatz verpackt werden?

Habe hier zufällig ein Werbevideo eines nachhaltigen Verpackungsherstellers gefunden:

https://www.papacks.com/produkt/3d-wrap-verpackungen/

Frage mich schon lange, warum Apple hier nicht einen Schritt weiter geht ... Und was ist mit der leidlichen Akku-Verkleberei? Erst kürzlich musste ich bei meinem iPhone 6 den Akku wechseln. Ich lebe auf dem Land und habe keine Lust extra nach München zu fahren. Einschicken ist auch keine Lösung. Trotz grösster Vorsicht riss einer dieser "Powerstrips" mit denen Apple den Akku fixiert ... Das Ende vom Lied war, dass ich zusätzlich noch ein Flexkabel bestellen und einbauen musste, da der Akku nicht mehr leicht zu entfernen war und dieses beschädigt wurde. Eine anstrengende Fummelei, die auch hätte schief gehen können, da man eben nicht die Spezial-Reparaturhalterungen besitzt, die Apple zur Verfügung stehen.

Ich meine, es ist eine Frechheit, was sich Apple hier leistet und das angebliche Öko-Image ist einfach nur reines Marketinggewäsch - jedenfalls solange sich hier nichts ändert und die Geräte leicht reparierbar und damit länger nachhaltig nutzbar sind.

Und dass Apple Photovoltaik nutzt, ist zwar gut für die Umwelt - aber in erster Linie für Apple ein Einsparungspotential. Auf lange Sicht gesehen amortisiert sich die Investition. Der Eigenverbrauch von Strom ist nunmal ein Gewinngeschäft. Das zieht also für mich auch nicht.

Thema Speichererweiterung. Was bei der Konkurrenz (noch) möglich ist, wird bei Apple tunlichst vermieden ... Ist ja logisch, dass Geräte deren Speicher nicht erweiterbar sind, Neukäufe generiert.

Das Recycling von iPhones mit dem Apple derzeit prahlt, ist zwar längst fällig, aber auch wieder aus dem Gesichtspunkt zu sehen, dass bestimmte Rohstoffe nun mal selten sind und das Recycling sich mittlerweile lohnt ... Mir ist aber nicht bekannt, dass Apple bei der Rückgabe eines alten oder defekten iPhones ein paar Euro springen lassen würde ...

Alles bei Apple ist auf maximalen Gewinn ausgerichtet und "grün" ist nur das Feigenblättchen ...

Also, sie sollen es nicht nur machen, sondern sie müssen es auch noch aus den richtigen Motiven machen. Ich glaube der Natur ist letzteres so ziemlich egal.

Apple hat sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, nicht-modularen, nicht-nachhaltigen Consumer-Crap zu produzieren - Kehren aber ständig ihr angebliches Öko-Bewusstsein heraus, was unterm Licht betrachtet keines ist. Die Manager bei Apple und die Aktien-Inhaber sind die einzigen, die mit der Einstellung zufrieden sein können. Der einfache Käufer hat den Schaden. Apple ist weder grün noch Konsumenten-freundlich! Also nicht besser als der Rest der Branche.

Die Zukunft des Wirtschaftens wird Nachhaltigkeit zwingend beinhalten. Apple ist hier nicht Vorreiter, sondern schlechtes Beispiel.

Bin da der gleichen Meinung, wie opensource. Habe den Eindruck, man will nur in gutem Licht dastehen, verkauft sich als super-umweltbewusst, letztendlich geht es aber (mal wieder) nur ums Geld. Es wird Wegwerfware produziert, mit dem Argument, dass man ja so eine tolle Recyclingkette hätte, in der die Geräte fachgerecht in Rohstoffe zurückverwandelt werden. Aber wer gibt schon freiwillig sein altes Gerät im Apple Store ab, wenn er nur einen lachhaften Geldwert dafür bekommt?!? So landen Altgeräte letztendlich wieder im Müll. Allerdings find ich's schon mal gut, dass Apple die Gehäuse aus Alu fertigt, statt aus Plastik, wie die meisten anderen Hersteller. 

und kann euch beruhigen: die Verpackung ist komplett aus Pappe. Ich war nämlich sehr erstaunt, was alles mit Pappe verpackt werden kann und wie aufwendig die Verpackung gestaltet wurde.

Ich bin mir nur nicht mehr sicher, ob der Karton in einer dünnen Folie eingeschweißt war. Aber ich denke schon, denn es muss ja sichergestellt sein, dass das Gerät nicht schon einmal angemeldet war und du dann das vermeintlich neue iPhone nicht mehr registrieren und damit überhaupt in Betrieb nehmen kannst.

... aber erstmal auf Apple rumhacken, ohne zu wissen, ob es zutrifft!

Nichts gegen Öko oder Befürworter, aber Apple Profitgier vorzuwerfen und sein iphone selbst nicht zu rezyklen, wenn es keine Kohle gibt, klingt nicht ganz so überzeugend. Etwas früher zu verkaufen, wäre eine Idee, dann gibt es noch richtig Geld. Für Apple kann man für ca. 5 Jahre alte Macs, nicht iPhones, häufig noch ein Drittel des Einkaufspreises zurückholen. Das ist doch phantastisch. ImVgl. zu andern kann man dagegen jetzt nicht viel sagen - ohne dass ich Apple verteidigen will, ich würde es auch für einen PC einstecken, aber für diese Kisten ist nichts mehr drinn.

Jeder Vollpfosten weiss inzwischen dass Akkuwechsel ohne grosse Fummelei ein grosser Gewinn für die Umwelt ist.

Jeder Vollpfosten weiss das - nur Apple nicht.

Im Umweltsch(m)utz ist Apple kein Deut besser als z.B. Volkswagen - und das selbst gestrickte grüne Mäntelchen ist mehr als sehr sehr dünn!

aber wechseln musste ich den Akku in 10 Jahren noch kein einziges Mal. Und wenn es jeder selbst macht, werfen viele Leute den alten Akku einfach weg. Den Gewinn vermag ich bei besten Willen nicht zu erkennen, da helfen auch keine deftigen Worte.

Schön für Sie wenn der Akku ihres Handies 10 Jahre hielt!

Bei mir leider nicht und bei vielen vielen Anderen auch nicht.

Leute werfen den Akku weg? Woher wissen Sie das - ich denke vielmehr dass die meisten Menschen den Akku zurück geben.

Und auch das ist lösbar: Einfach im Laden auf den Austauschakku ein Pfand erheben und schon ist das Problem weitgehend gelöst.

Deftige Worte? Auf einen groben (Umwelt)Klotz gehört ein grober Keil!

Und: Eine Sauerei bleibt eine Sauerei bleibt eine Sauerei (frei nach Gertrude Stein).

Manche Dinge sind ganz einfach, aber Bedenkenträger wie Sie mäkeln an allem!

Es ist garantiert nicht besser für die Natur und Umwelt, das ganze Gerät anstatt nur den Akku zu entsorgen… Ich behaupte nicht, dass das Jeder macht, aber es wird ja geradezu von einem verlangt. Vielleicht hätten Sie den Akku ja in 10 Jahren einmal gewechselt, wäre es Ihnen auf einfache Art und Weise möglich gewesen? Wie auch immer, hauptsache Sie und Ich sind dennoch zufrieden mit unseren Produkten.

Übrigens passend zum Thema: In den USA gibt es derzeit recht viel Wind um Bemühungen, Apple, aber auch alle anderen Hersteller, gesetzlich dazu zu verpflichten, die Reparierbarkeit der Produkte einfacher zu gestalten oder überhaupt erst zu ermöglichen.

Nähere Informationen hierzu findet man auf https://repair.org/

Da Apple ja von dort kommt, hätte das vermutlich auch Gewicht für Deutsche und den Rest der Welt.

Reparatur statt zwanghafter Neukauf ist ökologisch betrachtet sinnvoll. Warren Buffet ist sowas vielleicht egal oder gar ein Dorn im Auge, aber ich finde ein Mix aus Innovation, Fortschritt, Profit und Umweltschutz wäre für Apple einen Versuch im Mobilmarkt wert. Da lauert noch richtig Potential.

 

Grüße

Ich habe gesagt, dass ich den Akku noch nie getauscht habe oder tauschen habe lassen. In der Tat habe ich ein iPhone, welches so lange hielt, meist verkaufe ich aber die Geräte nach einigen Jahren, je nach der Balance von Wiederverkaufswert, Innovationsvorteil, Neupreis. Ich beziehe mich mehr auf im Schnitt niedrige Jahresausgaben.
Ich habe auch in der neueren Zeit Leute gesehen, wie sie Batterien, Telephone, PCs wegwerfen. 
Ich erinnere mich noch, vor ein paar Jahren haben mir alle zum Diesel geraten, heute ist er verboten. 
Meine Bedenken: Im Jahr 2016 gingen allein ca. 750.000 Tonnen Plastikmüll von D nach China. Nun hat die Müllkippe der Welt dicht gemacht. Das Problem: nicht angelegte oder erschöpfte Kapazitäten für das Recycling in D. Wo wird das Zeug wohl enden?  Wenn ich es nach Deiner Methode entsorge, wie ich es natürlich mache, habe ich mein Umweltgewissen entlastet, bin mir aber nicht sicher, was dann weiter damit passiert. Ich habe so meine Bedenken, dass meine "gute" Tat evtl. wenig nutzt. Batterierecycling funktioniert meines Wissens nur bei Kobalt als ein Geschäftsmodel, das one Subventionen vom Materialwert leben könnte. Laut Wikipedia wurd im Jahre 2017 Lithium aus den Batterien erst gar nicht zurückgewonnen, da schwieriger Prozess und 5 mal teurer als die primäre Gewinnung. Es erfordert daher entsprechende Kapazitäten und einen Konsumentenaufschlag - nichts dagegen.  Nur so als Idee: Wenn der Staat nicht 70% an der Zapfsäule dazuverdienen würde -für die Rentenkasse oder was nicht alles-, wären alternative Energien konkurrenzfähig, nicht subventionsbedürftig.  Aber ich bin jetzt kein Abfallexperte - habe mir nur ein paar Gedanken gemacht.

Wann schreiben Sie über Dinge von denen Sie mindestens den Schimmer einer Ahnung haben?

Nachdem sie mich informierten daß Dieselautos verboten sind habe ich aufgehört zu lesen!

Sie sind kein Abfallexperte?

Stimmt - und nicht nur da.

"Seit die deutschen Verwaltungsrichter dem Dieselfahrverbot ihren Sanktus gegeben haben, sind die Schleusen geöffnet".
Ob, wie ,wann das alles umgesetzt wird, ist wie so oft eine andere Frage - ich wollte nur den Meinungsumschwung von einer Empfehlung zu einem Verbot ansprechen und dass die Empfehlung eventuell Schaden in der realen Welt angerichtet hat.  Wir reden aber aneinander vorbei; lassen wir es gut sein.