Einfache Textverarbeitung und Drucker für iPad?

30. März 2011 15:03 Uhr - Oliver

Hi,

ich suche eine möglichst einfache Textverarbeitung ohne Schnickschnack fürs iPad. Das Programm soll möglichst ohne verwirrende Extras, Warnhinweise, Menüoptionen, Autokorrekturen etc. funktionieren - es werden ausschließlich Briefe geschrieben, gespeichert und gedruckt.

Für letzteres suche ich auch einen preiswerten SW-Laserdrucker. Worauf muss ich da achten? DSL-Anschluss und Router sind zu Hause NICHT vorhanden und sollen auch nicht angeschafft werden. Über welche Schnittstelle funzt die Kommunikation zwischen iPad und Drucker?

Danke
Oli

Das mag jetzt Offtopic sein, aber kaufe dir lieber das kleinste MacBook Air (als refurbished nur 849 € im Apple Store) mit der Textverarbeitung Pages (oder kostenlos OpenOffice) und einen x-beliebigen günstigen Drucker. Dann hast du ein professionelles System mit fast unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten. Das kleine MacBook Air ist ebenfalls leicht und sehr handlich.

Das iPad ist für ernsthafte Office-Arbeiten nicht zu gebrauchen. Habs probiert, es geht nicht. Die On-Screen Tastatur ist für schnelles Tippen im Zehnfingersystem nicht wirklich optimal, zumal dann das iPad direkt auf dem Tisch liegen muss und es unergenomisch wird. Klar, man kann sich eine Bluetooth-Tastatur fürs iPad anschaffen - aber dann kann ich mir gleich ein Notebook kaufen!

Drucker und iPad: Vergiss es. Es gibt nur ganz ganz wenige Drucker, die vom iPad direkt angesteuert werden können. Und das auch nur via WLAN, das du ja nicht hast.

Am Mac kannst du jeden Drucker verwenden und einfach per USB anschließen.

Das iPad mag seine Berechtigung haben (Surfen, Mailen, Spielen auf dem Sofa, bestimmte gewerbliche Einsatzgebiete), aber für produktive Office-Tätigkeiten und die meisten professionellen Tätigkeiten ist es nicht geeignet.

Hi, danke für deinen Rat. Aber das Gerät soll für meine Mutter sein, die schon mit ihrem altersschwachen iMac überfordert ist. Aufgrund des Preises droht sie jetzt mit der Anschaffung eines Win-Notebooks - für das ich mangels Kenntnissen keinen Telefonsupport machen könnte.

Deshalb der Gedanke, ein iPad mit Tastaturdock anzuschaffen. Das Antippen von Icons auf dem Display dürfte sie besser hinkriegen als das zielsichere Schieben der Maus von Menü zu Menüpunkt. Außerdem bekäme ich ein iPad 16 G3 schon für 99 Euro mit einem günstigen (10 Euro pro Monat) "Nur-Surfen-Flatrate"-Vertrag.

Hm ... was mach ich´n jetz?

kein Internet und keine Probleme damit.
Wenn es nur ums Briefeschreiben geht wäre da nicht eine echte Schreibmaschine mit Papier oder ein tolles Set so richtig mit Briefpapier und Füller mit Tinte eine stilvolle und vor allem auch sinnvollere Alternative?
Die Empfänger würden sich sicherlich über echte handgeschriebene Post freuen.
Wie schon erwähnt schreibt es sich auf dem iPad nicht besonders komfortabel und die Einbindung eines Druckers ohne bestehende Infrastruktur scheint auch nicht so einfach vor allem wenn das ganze ferngewartet werden soll.
Ein älteres MacBook (nur Textverarbeitung!) welches zB ein eigenes WLAN zu einem WLAN-fähigen Drucker aufbauen kann wäre zwar eine Alternative aber im Vergleich auch "overkill".
Man könnte der Mama auch die Bedienung des iMacs erleichtern indem ihr Benutzer im Kindersicherungsmodus eingerichtet wird und somit Fehlbedienungen weitestgehend ausgeschlossen werden können.

Meine Mutter benutzt übrigens schon seit Jahren ein MacBook ( mit DSL, WLAN, Drucker, Scanner, Digitalkamera ) welches wir immer wieder updaten. Das hält sie fit und macht uns allen sehr viel Spass. Insofern verstehe ich Deine Motivation Ihr ein iPad unterzujubeln zumal wenn ich Dich richtig verstehe sie dann auch Internet nutzen könnte :-D
Ach ja fast hätt ich´s vergessen.
Schau mal hier für die Problemlösung des Druckens vom iPad

http://www.apple.com/de/ipad/features/airprint.html

Grüße an die Mama

wiki

Moin wiki,

danke für deine vielen Tipps. Also einen iMac G3 350 nutzt sie ja aktuell. Soweit geht das also, el. Schreibmaschine hat sie hinter sich und ist froh drum, die Briefe speichern und als Rohfassung für weitere Briefe nutzen zu können. Sie muss auch an Behörden schreiben, schreibt Leserbriefe an Zeitungen und an die 100 Briefe allein zu jedem Weihnachtsfest. Das wäre von Hand gar nicht mehr machbar.

Tja, warum Internet? Die Nachbarn sagen, sie muss rein, der Getränkehändler sagt, sie muss rein, die Schwägerin sagt ... Ich sag, lass es und genieß dein beneidenswertes Leben in den Bergen (Inntal), aber die Stimme der anderen ist wohl stärker. Außerdem will sie bei Auktionen von Antiquitäten online dabeisein.

Hm, ich denke auch, ein Macbook wird wohl die beste Lösung sein, danke für den Anstoß - und für die Grüße, sie wird sich freuen ;-)

Oli

hiho!

keine ahnung warum dir abgeraten wird, aber das umfeld ist klar und für deine mutter scheint so eine ipad kombi sicher nicht die schlechteste wahl. frag sie nur vorher bzw. teste irgendwie, ob sie mit dem kleinen bildschirm beim schreiben kein problem hat.

ansonsten kauf ihr das ipad mit diesem tastaturdock von apple und einen HP drucker, der airprint unterstützt (eigentlich fast alle aktuellen WLAN modelle von HP). das ipad kann dann mit dem drucker eine adhoc WLAN verbdingung aufbauen und du kannst drucken.

als schreibprogramm investiere die 7,99 EUR und nimm pages direkt von apple. damit bist du auf der sicheren seite und kompliziert zu bedienen ist das nicht und im zweifel kannst du ihr immer aushelfen, oder?

so long, finster.

Today was just a day fading into another ...

Ich möchte noch zu bedenken geben, dass es kein Problem ist, dass Macbook zu "entkomplizieren", indem man einen Account für Kinder einrichtet, der nur die wesentlichen Funktionen und Programme enthält. Das geht super und ist somit auch für Erwachsene geeignet, die mit dem Betriebssystem sonst überfordert wären.

1. Das iPad muss mindesten einmal an einem Rechner mit iTunes gewesen sein, damit es startet!
2. Drucken geht nur über WLAN, wenn man einen der HP-Drucker hat und an einem Mac zum Drucken freigegen ist. (Nicht alle HP-Drucker sind AirPrint-geeigent, mein neuer Office Jet 8000 leider nicht)
3. Zum Datenaustausch der Dokumente braucht sie einen Rechner mit iTunes 10.2 (für das aktuelle iPad2)! Sonst kann sie die Dokumente nicht ablegen. Oder die iDisk vom MoMe.

Das iPad ist als Ergänzung zum heimischen Mac gedacht, aber nie als alleiniger Ersatz!

Alles im Allen -> MacBook oder Mac mini oder iMac kaufen!

M@rtin

Außerdem wird iTunes benötigt, um ein Backup zu machen.

Ohne iTunes = kein Backup.

Bei einem schweren Systemcrash können alle Daten auf dem iPad weg sein. Wer kein iTunes-Backup gemacht hat, schaut in diesem Fall in die Röhre. Das sollte unbedingt bedacht werden.

Zum ernsthaften Tippen braucht es für das iPad eine echte Tastatur. Und die kostet 69 Euro bei Apple, nicht gerade günstig also. Und damit nicht genug: Zum vertikalen Aufstellen des iPads (was für die Benutzung der Tastatur obligatorisch ist), braucht es zusätzlich einen Ständer. Wieder ca. 30 Euro weg...

Ich bleibe bei meiner Empfehlung: MacBook Air 11 Zoll oder MacBook 13 Zoll im Refurbished Apple Store! Kostet nur 849 €.

http://store.apple.com/de/browse/home/specialdeals/mac

Den Mac so einrichten wie von Amaros beschrieben und einen günstigen Laserdrucker für 70 Euro anschaffen. Fertig! Und wenn einmal komplexere Dinge erledigt werden müssen, wirst du, Oliver, froh sein, einen Mac angeschafft zu haben.

Erst mal will ich hier mal ein paar technische Details klarstellen:

1. Drucken vom iPad aus ist durchaus OHNE Mac möglich. Ich verwende z.B. einen Multifunktionsdrucker von Brother für 200 Euro. Der hängt am Router und lässt sich über die kostenlose iPrint&Scan App von Brother auf dem iPad ansteuern. Ich kann Bilder und mehrseitige PDFs direkt darauf ausdrucken, ohne dass ein Mac an ist. Es sollte von anderen Herstellern ähnliche Apps geben, denn Brother ist nicht gerade 'n Highlight.

2. Es gibt von Apple ein Tastatur-Dock für das iPad für 69 Euro. Alternativ geht auch jede Bluetooth-Tastatur. Letzterer fehlen aber diese speziellen iOS-Tasten des Tastatur-Docks. In meinen Augen eine sinnvolle Investition.

3. Ein Router kann natürlich auch ohne DSL eingesetzt werden. Ich denke, ein Billig-Gerät tut es. Leider ist er i.d.R. für den Druck vom iPad aus nötig, da der Drucker sonst nicht gefunden wird. Es kann aber sein, dass es über die sogen. PictBridge-Schnittstelle diverser Drucker auch schon geht. Sie ist eigentlich dafür gedacht, Bilder von einer (neueren) Kamera aus per WLAN direkt auf den Drucker zu schicken. Wenn es eine App gibt, die das unterstützt, wäre das eine Lösung. Hierzu weiß ich aber, ehrlich gesagt, zu wenig.

Ich habe im Bekanntenkreis exakt den selben Fall: zwei ältere Herrschaften, technisch nicht allzu fit, die nur surfen und schreiben wollen. Ein iPad1 mit Pages App und Tastatur-Dock tun hier gute Dienste. Ich hatte ihnen vorher aber auch geraten, so ein iPad erst mal auszuprobieren. Es ist wirklich Geschmackssache, ob einer damit besser zurecht kommt oder mit einem MacBook etc. Im Falle des MacBook kann ich nur obiges Posting unterstützen - OS X bietet gute Möglichkeiten, die Bedienung stark zu vereinfachen.

[quote=Oliver]... das Gerät soll für meine Mutter sein, die schon mit ihrem altersschwachen iMac überfordert ist.[/quote]Mal eine andere Frage, hat die gute Frau noch so gute Augen, das sie mit einem iPad oder MacbookAir vernünftig arbeiten könnte? Ich würde einfach zu einem neuerem iMac raten ...

Gruß Uli

Bereits am 29.11.2010 (MACGADGET von Susanne Lehmann) wurde eine gute Lösung für fast alle Drucker vorgestellt.
Drucken ist kein Problem für das iPAD!
Gruß Jürgen

Wenn es etwas mehr kosten darf, würde ich dir Docs2Go empfehlen. DAmit kannst Du gleich Word und Excel - DAteien erstellen. Alternativ würden sich natürlich auch die iWork Produkte anbieten.

Was genau ist denn preiswert? Ich würde Dir mal den Vergleich von mehreren Onlineshops empfehlen. Ich habe meinen Drucker bei redcoon gekauft. War vom Preis her recht ordentlich:
http://www.redcoon.de/c02070000-Drucken-Scannen

Kauf dir ein Laptop mit vernünftiger Software und nicht so einen kiddy kram für Leute die es nötig haben einen Hipe zu erleben.
Es gibt genügend Probleme die mit einem iPad auftauchen, dass musst du ihr nicht antun....die Kommunikation und der Datenaustausch läuft nicht immer so reibungslos, wie die Werbung es verspricht.