Feedback an Apple. Lohnt das überhaupt?

12. Juli 2021 18:46 Uhr - Klausi

Hallo,

schon seit längerer Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, Feedback an Apple zu geben (durchaus auch ausführlich formuliert). Wegen ewig bestehender Bugs in den Tiefen von Systemen und Apps, wegen Verbesserungsvorschlägen oder allgemeiner Ideen.

Lohnt das?

Wird solches Feedback überhaupt gelesen und ernst genommen?

Oder ist es Zeitverschwendung, weil "die in Cupertino" eh machen, was sie wollen?

Wer hat schon mal Feedback an Apple geschickt und hat Erfahrungen?

LG

wie die Erfahrung zeigt wird es gelesen und auch umgesetzt. Es wurden auch Entscheidungen zurückgenommen. "Verbesserung" ist natürlich ein relativer Begriff. z.B. neuer Safari, ist er nun Fortschritt ode Rückschritt? Wahrscheinlich ziemlich egal, macht keine wirklichen Unterschied für mich.  Wenn viele Anwender das eine oder andere wirklich bevorzugen, wurde es oft ermöglicht. 

Ich habe konkret noch nichts an Apple geschickt, aber Feedback an andere Firmen gesendet: Wird alles gelesen. Mein Tip: Packe nicht alle Infos, Vorschläge und Fehlermeldungen in eine Mail, sondern sende jedes Thema einzeln. Das ist dann mit dem abarbeiten, sichten, dokumentieren für den Empfänger einfacher. Und wenn's einfach ist, steigen die Chancen, dass auch wirklich alles wahrgenommen wird.

Schreibe keine Romane, sondern mach es kurz und knackig. Oder wenn es ausführlicher sein muss: Schreibe eine kurze "Inhaltsangabe" deiner Rückmeldung an den Anfang und verweise auf die Details weiter unten.

Hatte früher öfters mal Bugs gemeldet. Als nach Jahren immer noch nix passiert war, hab ich das einfach sein lassen. Hab allerdings eher den Eindruck, dass es Apple an Manneskraft fehlt, um die Software vernünftig zu pflegen. Im App Store hatte ich allerdings vor einem halben Jahr mal Schadsoftware kurz & knacking gemeldet und diese ist nach ca. drei Wochen tatsächlich verschwunden. Die Tipps von Humpa find ich gut.

Es wäre so schön, wenn Apple mal in irgendeiner Weise eine Reaktion auf Kunden-Feedback zeigen würde. Und wenn's nur ein persönliches "Danke, wir kümmern uns drum." ist. Man redet mit einer überteuerten Wand.

Wenn Apple NICHT zuhören würde, dann hätte es kein iPhone SE und kein iPhone mini gegeben und dann würden weder Macsafe, noch HDMI oder SD-Card-Reader ins Macbook Pro zurückkehren (Letzteres muss sich natürlich noch als wahr herausstellen). Dafür wären uns die defektanfällige Butterfly-Tastatur und die von vielen ungeliebte Touchbar erhalten geblieben.

Es lohnt sich also sicher, Wünsche an Apple zu senden. Bei 800 Mio Apple-Usern darf man aber nicht erwarten, dass jeder individuelle Wunsch berücksichtigt werden kann 😉

Eure Erfahrungen und die jüngsten Entwicklungen bei Safari sind sehr erfreulich. Dann nehme ich mir das für die nächste Zeit vor. Es geht mir vor allem um lange existierenden Bugs, z. B. die manchmal ausbleibende Aktualisierung von Objektinformationen von Dateien auf dem Schreibtisch, die pop3 Problematik in Mail oder die Unfähigkeit von Safari, bestimmte Inhalte darzustellen. Man gewöhnt sich zwar dran (und entwickelt Ausweichstrategien), aber ärgert sich trotzdem, dass bestimmte Sachen von Apple nicht gefixt werden.