Festplatten-Modus

12. März 2019 10:41 Uhr - derpianist

Aus aktuellem Anlass: gestern reparierte ich einen iMac und musste ihn dazu per Festplatten-Modus an mein MacBook anschließen. Das funktioniert tadellos. So tadellos und primitiv simpel, dass ich mich frage, wo hier die Datensicherheit bleibt. Ohne Passwort, ohne sonstige Einschränkung konnte ich sämtliche Daten des iMacs einsehen, kopieren, bzw löschen. Gibt es da keine Möglichkeit, den Target-Mode mit einem Passwort zu versehen? 

… ist dazu da. Ansonsten soll der Target Mode ja für Datenrettungen dienen. Filevault und Firmware-Passwort schützen den Mac vor Manipulation mit anderen Boot-Medien. Zusätzlich kann man auf Macs mit T2-Chip dann auch noch weitere Einschränkungen vornehmen.

Ohne Verschlüsselung sind die Daten eben ohne Einschränkung einsehbar, wenn das Laufwerk extern angeschlossen wird oder der Zugriff per Target Modus erfolgt.

Daher: Verschlüsselung immer anschalten!

bis ich an deine Daten komme, muss ich mit einem weiteren Mac an deinen Mac, oder diesen mitnehmen. Beides fällt auf. Kann ich auf meinen Rechner nicht immer aufpassen und kommen Fremde an ihn, muss ich halt FileVault einsetzen. Ich habe schon mehrfach Daten gerettet, wo der Rechner nicht mehr hochfuhr und der Besitzer das Rechnerpasswort nicht kannte: Rechnerpasswort!?!? Aber noch nie erlebt, dass jemandem auf diese Weise Daten geklaut wurden.

Für mich ist das auch überhaupt kein Problem. Ich habe auch schon vielen MacUsern geholfen, ihren Mac wieder auf Vordermann zu bringen und dabei die Targetfunktion sehr geschätzt. Mich wundert es bloß, dass in einer Zeit der Datenhysterie und der peniblen und teilweise übertriebenen Datensicherheit es einem so leicht gemacht wird, an Daten ranzukommen. So abwegig ist es gar nicht, mithilfe eines Macbooks an einen fremden Rechner zu kommen, z.B. auf einem Messestand, die Gelegenheiten sind nahezu unerschöpflich und nicht steuerbar.