Mac Systempflege - was tut ihr dafür?

06. Aug. 2021 22:13 Uhr - Ferdinand

Moin!

Kurz in die Runde gefragt: Was macht ihr bezüglich Mac Systempflege?

Ich mache aktuell - wie empfohlen - wöchentlich einen System-Neustart.

Gibt es vielleicht noch den einen oder anderen hilfreichen Kniff?

Danke!

gelegentlicher Neustart. Neustart hat ja einen Test -und Reparaturmechanismus eingebaut.

Neustart bei kleinen Problemen und nachlassender Leistung (Cache leeren)

System aktuell halten. Kein Update-Zyklus, sondern möglichst viele (tägliche) Einzelupdates. Nur so erkenne ich, was wann zu Problemen führte.

Inkompatible oder leistungsschwache Programme entfernen und ersetzen

Kleine Anpassungen im Code selbst durch führen. z.b. Java ist eine Baustelle, wo ältere Programme Hilfestellungen brauchen.

Störfaktoren zuordnen, z.B. in Aktivität nach dem CPU-Last schauen

keine Antivernsoftware nutzen (bringt nichts und stört nur)

Peripherie sauber halten (u.a. hochwertige Verkabelung, gute USB-Geräte, Routerwahl)

Keine Drittsoftware für "Antiviren" oder "Optimieren" - das habe ich hier schon früh gelernt.

Wie kann ich die Caches löschen?

CPU-Last beobachten - da ist auch eine gute Idee. Mache ich!

kann gelegentlich auch sinnvoll sein. Da wird nochmal alles gründlicher durchgecheckt als beim normalen Start. Nur nicht wundern, wenn manche Programme hinterher zicken. Einfach erneut und diesmal ganz normal starten, und alle Erweiterungen werden wieder geladen, dann funktionieren auch alle Programme und angeschlossene Hardware wieder.

https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/mh21245/mac

Was rhmac schreibt, ist in der Form nicht richtig.

Der normale Neustart hat keine Test- oder Reparaturmechanismen. Auch werden bei einem normalen Neustart keine Caches gelöscht.

rhmac verwechselt das mit

Shift-Boot

Das ist der sichere Modus.

Edit: Maculi war einige Sekunden schneller als ich. 😊

😜  

Shift-boot klappt nur bei Intel-Macs, bei Apple Silicon gehts anders (siehe Link in meinem erstem Kommentar).

Vielleicht noch als Ergänzung: 

Der gesicherte Modus verhindert, dass dein Mac beim Start bestimmte Software lädt, einschließlich Anmeldeobjekte, Systemerweiterungen, die von macOS nicht benötigt werden, und Schriftarten, die nicht von macOS installiert wurden. Er führt auch eine grundlegende Überprüfung deines Startvolumes durch, ähnlich wie beim Verwenden der Funktion "Erste Hilfe" im Festplattendienstprogramm. Außerdem werden einige Systemcaches gelöscht, einschließlich Schriftarten-Caches und Kernel-Cache, die bei Bedarf automatisch neu erstellt werden.

Von: https://support.apple.com/de-de/HT201262 

Der Neustart löscht doch zumindest das RAM-Cache oder anders gesagt setzt Memory frei, oder verstehe ich da etwas falsch. Bei Bedarf / Problemen wird  auch etwas überprüft und automatisch repariert, jedenfalls hilft es oft schon alleine als erste Maßnahme. 

Die Aktivitätsanzeige gibt Informationen über den verwendeten RAM der geöffneten Programme. Oft reicht es, ein dort identifiziertes Speicherintensives Programm zu beenden, um sofort mehr RAM zur Verfügung zu haben.

Der Mac verwaltet seinen Speicher aber selbst intelligent. Wenn man da einmal zuschaut und ausprobiert, erkennt man, dass Neustarts für diesen Zweck unnötig sind. Was nicht mehr im Speicher ist, muss erneut geladen werden und belegt hinterher dieselben Ressourcen. Und hat man eine SSD, ist man mit dem fast RAM-schnellen Tempo des Swap klar im Vorteil, insbesondere bei der Verwendung von Grafikprogrammen.

Für die gelegentliche Festplattenpflege verwende ich Cleaner One Lite aus dem AppStore, für die gelegentliche Suche nach Schadsoftware reicht die kostenlose Version von Malwarebytes aus. Apple stellt aber auch selbst regelmäßig und unbemerkt im Hintergrund Updates der bordeigenen Virenimpfung zur Verfügung.

Ansonsten: Augen auf beim Softwarekauf. Und nicht unnötig an den Innereien rumbasteln. Dann hat man auch weniger oder gar keine Probleme bei den Betriebssystemupdates. Ich bin unter anderem auch deshalb auf Mac gewechselt, weil ich die leidigen Windows-Probleme nicht mehr haben wollte. Hat funktioniert. 

Fazit: man muss nicht Automechaniker sein, um ein Auto fahren zu können.

@Uli: Hast Du es unter Big Sur denn hinbekommen, im Login dieses bockhässliche Hintergrundbild zu ersetzen?

Nein, habe noch nicht versucht. Big Sur kommt bei  mir später dran. Hast Du Onnyx für Big Sur schon angesehen?

Ja, hab's ausprobiert. Dieser Hintergrund war das Erste, was ich ändern wollte. Aber es geht nur, wenn Filevault deaktiviert ist. Und der Preis ist mir zu hoch. Ansonsten ist an Onyx selbst mal wieder nichts auszusetzen. Funktioniert gut. Man muss halt wissen, was man tut.

Um dem eigentlichen Thema auch etwas beizusteuern: Den Rechner nicht auszuschalten, wenn man ihn nicht braucht, ist für mich ein No-Go. Vor allem der Umwelt zuliebe, zum anderen eben der Systempflege zuliebe. Man lässt ja das Auto auch nicht in der Garage weiterlaufen. Gelegentlich mache ich einen abgesicherten Start, um Caches zu ordnen oder einen SMC-/PRAM-Reset, um Hardware wieder rund laufen zu lassen. Ich beende auch stets Programme, wenn ich sie nicht mehr brauche. Manche erzeugen im Hintergrund immer mehr "Datenmüll", den das System hin und her schaufeln muss. Gerade ältere Software kümmert sich teils nicht um ordentliche "Garbage Collection", was nicht mehr benötigten Platz wieder freigibt.

sollte man seinen Rechner anlassen und nur gelegentlich neu starten. Ich hatte mal eine Stromverbrauchsmesser dazwischen geschaltet und gemessen, weil mich diese Frage interessiert hat. Mein Ergebnis mit einem ein paar Jahre altem Intel iMac ergab, dass während des Startvorgangs der Energieverbrauch dermaßen gesteigert ist, dass es die nächsten 24 bis 48 Std. Dauerbetrieb deutlich übersteigt. Ergo lasse ich meinen Rechner an. (Bei alten Rechnern mag es noch anders aussehen.)

So viele Beiträge - super. 💪

Da werde ich mich die Tage in Ruhe einlesen und die verschiedenen Links besuchen.

Sehr hilfreich - hoffentlich auch für andere!!

Ich bekomme immer mal wieder Anfragen bezgl. der o.g. Software. Ich hab das noch nicht eingesetzt, weil auch recht teuer in der Vollversion und für die Basics nehm ich TinkerTool oder Onyx.

Nach meiner Erfahrung sollte man von "MacKeeper", "Clean My Mac" oder anderen "Mac Cleanern" die Finger lassen. Das ist zum Teil dubiose Software, die Dinge verspricht, die nicht gehalten werden können. Dafür kostet es Geld. Und schaufelt evtl. noch Mist auf die Platte. Keines dieser Programme kann die Performance verbessern, weil das systemisch in macOS gar nicht geht.

Das, was an Pflege gemacht werden kann, geht wunderbar mit Onyx. Als Uninstaller einfach das kostenfreie AppCleaner nehmen. Software Check macht Latest (und der Rest der Mac App Store).

Das ist exakt so, wie ich arbeite und so empfehle ich es auch. Danke fürs Feedack. PS: ich habe auch seit Jahren schon TinkerTool System im Einsatz. Marcel Bresink macht einen tollen Job mit seiner Software. Sehr zu empfehlen, wenn man etwas tiefer einsteigen muss. Die kleiner Version ist kostenlos. https://www.bresink.com/osx/TinkerTool-de.html

Onyx + Knock Knock + AppCleaner + wöchentlicher Neustart.

Guter Thread!