Mac mini: Nochmal Intel oder lieber M1?

28. Jan. 2021 13:30 Uhr - Pete

Moin!

Der Kauf des nächsten Mac mini steht an. Dabei beschäftigt mich die Frage:

Nochmal Intel oder doch lieber gleich das Modell mit M1?

Wie würdet ihr aktuell entscheiden?

Hallo.

Wenn du nicht Windows oder eine ganz spezielle Software brauchst, die nicht mit Rosetta 2 läuft, spricht aus meiner Sicht rein gar nix für den Intel-Mac Mini. Außer, dass er noch 4 x Thunderbolt hat statt zwei und Spacegrey schicker ist ... ;-)

Gruß Wolfgang

zumindest solange du nicht dazu sagst, wofür du den Mini verwenden willst. RAM, Monitore, Anschlüsse, 10 GB-Ethernet, Unterschiede existieren viele zwischen den beiden. Der M1 ist zwar deutlich leistungsfähiger (bei der CPU und der GPU), aber  wenn eine der Einschränkungen ein ko-Kriterium darstellt, dann muss es leider noch mal einer mit intel-inside werden.

 

Gruß

Uli

Aber einen riesigen Programm-Ordner mit Plug-ins und vielen kleineren Tools und auch älteren Spielen.

Aktuell habe ich einen Mac mini von 2014. Der ist mir zu langsam.

Ich finde Apple Silicon wirklich gut und auch mutig & klug von Apple, von Intel weg zu gehen.

Allerdings möchte ich mich nur ungern von dem einen oder anderen Programm trennen, jedenfalls noch nicht.

Wie sind denn so die Erfahrungen mit Rosetta 2?

Mit Rosetta 1 hatte ich ehrlich gesagt damals gemischte Erfahrungen gemacht (langsam, nicht alles funktionierte). Das wirkt irgendwie noch nach.

Es sind 8GB RAM, ein 27" Monitor und verschiedene USB Geräte: Drucker, Scanner, externe SSD zum Booten usw..

Thunderbolt Geräte habe ich nicht.

Ich sehe gerade, dass es den kleinen günstigen Intel Mac mini gar nicht mehr bei Apple gibt. Nur noch ein teures Modell.

Hmm, ich dachte, der Intel Mac mini wäre mit allen Modellen weiter im Programm. Das hatte ich so nicht erwartet bzw. bedacht.

😃 und bin seit 1 Woche stolzer Mac mini M1 Besitzer. Alle Programme die ich am laufen hatte, laufen jetzt auch. Nur schneller. Windows 10 läuft auch schon gut mit Parallels Desktop M1 Testversion. Als erstes Beispiel konnte ich Adobe Audition 3 einfach installieren und es läuft auch.

Ich hatte ein Problem mit dem Ruhezustand. Das Apple Display blieb nach dem Aufwecken aus dem Ruhezustand dunkel. Lag aber am billigen USC-C auf DVI Adapter. Mit dem teuren Apple Adapter läuft es bestens. Ich habe es keine Sekunde bereut, diesen Mac Mini M1 gekauft zu haben. 

Übrigens, auch alle meine Musikprogramme wie Pro Tools 2020.12, das kostenlose Pro Tools First 2020.9 sowie Wavelab Elements 10 und Cubase 10.5 Elements laufen. Nur Steven Slate Plugins laufen nicht. Alle anderen - selbst das alte RX 6 Standard von Izotope - es läuft  :-)

Auch wenn es nicht mehr aktualisiert wird: Office 2016 for Mac läuft ebenfalls. 
Fazit:  Ich kann den Mac Mini M1 nur loben. Übrigens liegt der Preis für einen vergleichbaren Mac Mini mit Intel Prozessor noch um einige 100 Euro höher. Laut Geekbench 5 gibt es im Moment keinen schnelleren Mac im Singlescore Modus und im Multicore liegt er im Bereich von Mac Pro 2019 - zu einem 6. des  Preises.

Beste Grüße

 

 

 

Dir vielen lieben Dank für deine geschilderten Erfahrungen.

Darf ich fragen, ob wirklich alles an Bestandssoftware läuft? Oder gibt es vielleicht Ausnahmen?

Ich habe auch gehört, dass einige ältere Scanner und Drucker nicht mehr laufen. Wobei das der Punkt ist, der mich am wenigsten nachdenklich stimmt - ich wollte ohnehin längst einen 3-in-1 mit WLAN haben.

die nicht laufen, liegt zu 99 % an Treibern, die manche Hersteller einfach nicht mehr weiterentwickeln. Wenn der Drucker auf dem alten Mac mit Big Sur läuft, dann läuft er auch auf dem M1 Mac Mini :-) Hier einfach mal bei den entsprechenden Herstellern nachschauen ob Big Sur (Mac OS 11) unterstützt wird.

Ich habe gerade nachgesehen, ich habe 128 installierte Programme, von denen ich etliche so "mitschleppe" für alte Songprojekte etc. sowie wie auch viele Plugins die ich nur selten benötige. Es gibt kein einziges Programm welches nicht läuft. Beim ersten Start hat  es etwas länger gedauert. Dann wird das Programm wenn ich es richtig verstanden habe , durch Rosetta 2 in eine Universal App umgewandelt. Danach läuft es mindestens so gut wie vorher. Übrigens habe ich meinen Mac Mini M1 mit 16 GB Ram und 512 GB SSD letzte Woche Montag um 12 Uhr Mittags bestellt und am Mittwoch Morgen wurde er geliefert. Nicht bei Apple - die konnten den nicht liefern :-) 

Am längsten hat das Abwägen gedauert ob ich wirklich 250 Euro für 8 GB zusätzlichen Ram und nochmal 250 Euro für 256 GB zusätzlichen SSD Speicher ausgeben soll. Aber es gibt halt leider keine Möglichkeit in 2 Jahren einfach mal den Speicher aufzurüsten oder eine größere Platte einzubauen. Also hab ich halt die "Apple Tax" bezahlt. Ein vergleichbarer Mac  Mini mit Intel i7 Prozessor und 16  GB Ram sowie 512 GB Ssd kostet nochmal 500 Euro mehr und hat lange nicht die Power.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass Mac Mini die wertstabilsten Macs sind, Gebrauchte 2012 i7 mit 16 GB Ram und 1 TB Platte gingen bis vor kurzem zu 75 - 80 % und mehr des Neupreises weg. Bei MacBooks sieht das ganz anders aus.

Insofern ist das gut angelegtes Geld und bei der Performance dürfte für die nächsten paar Jahre bei mir auch erst mal Ruhe sein. 

Beste Grüße

Das ist eine Investition in die Zukunft - du wirst es nicht bereuen.

Das Verhältnis Preis/Leistung ist angesichts der enormen Power bei CPU/GPU schlichtweg atemberaubend.

Einfach mal die Geekbench-Werte studieren und vergleichen.

Ich werde mir demnächst einen neuen MacMini anschaffen und zweigleisig fahren. Rosetta möchte ich auf dem neuen MacMini nicht einsetzten, sondern nur Software, die nativ darauf läuft, wie z.B. FinalCut. In der Übergangsphase, bis die restliche Software angepasst ist benutze ich weiterhin meinen "alten" iMac (2018), wohlwissend, dass die Kiste irgendwann nichts mehr wert ist. Ist mir aber egal für das Plus an Performance, die mehr die neuen Rechner verschaffen. Sollte ich wider Erwarten viel Geduld aufbringen, werde ich noch bis zum release des neuen iMac warten. Man mag sich gar nicht ausdenken, mit welcher Rechenleistung diese Maschinen kommen werden.

Ich wollte eigentlich auch nur "echte" ARM-Software auf dem Mini einsetzen. Hatte auch Angst, dass alles mögliche nicht läuft. Im Endeffekt habe ich dann einmal das Fenster zur Installation der Rosetta-Umgebung gesehen und danach diese Übersetzung beinahe komplett vergessen. Egal, was ich installiert habe, das meiste hat funktioniert - oder hat mit Big Sur generell noch Probleme. Nicht alles dieser übersetzten Software lief superschnell, aber keinesfalls langsam. Kein Vergleich zur damaligen Umstellung von PowerPC auf Intel. Wichtiger ist eher die Big Sur Kompatibilität - wenn die Software da Grafikfehler hat oder sowas, dann hat sie das auch auf dem M1.

Generell habe ich jede Menge auch alte Software und war skeptisch, was bspw. Wineskin angeht. Da startet man ja dann ein Windows-Programm unter Wine32, bringt es mit Wine32on64 und dann mit Rosetta2 auf ARM. Da war ich sehr skeptisch, aber das Ding rockt auch da und es funktioniert sehr gut. Hätte ich nicht erwartet, obwohl ja schon überall zu lesen war, dass auch Crossover gut funktioniert. Was ich noch nicht hinbekommen habe, ist sowas wie Boxer zum Laufen zu kriegen. Ich habe das für ein paar alte Spiele aus dem DOS-Zeitalter genutzt. Aber alle diese Experimente sind eher auch Randgebiete, ich spiele eh kaum auf dem Mac. Ist mehr so, dass ich mich schwer von den alten Dingen trennen kann. ;-)

Blöd ist nur, wenn du spezielle Hardware nutzt, für die es noch keine Treiber aktuell gibt. Bspw. eine Dante-Soundkarte oder Motus AVB-Soundsystem. Oder irgendwelche Multiport-MIDI-Interfaces, für die es noch keine Treiber gibt. Da sollte aber ein Blick auf die Seite der Hersteller helfen.

Sofern du keine exotische Software nutzt, die vom Entwickler kaum gepflegt wird, heißt die Antwort ganz klar M1. Die Performance, der leise Betrieb und der niedrige Stromverbrauch geben hier den Ausschlag.

Bezüglich der Treiber gebe ich meinem Vorredner recht: Hier sollte im Einzelfall immer beim Hersteller nachgefragt werden.

Außerdem gibt es eh nur noch eine einzige Intel-Variante beim Mac mini. Und die ist überteuert.

Was dem Mac mini M1 noch fehlt, sind mehr als 16 GB RAM, Gigabit-Ethernet und mehr als 2x Thunderbolt. Es wird aber nur eine Frage der Zeit sein, bis hier eine weitere Variante kommt, die das beherrscht (bzw. die Nachfolge-Generation mit M2). Da der RAM aber sehr, sehr schnell ist, sind mit 16 GB/M1 wesentlich mehr möglich als mit 16 GB/Intel.

Wer mit der Adobe Creative Cloud arbeitet, so wie ich, kann es sich erstmal abschminken auf einen Mac mit M1 Prozessor. Soweit ich weiß, gibt es erstmal ein Beta, bei der Photoshop nativ läuft.

Privat würde ich es schon wagen, beruflich als Admin nicht, da wir darauf angewiesen sind das alle Rechner, auch die älteren eben mit jeder Software kompatibel sind, sprich die Adobe Cloud (ältere Versionen), Projektsoftware, Fontmanager, Office etc.