MacBook Pro 16 Zoll: Frage zur Leistung

05. Dez. 2019 11:39 Uhr - MarKa

Hallo zusammen.

Habe eine grundsätzliche Frage zur Hardware des neuen MacBook Pro 16":

Was bringt mehr Leistung:

2,4 GHz 8‑Core Intel Core i9 Prozessor der 9. Generation (Turbo Boost bis zu 5,0 GHz) statt 2,3 GHZ etc.

oder

64 GB RAM statt 32 GB RAM ?

Wer kennt sich da aus?

Es gibt Programme, die vom grösseren RAM profitieren, anderen hilft ein höherer Prozessortakt. Und dann gibt es noch die Programme, die nur auf einem Kern arbeiten, die ignorieren die restlichen 7 oder 5 Kerne. Bei denen kommt dann der Turbo zur Geltung.

… ist das vielleicht noch eine Hilfe:

barefeats Vergleiche für CPU und GPU…

https://barefeats.com/16-inch-macbook-pro-shootout.html

https://barefeats.com/16-inch-macbook-pro-adobe.html

https://barefeats.com/16-inch-macbook-pro-versus-older-gpus.html

Grundsätzlich sollte man wissen *wofür* man Leistung benötigt. Je nach Anwender/Anwendung kann auch der Aufpreis für eine schnellere CPU schon überflüssig sein, denn oftmals ist ein relativ kleiner Sprung in Bezug auf die Prozessor-Taktung eher von theoretischem statt praktischem Nutzen.

Dann entere ich mal den Fred: Was würdet ihr denn für hobbymäßige elektronische Bildverarbeitung mit Lightroom, Photoshop, Luminar etc. empfehlen?

Benchmark-mäßig liegen zB die 13" Macbook Pro Modelle i5 Quadcore 1,4GHz, i7 Quadcore 1,7GHz, i5 Quadcore 2,4GHz, i7 Quadcore 2,8GHz fast gleichauf, die Leistung unterscheidet sich um nicht mehr als 10% vom billigsten zum teuersten. Oder braucht man unter dem 6-Core i7 im 16"-Gerät gar nicht anzufangen? 16 MB Ram hatte ich eingeplant, die Frage ist, ob 32 wirklich deutlich mehr bringen? Mir geht es dabei nicht um einen Speedzuwachs von 10%, dafür zahle ich keinen Aufpreis, ab 30-50% mehr Speed wäre es mir einen Aufpreis wert.

erstmal @MarKa:

War ca. 2 h zu spät, aber es paßt trotzdem ! Dankeschön für die Tipps.

Dachte schon, dass es zu spät ist, aber schön, dass es (vielleicht) trotzdem ein wenig was gebracht hat.

@Oliver:

Für die Bildverarbeitung würde ich eher weniger Kerne, dafür aber mit höherer Taktfrequenz bevorzugen. Auch einem i7/i9 würde ich den Vorzug geben, da diese CPU im Gegensatz zu i5/i3 über die Hyperthreading-Technologie verfügen, die unter Last zumindest ca. 10% Mehrleistung abruft.

Ich kann nicht sagen, in wie weit Adobe die neueren Photoshop-Versionen mittlerweile für Multithreading optimiert hat, bei Versionen bis einschliesslich CS6 war es jedenfalls ausgesprochen dürftig implementiert, so dass eine CPU mit vielen Kernen grösstenteils ungenutzt blieb.

Eine wichtige Frage ist, wie gross die Bilddateien sind, bzw. wie aufwendig gearbeitet wird:
Spielen z.B. compositings mit vielen Ebenen, Einstellungsebenen, Smart-Filter usw. eine Rolle, werden die Dateien sehr schnell sehr gross. Und dann hilft im Grunde nur RAM wirklich weiter.

Hat man eher Einzelbilder, die "klassisch" verarbeitet werden, also in erster Linie Korrekturen hinsichtlich Kontrast, Belichtung, Farbabstimmung erfahren und  aus "hobbytauglichen" Kameras im Bereich um 20MP stammen, dann würde ich zu einem Quad-Core raten mit den erwähnten 16 GB RAM als Basis.
Möchte man mehr ausgeben (oder das Budget erlaubt es), dann eher zunächst auf eine stärkere CPU (i7) schielen.

Ich arbeite aktuell mit Luminar 4, das viel IA für die Bildanalyse und selektive Überarbeitung von RAW-Dateien nutzt. Das bringt mein MB Pro 2017 i5 Dualcore 2,3GHz mit 8 GB an seine Grenzen und mich zur Weißglut ;-) Dabei habe ich nur eine 16MP-Kamera.

Benchmarkmäßig wäre schon das kleinste aktuelle MB Pro doppelt so leistungsfähig (bei Multicore), erst recht mit 16 statt 8 GB Ram. Andererseits könnte ich das 16"-Gerät bei gleicher Ram- und SSD-Ausstattung schon für 2250 Euro bekommen, also nur 450 Euro teurer als das kleine. Das wäre leistungsmäßig wohl noch eine ganz andere Hausnummer.

… kenne ich leider nur vom Hörensagen, ich würde aber vermuten, dass die meisten (höheren) Funktionen wohl in erster Linie über die CPU laufen (ohne nennenswerte Zuhilfenahme der GPU), so dass natürlich eine höhere Taktfrequenz auch höhere Leistung bringt.

In wie weit Luminar die Rechenlast auf eine grössere Anzahl von Prozessorkernen verteilen (Multithreading), bzw. diese optimal nutzen kann, kann ich natürlich nicht sagen. Dies könnte man aber evtl. über den Hersteller erfragen oder -falls vorhanden- in einem Luminar-spezifischen Forum.

Sollte die Software dies gut beherrschen und auch häufig einsetzen, dann wäre neben der Taktfrequenz tatsächlich auch die Anzahl der Kerne ein zusätzliches Argument.

Das aktuelle 16" MBP wäre dann in der Gesamtheit sicher die sinnvollste Investition. Zumal, zumindest, wenn Formfaktor und Gewicht eher untergeordnet sind, der grössere Bildschirm ein weiterer Pluspunkt wäre.

Bei einem 13" würde ich aber sicher nicht unter die i7-CPU gehen.

Ja, ich denke der neue 16"er ist aktuell das mit Abstand attraktivste Macbook.

Ich wünsch mir aus Größengründen jedoch eigtl ein MB Pro 14" i7 Hexacore 16/512GB für nächstes Jahr 😉