MacBook Pro LED: Displays flackern bei geringer Helligkeit

18. Jun 2007 10:04 Uhr - carsten

Man möchte Apple inzwischen wünschen, mal endlich aus den Schlagzeilen rauszukommen, was Laptops und Qualitätsprobleme angeht.

Egal ob Akkus, Scharniere, Displays, Lüfter, Wärmeentwicklung oder Speicher - die letzten Jahre werfen eigentlich kein gutes Bild auf Apple.

Schon das kleinste Hardwareproblem mit dem iPhone innerhalb der nächsten Wochen und Apple ist dick in den Schlagzeilen.... Wetten?

Apple wird anders wahrgenommen in der Öffentlichkeit. Kein Wunder, treten sie doch eher wie Superstars auf, wo man über ein neues Album froh sein darf (oder so). Dann kommen noch der Neid-Faktor und der Ätsch-jetzt-haben-sie-doch-einen-Fehler-gemacht--Faktor, die dann das Breittreten in den verschiedenen Medien anheizen.
Sehr eklig ist insbesondere im Internet die extreme Redundanz und selbstreferentielle Berichterstattung. Es wird einfach abgeschrieben, denn selbst recherchieren kostet ja zuviel und so kriegt man halt Aufmerksamkeit und Werbe-Einnahmen.

Für mich hat Apple im Bereich Hardware ebensoviele Fehler wie der Rest der Industrie auch. Nur treten diese meist nicht so sehr in den Vordergrund, weil kein Mac von den Usern aus zig Komponenten zusammengeklaubt und mit einem uralten, total verbuggten OS betrieben wird. Wenn jedoch Fehler auftreten, sieht es auch bei Apple mies aus. Mein Dual-2GHz G5 hatte diverse Probleme mit dem Board, machte zirpende Geräusche und ein defakto unbenutzbarer Audio-Port war sehr nervig und nicht behebbar. Habe mich dann nach drei Jahren von dem Gerät getrennt. Ein PowerBook 15" (Alu, 1GHz G4) hat auf Garantie zwei neue Displays bekommen, ein neues DVD-Laufwerk und eine Tastatur. Die Geräte sind nicht direkt defekt gewesen und die Mängel haben auch keine nennenswerten Ausfälle erzeugt, aber genervt hat es schon. Seit 2006 laufen jedoch alle fünf Macs hier im Haus einwandfrei - sind also komplett frei von kleinen Mängeln.
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Im Grunde hat ein Elektronikhersteller bei einer Ausfallquote von knapp 5% kein Problem, denn das ist normal in der Branche. Bei einer Million verkaufter Macs sind also ca. 50.000 defekt oder Komplettausfälle.

...oder schlechter Service oder oder oder in vielen Branchen sind auch keine Seltenheit, leider normal.
Ich sag mal, das Siegel "Made in Germany" hatte mal viel Wert, heute geht's nur noch um "Wenn's kaputt ist, bekomm ich halt Austausch (Einzelteil oder komplett).".
Wir leben heute leider in einer Wegwerf-Gesellschaft, in der schnell und extrem konstensparend entwickelt und produziert werden muß.
Auch das Problem, daß alle Teile aus aller Herren Länder kommen, ist dabei ein Faktor.
So gibt es bspw. Automarke XYZ 200.000 baugleiche Autos, aber 50.000 werden mit Brems-Belägen von einem anderen Zulieferer ausgestattet, welche dann leider zurückgerufen werden müssen, weil sie zu weich oder brüchig oder sonstwas sind.

Daß Apple mal bessere Qualität geliefert hat, ist nicht abzustreiten. So arbeitete bis zuletzt wegen Verkaufs ein PPC 7600 (ziemlich aufgerüstet) sowie ein gerade aufgerüsteter G4/400 sehr gut, keine defekten Bauteile, alles optimal.
Auch beim Versand kann viel schiefgehen, auch wenn die Geräte sehr gut verpackt sind.

Nundenn, jeder hat mal Pech im Leben, ob er sich ein Haus, einen MP3-Player, einen Foto-Apparat etc. kauft. Ist heute leider so.

Das Flackern kommt von dem verbauten Intel-SantaRosa-Chipsatz. Der versucht die Hintergrundbeleuchtung durch konstantes an- und abschalten zu weniger Stromverbrauch zu bewegen. Bei herkömmlicher Hintergrundbeleuchtung kein Problem, da die Lampen träge reagieren, aber bei LED-Hintergrundbeleuchtung flackert es.

Apple sollte eben nicht jeden Intel-Mist ohne Kontrolle verbauen.