Musik Ordner für Musik.app

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25. Nov. 2021 12:16 Uhr - MacRisc

Moin.

ich wollte mal fragen was ich hier denn nun schon wieder falsch mache.

Ich habe hier einen Musikordner der alle meine Musik enthält. In Ordner aufgeteilt. Also z.B. Adele 19, Adele 30 usw.

Wenn ich jetzt die Apple Musik.app starte will er ja eine Bibliothek haben. Ich suche meinen Musikordner und biete den an. Aber ich kann immer nur einen Ordner markieren. Auf die Art wäre ich Wochen beschäftigt.

Wie kann ich die App dazu bringen, alle meine Musik zu kopieren ?

Danke Euch,

Lefty...

Warum  überläßt du nicht dem Programm Musik die Organisation?

Einfach alle Musikstücke in "Musik" importieren. Das Programm sortiert sich das selber. Du kannst natürlich Playlisten nach deinem eigenem Geschmack anlegen. Einfach mal die Doku von Apple dazu lesen.

Apple hat extra einen Ordner "Musik" im deinem Nutzeraccount  für dich angelegt. Dort hast du als User nichts verloren. Das macht das System alles automatisch.  Alle Programme die in igendeiner Form Musik speichern, legen hier Ihre Bibliotheken ab.  Das gilt auch für die anderen Ordner, die ein Symbol tragen. Hat der Nutzer nix verloren.  (Bilder, Filme, Musik)

Für ganz Neugirige: Im Ordner "iTunes Media" gibt es einen Unterordner "Musik" in dem das Musikprogramm alle  Musikstücke katalogisiert. Da aber nichts von Hand reintun oder gar die Bezeichnungen ändern, immer über das Programm "Musik" sonst funktioniert das nicht richtig.

happy mac

MacSpezi

Wer das nicht möchte, muss einen anderen Musikplayer verwenden. iTunes bzw. Musik organisieren die Daten selbst. Einfach alle Musikdateien reinwerfen, der Rest wird automatisch erledigt.

Die Ordner Bilder, Filme und Musik kann man schon selbst nutzen! Aber wie MacSpezi schreibt, darf man in Unterordnern, die von Apps angelegt werden, nichts ändern, wie z.B. in iTunes Media. Aber eigene Ordner für z.B. Fotos anlegen und nutzen, wenn man die "Fotos"-App nicht nutzt, sondern die Dateien selbst verwaltet, sind kein Problem, das ist nur ein Ablage-Ort. Man kann auch aus den Bibliotheken der Apps herauskopieren, wenn man es sich traut... - nur nichts ändern.

Angenommen, man hat in seiner Musiksammlung extrahierte Tonspuren von Videos aus dem Netz, digitalisierte LPs oder gar Tapes und hat deren ID3-Tags nicht stringent mit einem darauf spezialisierten  und kostenlosen Programm wie kid3 (https://kid3.kde.org/) gesetzt, passiert bei dem von MacMike und MacSpezi vorgeschlagenen Vorgehen Folgendes:

Man aktiviert in ITunes/ Music die Optionen:

- iTunes Medienordner automatisch verwalten oder noch schlimmer:
- Beim Hinzufügen zur Mediathek Dateien in den iTunes-Medienordner kopieren

 

Mangels Tags werden nun etliche dieser Music-Files in generischen Ordnern abgelegt, deren Struktur und Name sich nicht dem Benutzer, sondern nur dem jeweiligen Apple-Programm erschließt - bis das nächste nicht mehr damit zurecht kommt. Mit einem Wort: Chaos pur.

Also unbedingt vorher ein komplettes Backup anlegen, bevor Du DAS wagst.

Sagt einer, der seit iTunes 1 dabei ist.

 

Meine langjährige Erfahrung ( über 30 Jahre) ist, das normale Nutzer bei einer gemischten Nutzung der genannten Ordner (Manuell und App Nutzung)  nach einiger Zeit den Überblick verlieren und vieles doppelt und dreifach anlegen und sich über das Betriebssystem ärgern. Es gibt sicherlich immer Spezialfälle, wo die Nutzung von Musik, Foto, Video nicht ausreicht. Dafür gibt es dann endsprechende andere Software. Für gefühlt 95% aller Anwender ist das Angebot von Apple  aber sehr einfach und intuitiv nutzbar.

Manche Nutzer wollen aber  unbedingt  ihre ganz eigene Benutzung beibehalten, sei es aus  Erfahrungen aus der Windows Welt nach einem Umstieg auf Apple, sei es weil  Sie sich nie mit den Funktionsweise der Apple Programme beschäftigt haben. Die sehr gut gemachten Apple Handbücher zu lesen wird stark überbewertet (😊).

Ich bin immer wieder erstaunt wie kreativ Nutzer darin sind, am Betriebssystem vorbei eigene Prozesse für Standardaufgaben zu verwirklichen, manuell dann Berechtigungen ändern, in Systemordner rumwerkeln, teilweise Systemdateien löschen, weil scheinbar  unnötig und sich dann wundern, das  es nicht funktioniert. Aber noch nicht mal wissen wie man einen Ordner anlegt  bzw. eine Datei sinnvoll beschriftet. Von dem Vorhandensein einer simplen integrierten Backup Lösung (Time Maschine) ganz zu schweigen. Stattdessen werden teure Programme installiert, deren Funktionsweise nicht verstanden wird. 

Dabei ist das Apple Betriebssystem wirklich sehr benutzerfreundlich gemacht, man muss nur auch drauf einlassen.

happy mac

MacSpezi

@MacSpezi. Ich hoffe, wir reden nicht aneinander vorbei.

Bei Musik nutze ich die Musik-App (und vorher iTunes). Die Musik-App ist für mich zum Abspielen gut. Trotzdem habe ich andere Musikdateien (einzelne Liveaufnahmen, usw.), die ich nicht dort verwalten lassen will. Dafür nutze ich den Speicherplatz im selben "Schrank" mit dem Namen Musik, weil ich meine Ablage gut sortiert halte.

Bei Fotos nutze ich die Fotos-App, wie ihre Vorgängerin iPhoto, nicht, weil sie alles erst importiert, wo ich in diesem Fall meine Originaldateien behalten will. Andere Foto-Management-Apps lesen aus der Ordnerstruktur und lassen die Dateien dort, wo sie sind. Als Ablageplatz ist der Ordner Fotos aber gut geeignet. Da liegt z.B. auch ein Ordner mit meinen Bildern für den Schreibtischhintergrund. Gerade bei Fotos ist das kein Spezialfall. iPhotos, die ich früher benutzt habe, war sehr umständlich geworden, Fotos taugte am Anfang gar nicht, beide gaben/geben bei der Foto-Verwaltung vieles vor, was ich nicht wollte/will und bieten auch einiges nicht, was ich brauche.

Ich stimme (nach nur 27 Jahren am Mac) zu, dass vieles, was manche aus der Win/PC-Welt an Gewohnheiten mitbringen, bei Apple unnötig ist, und ich schätze in der Regel die Einfachheit, die Apple bietet. Allerdings entwickelt sich einiges bei Apple in Richtung - sagen wir mal - weniger einfach, so dass nicht alles noch so intuitiv ist, wie Apple es früher gemacht hat.

Wenn ich jetzt die Apple Musik.app starte will er ja eine Bibliothek haben.

Ich meine, das Programm will beim ersten Start keine Bibliothek haben, sondern einen Platz für eben diese, oder eine bestehende iTunes-Bibliothek. Ich habe seit Jahr und Tag meine iTumes-Sammlung auf einer NAS -dieser iTunes-Ordner (inzwischen mit tausenden CDs) hat schon drei Rechner überlebt.

Irgendwo in diesem Ordnergewusel findet man nach dem Import seine Titel wohlsortiert in lauter Einzelordnern (Adele 19, Adele 30 ...) wieder. Dort kann man bei Bedarf auch beigehen (um besispielsweise Nicht-Apple-Geräte unkompliziert mit Musik zu füttern), man sollte nur nichts verändern.

Du hast eine LP digitalisiert, einen Sampler, z.B. eine Filmmusik. Macht etwa 12 Tracks verschiedener Künstler. Die Stücke liegen alle fein säuberlich in einem Ordner, wie Du es erwartest und Du hast mühsam allen Titeln die Tags Künstler, Titel, Jahr zugewiesen – das Album-Tag jedoch vergessen. Kann besonders bei 'Frühwerken' vorkommen.
Lässt Du nun ITunes/Apple Music die Ordner automatisch verwalten, hast Du hinterher 12 Ordner für Artist, in denen der Unterordner Album und darin der Track liegt. Existiert bereits ein Ordner des Künstlers, landet der neu hinzugekommene Ordner des Albums mit dem Track dort.
Blöd wird es nur, wenn anhand der Tags keine Zuordnung zu einem Album gelingt, z.B. weil das Stück nicht in der Datenbank von CDDB und Konsorten existiert oder nicht erkannt wird. Dann kann es im ursprünglichen Ordner bleiben, oder in Ordner Künstler landen.

Du hast aber auf jeden Fall hinterher etwas anderes als die Ausgangsbasis.
Nach ein paar Jahren ändert sich das Datenbankformat z.B. mit dem Aufkommen neuer ID3-Tags.
Dann knirscht es, wie z.B. hier:
https://communities.apple.com/de/thread/200016133

Ich kannte vor Dir bisher keinen langjährigen Nutzer von iTunes, dem das nicht schon einmal passiert ist. Bravo!

Dann soll es Menschen geben, die sich irgendwann genötigt fühlen, über den Tellerrand des Apple-Universums nach einem neuen Player zu schauen, vielleicht weil sie ihren Musikgeschmack nicht mit Apple teilen möchten:
https://de.wikipedia.org/wiki/ITunes#Datenschutz
oder wegen so was:
https://www.heise.de/news/macOS-12-Apple-Music-laesst-sich-nicht-laenge…
 

Diese Menschen freuen sich dann über eine Ordnerstruktur, in der sie sich auskennen, weil sie von ihnen selbst erstellt wurde.

 

 

Dieses Beispiel ist schon eine der hier im forum angesprochenen Fälle wofür "Musik" überhaupt nicht gedacht ist.  Diesen Anspruch hat Apple mit diesem simplem Musikverwaltungstool auch überhaupt nicht. Wer unbedingt seine eigene Struktur beibehalten will, sollte zu dafür geigneten Programmen greifen. Ich programmiere mir da zum Beispiel für die Verwaltung von   YouTube Videos und meine alten LP Aufnahmen eine eigene Datenbank, hier habe ich die völlige Freiheit der Dateiablage, der benötigten Infofelder  und der Sortier und Filter Optionen. Macht aber Arbeit und ist nichts für mal eben.  Es gibt halt nicht das "eine" Programm, das alles kann. Ein Auto ist auch nicht für jede Aufgabe geeignet.  Ein PKW ist nun mal kein LKW oder Flugzeug und umgekehrt.

MacSpezi