Nachfolger für macOS Server?

18. März 2019 23:55 Uhr - MacRobin

Gibt es eigentlich inzwischen eine Alternative oder Nachfolger für den größtenteils kastrierten macOS Server? Ich meine, da ist doch sicherlich ein Markt dafür vorhanden? Die Ankündigung von Apple ist schon über 1 Jahr her und getan hat sich seitens eines Drittanbieters bisher nichts.

Gibt es denn wirklich keinen Entwickler, der der einen macOS Server "Klon" schreibt (ähnlicher Funktionsumfang) und für einen soliden Preis verkauft? Server für Mail, Kalender, Kontakte, Netboot, Filesharing, ggf. Wiki, DNS, FTP für 99 € im Mac App Store, inkl. Importfunktion für Migration? Es kann mir doch keiner erzählen, dass das Teil sich nicht gut verkaufen würde (gute Qualität vorausgesetzt).

Im Nachhinein betrachtet finde ich die Strategie von Apple einfach nur schlecht... Wenn ich schon macOS Server einstelle, warum habe ich dann nicht mit 1-2 Entwicklern eine Kooperation angeleiert, um den Kunden ein Nachfolge Produkt zu präsentieren?

So positiv ich Macs und auch Apple eigentlich sehe, das Thema geht mir inzwischen vermehrt auf den Keks, auch weil ich beruflich damit zu tun habe. Vielleicht liest das ja ein Entwickler... Es ist Bedarf da!

Gibt es denn wirklich keinen Entwickler, der der einen macOS Server "Klon" schreibt (ähnlicher Funktionsumfang) und für einen soliden Preis verkauft? Server für Mail, Kalender, Kontakte, Netboot, Filesharing, ggf. Wiki, DNS, FTP für 99 € im Mac App Store, inkl. Importfunktion für Migration? Es kann mir doch keiner erzählen, dass das Teil sich nicht gut verkaufen würde (gute Qualität vorausgesetzt).

Daran wäre ich ebenfalls interessiert.

Und ich kann es ebenfalls nicht nachvollziehen, dass nicht längst ein Hersteller auf die Idee gekommen ist, eine neue Server-Software für den Mac anzubieten. Als legitimer macOS Server Nachfolger.

Es gibt für die genannten Einsatzzwecke doch gute Open Source-Lösungen, leider oft nicht native für macOS. Was spräche denn dagegen, diese Open Source Pakete zu verwenden, für macOS umzusetzen und eine native (einfach zu bedienende) Mac-GUI dafür zu bauen und das ganze als Server-Bundle anzubieten?

Nicht jeder will Cloud, nicht jeder braucht Cloud, nicht jeder darf Cloud.

Es gibt ein paar wenige Komponenten im Apple Server, die sich nicht 100% nachbilden lassen. Dazu zählt die OpenDirectory-Struktur, die der Apple Server implementiert hatte. Diese wurde verwendet, um die Benutzer bei den Diensten zu registrieren. Zwar ist OpenDirectory per se Open Source. Aber die verwendete Datenbankstruktur hat Apple m.W. nie öffentlich gemacht, um sich zu schützen. Im Netz existieren dazu nur ehr lückenhafte Angaben und es ist schier unmöglich, das nachzubauen. Sie ist aber Dreh- und Angelpunkt für alle verwendeten Dienste.

Es gibt z.B. von Univention ein tolles Open Source Server System, das man mit einer Art Plugin Store auch gut erweitern kann. Es nutzt aber Active Directory. Und da hat Apple leider bis heute noch keine saubere Implementation abgeliefert. 

So manch einer mag sich vielleicht fragen, warum ich so dermaßen auf Apple rumhacke. Es sind genau diese vielen offenen Baustellen, teils grandiose Schlampereien seit Jahren, die den Einsatz von Apple-Systemen im Unternehmensumfeld derzeit gefühlt so gestalten, wie früher bei Microsoft – extrem umständlich und voller bekloppter Hürden. Stattdessen entwickelt Apple lieber animierte Smileys. Was soll das?!?