Noch Geld in MBP 2011 reinstecken?

11. März 2020 01:50 Uhr - Pete

Was meint ihr?

Von 4 auf 8 GB beim RAM? SSD mit 256 GB? Neuer Akku?

Oder lohnt nicht mehr?

Mit einem darauf installierten Pages, oder Word, ein Buch schreiben, oder so, kann man damit noch lange. Im Internet surfen, oder Mailverkehr dürfte zunehmend problematischer werden, da das Betriebssystem nicht mehr auf den aktuellen Stand gebracht werden kann. Es ist also davon abhängig wozu man es nutzen will.

Mehr RAM und SSD lohnen sich auf alle Fälle, das wird wie eine Frischzellenkur sein! Ich habe noch ein MBP von 2009 im produktiven Einsatz -- Videoschnitt im großen Stil ist damit nicht möglich, klar, aber der gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Sogar Mojave funktioniert erträglich.

… sähe ich als die sinnvollste Anschaffung. Offiziell werden 8 GB unterstützt, die 2011er vertragen aber alle bis 16 GB.
Man sollte allerdings auf Qualitätsware setzen.

Hinsichtlich SSD wäre ich zurückhaltender, da ich es für fraglich erachte, dass die vorhandene Hardware die Leistungsfähigkeit einer SSD überhaupt ausreichend ausnutzen kann. Es stellt sich für den Nutzer auch die Frage, wie wichtig schnelle System- und Programmstarts oder Speichervorgänge im Normalbetrieb tatsächlich sind.

Beim Akku ist es letztlich auch sehr individuell: ist man viel unterwegs und der Akku bietet nur noch kurze Laufzeiten, dann würde ich eher in einen neuen Akku investieren, als in eine SSD. Nutzt man den Rechner eher stationär, kann man sich diese Ausgabe vielleicht auch erstmal sparen.

Wie Moedi schon angedeutet hat, könnten die Probleme über Kurz oder Lang eher von der Softwareseite kommen und dann ist nach einem grösseren Hardwareupgrade der Frust evtl. umso grösser.

Bei einem Gerät dieses Alters sollte man also sorgsam abwägen und sein individuelles Nutzungsprofil mit einbeziehen.

auf einem MBP 2011 läuft ohne Patcher kein Mojave, bei High Sierra ist Schluss.

Wie unterschiedlich die Meinungen doch sein können ;-)

Ich würde in so ein Gerät - wenn es noch in tadellosem Zustand ist - noch maximal 100 bis 120 Euro investieren. Und dann als allererstes die HDD durch eine SSD ersetzen. Dafür muss man nicht mehr als 60 Euro investieren - und das Teil wird rennen wie Sau. Allein Systemstarts, Programmstarts und Speichervorgänge sind meiner Erfahrung nach ab Sierra derart lahm geworden, dass meine Macs mit HDD gefühlt unbenutzbar wurden.

Selbst mit 4GB Ram kann man noch ganz hervorragend arbeiten, wie ich an den von mir betreuten Macbook Air erlebe, wenn man keine EBV oder Videobarebtiung macht. Ich würde dann halt nicht mehr als 3-4 Programme (z.B. Mail, Safari, Word) gleichzeitig im Speicher halten. Den Wechsel von 4 auf 8 GB wirst du also u.U. kaum spüren. So ging es mir jedenfalls bei einem Mac mini 2012.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass eine RAM-Aufrüstung kaum spürbar ist. Hingegen zeigt eine SSD wie zb. SAMSUNG EVO 500 schon beim Start deutlich die positive Veränderung und dass dieses Geld gut investiert ist. Diese Aufrüstung verlängert auch deutlich die Batterielaufzeit. Auch ein neuer Akku lohnt sich sicher. Diesen Kommentar schreibe ich gerade auf einem MacBook Pro (15-inch Early 2008). Dieses MBP läuft seit 12 Jahren tadellos, das matte Display sowie die klassische, graue Tastatur sind immer noch absolut fehlerlos. Akkutausch ohne Werkzeug: 2 Schieber bewegen und der Akku ist ausgetauscht. (Aktuell SONY von 2016. Kosten: 65 € ) MBP Apple-Qualität von damals eben.  

Ich habe (vor Jahren) ein MBP 3.1 (2007) mit SSD aufgerüstet und konnte den Performancezuwachs kaum glauben. Den erst danach aufgerüsteten RAM habe ich kaum wahrgenommen. In Sachen Preis-Leistung war die SSD ganz klar die bessere Investition. Nachgerüstete Akkus, wenn verklebt, sind ein Ding für sich. Beim MBP 3.1 gab es keinen einzigen Nachkaufakku (von insgesamt 3), der sein Geld wert gewesen wäre. Dabei war der hoch gelobte "NewerTech" der größte Reinfall. Zum Glück waren die alle nicht verklebt.

Kauf Dir doch ein USB-Gehäuse für Deine SSD. Dann kannst Du sie intern nutzen und wenn die Kiste mal in den Ruhestand geht, baust du einfach die SSD ins Gehäuse für einen anderen Mac. Die 2011er Modelle sollten SATA3 haben, da macht eine SSD eine gute Performance. Schau einfach in den Systembericht.

Mein MBP late 2011 hat mangels Alternativen letztes Jahr sogar noch einen Satz neue Grafichips bekommen. Bei neueren den Spiegelkisten mit platter Tastatur und ohne optischem Laufwerk kriege ich die Kriese ....

256 für 30€ und gut is. Könnte sein, dass die Preise wieder anziehen wg. der Ausfälle. Habe Samsung und auch andere. Der einzige Unterschied, der auffällt: Samsung ist teurer.

Mit so vielen Antworten hätte ich gar nicht gerechnet. Das war kurz vorm Zubettgehen gestern einfach nur mal so eine Idee in den Raum geworfen. Ich freue mich sehr, vielen lieben Dank!

Ich lese also heraus, dass ich mit einer SSD statt einer Festplatte erstmal am besten fahren würde - gut, das ist eine wichtige Info.

Nur stutze ich: 256 GB für 30 €? Fehlt da nicht eine "1" davor?

Welches SSD Modell brauche ich da?

Mojave geht offenbar auch? Wie stelle ich das an? Aktuell ist High Sierra installiert.

Der Akku hat noch 60%. Geht das noch eine Weile gut oder besser wechseln?

Man hört viel Gutes über die Samsung EVO Modelle. Mit einer 256 GB Version bist du da ab ca. 60 Euro dabei. Die doppelte Kapazität gibt´s für 20 Euro mehr. Das würde ich als Erstes machen. Wenn du dich dann in deinen alten Mac neu verliebst, kannst du weiter nachrüsten ;-)

60% Restkapazität ist ja schon eine deutliche Einschränkung bei der mobilen Nutzungsdauer. Insofern: Wenn du das Gerät nur zu Hause am Schreibstisch nutzt, spar dir die Investition. Wenn du mobil arbeiten willst, musst du selbst entscheiden, ob dir die aktuelle Laufzeit noch reicht.

Evo 860 ist heute gekommen (mit 256 GB - das reicht mir) und bereits eingebaut. Das ging leichter als ich dachte (ich habe mir vorher eine Anleitung angeschaut). Ich habe bei der Gelegenheit das System (High Sierra) frisch installiert und übertrage Daten nur punktuell, sofern benötigt.

Performance: Ein Unterschied wie Tag und Nacht beim Booten, Programmstarts oder Surfen. Ich frage mich, was da eine RAM-Aufstockung auf 8 GB noch groß bewirken kann.

Jetzt überlege ich wegen der Batterie. Hieß es nicht, dass SSD statt Festplatte Strom spart?

Jetzt überlege ich wegen der Batterie. Hieß es nicht, dass SSD statt Festplatte Strom spart?

Ja, das ist definitiv so. Eine Festplatte hat mechanische, bewegliche Teile - das zieht mehr Energie als eine SSD mit rein elektronischen/digitalen Bauteilen. 

ja, das würde ich machen. Wenn möglich ein Original denn deiner hat doch 9 Jahre gehalten. Frag mal mal beim Apple-Store nach ob es den noch gibt. Ich habe vor kurzem die Erfahrung gemach, dass ein günstiger Fremdakku sich nicht aufladen liess da dieser von meinem 2008er 15" MBP nicht erkannt wurde. Die LED im Ladestecker leuchtete sofort grün. Diesen Akku habe ich dann durch einen unwesentlich teureren (+ SFr. 15.--) LMP Akku vom Apple-Store getauscht. Auch habe ich hier ein 10 jähriges MBP dessen Originalakku zwar noch sehr lange läuft, sich aber schon heftig aufbläht und so gegen das Gehäuse drückt. Auch das ist Grund und ein Zeichen dem Akku schnellstens zu tauschen.

PS. Ich freue mich, dass sich deine SSD so wie erwartet in der Performance bemerkbar macht. Eine RAM hochrüstung kannst du dir eventuell sparen, denn diese würdest du wahrscheinlich kaum bemerken.