OS X Mavericks und macOS Catalina auf einer SSD?

12. Jan. 2020 16:26 Uhr - Uli

Hallø,

ich spiele mit dem Gedanken, meine Urne mit zwei Systemen auszustatten, einmal 10.9 für mein altes, aber solides Produktiv-System, und ein 10.15 für die Zukunft. Anfängerfrage: kann ich auf eine SSD zwei Partitionen mit verschiedenen Dateisystemen (HFS+ und APFS) erstellen?

Danke & Grüße

Hallo Uli,

interessante Frage. Selbiges habe ich gestern mit System 10.11 und 10.14 ausprobiert, da ich demnächst testen will, welche meiner alten Software noch unter Mojave läuft und ob auch ein Parallelbetrieb möglich ist.

Da mir die Installation auf der internen SSD (mit mehreren Partitionen) aber zu heikel war, habe ich zunächst unter System 10.11 einen USB-Stick für eine Test-Installation mit zwei Partitionen angeschlossen.

Das Partitionieren war im Festplattendienstprogramm zunächst nicht möglich (ausgegraut). Nachdem ich, einem Tipp im Internet folgend, das Medium zuerst mit exFAT (GUID-Partitionstabelle) und dann im Format OS X Extended (Journaled) (GUID-Partitionstabelle) eingerichtet hatte, konnte ich es auch partitionieren.

Zum Test habe ich auf beide Partitionen je eine kleine Datei kopiert, um zu sehen, was davon nachher übrig bleibt.

Dann habe ich System 10.14 auf der zweiten dieser Partitionen installiert. Wie zu erwarten, wurde das ausgewählte Volume automatisch und ohne Nachfrage auf APSF umgeändert, die dort abgelegte Datei ging verloren.

Die erste Partition blieb aber unangetastet, ist also nach wie vor OS X Extended (Journaled)!

Ich vermute und hoffe, dass das so auch mit einer internen SSD funktioniert.

Wenn man beim Systemstart die Alt-Taste gedrückt hält, kann man am Rechner nun mit allen verfügbaren Systemen starten.

Erwartungsgemäß »sieht« System 10.11 das APSF-Volume auf dem USB-Stick nicht. Entsprechend wird in den Systemeinstellungen dieses Startvolume auch nicht erkannt.

Man kann den Systemen 10.10 und 10.11 den Lesezugriff aber wohl mit der Gratis-Software von Paragon beibringen: https://www.paragon-software.com/de/business/apfs-kit-mac/#
Ich habe die Software nicht getestet. Ob die Systemeinstellung Startvolume dann damit vollumfänglich funktioniert, kann ich nicht sagen.

System 10.12 hat wohl prinzipielle APFS-Fähigkeiten, ich konnte damit auf dem Volume lesen und schreiben.

(Übrigens: Mit dem Gratis-Tool APFS-HFS+-Converter von Paragon lässt sich ab System 10.12 wohl aus dem APFS-Volume wieder ein HFS+ machen: https://www.paragon-software.com/de/home/apfs-hfs-converter/#features ). Wenn ich nach Lesen einiger Beiträge im Internet richtig sehe, kann man die neuesten Systeme auf SSD auch unter HFS+ betreiben. Allerdings habe ich gelesen, dass Installationen aus dem App Store dann ggf. nicht mehr funktionieren.

Eventuelle Inkompatibilitäten mit Time Machine und FileVault habe ich (noch) nicht untersucht, habe momentan auch wenig Zeit, mich damit näher zu befassen.

Zwischenfazit: Es scheint also möglich. Ob es bei dir mit System 10.9 und 10.15 klappt, kann ich nicht sagen. In jedem Fall ist große Vorsicht anzuraten, da bestehende Time-Machine-Backups möglicherweise nicht mehr zurückgespielt werden können.

Viele Grüße
Thomas

 

Vorher kann man die Frage nicht beantworten.

Ich habe einen iMac late 2013 am laufen und habe aufgerüstet auf zwei zusätzliche Thunderbolt-Festplatten extern (SSD)

Die interne Festplatte mit 1000GB nutze ich nur noch als eine meiner Sicherungen.

Der Rechner ist die kleinste MacPro - Version des Late 2013, im April 2014 mit 10.9 gekauft. Der ungefähre Plan war, eine größere SSD einzusetzen, zwei Partitionen zu erstellen, das alte System auf beide Parttitionen zu spielen, und eines davon auf die neueste MacOS Version upzudaten.

Ausser CS5, die ich noch regelmäßig brauche, habe ich für meine Musik-DAWs ungefähr 300 Plugins installiert - da wollte ich nicht wieder ganz von vorn anfangen.

Mit externen Platten zu arbeiten ist mir auch in den Sinn gekommen, schlön finde ich die Lösung aber nicht. Ich abrbeite grundsätzlich mit allen Dateien auf externen Platten (also eine als Backup, dazu noch die TimeMachine und ein paar Archivplatten) dazu Brener, Interfaces NAS - irgendwann reicht es mal mit externen Sachen ;-)

Edit: Danke an Thomas, ich bin mal alles durchgegangen, das sind interssante Erfahrungen. Ich weiß nicht was Du für einen Rechner hat. Mir ist bei der Profuktsuche als erstes aufgefallen, dass es Festplatten gibt, die so in dem MacPro Late2013 laufen, und solche, bei denen ich das vorhandene System auf 10.13 aufrüsten müsste, dabei würde ein neuer Efi-Treiber installiert, womit dann wiederum die neue SSD erst laufen würde.

Ich habe einige Wochen vor der Umstellung auf 10.15 auf meinem Produktivrechner (MacMini 2018) sogar 3 Systeme (10.9 [für ein 2009er MacBook], 10.14 Mojave und 10.15 Catalina) in einer jeweils eigenen Partition auf einer externen SSD installiert gehabt; für 10.15 werden bei der Formatierung der SSD bzw. der Partitionierung 2 Container innerhalb der Partition angelegt (System und Daten).

Je nach Rechner kann man von jeder Partition aus den Rechner starten und natürlich auch mit den Programmen arbeiten.

Beim Booten von einem Nicht-10.15-System werden die beiden Container der 10.15-Partition quasi als 2 Laufwerke angezeigt: Catalina-Daten und Cataiona-System.

 

Es klappt sogar die Neuformatierung/das Löschen einzelner Partitionen.