System 7 im Browser - wer erinnert sich?

10. Feb 2018 15:28 Uhr - raven

https://jamesfriend.com.au/pce-js/

Meine Güte ist das lange her. Allein dass man im Menü die Maustaste gedrückt halten musste, bringt mich gedanklich ins letzte Jahrtausend zurück. ;-)

Um mir System 7 nochmal anzusehen gehe ich  auf meinen Dachboden da stehen noch mein SE30 und einige Quadra 700 und einige andere Modelle .Die alten Schätzchen  zu Starten macht mehr Spaß  als so eine Websimulation. Besondes der Startsound des Quadra 950

... passte das ganze System ja auch noch auf ein paar 1,4 MB Disketten in gilb-beige.

Nostalgie? OK! Wehmut? Nein!!! Allein beim Öffnen der Gehäuse (z.B. Quadra 840 AV) bestand hohes Verletzungsrisiko, danach hat der Deckel erst im dritten Anlauf wieder gepasst.

Ich dachte lange Zeit auch, mir ein Privatmuseum aufrecht erhalten zu müssen. Von dieser Einstellung habe ich mich vor einigen Jahren getrennt und es dabei leider versäumt, die Kisten loszuwerden, so lange es wirtschaftlich noch Sinn gemacht hätte... eine gut ausgestattete Quadra 840 AV ging damals in den deutlich fünfstelligen DM-Bereich. BEVOR man sie mit niederen Aufgaben beschäftigt und durchgereicht hat (Hermstedt Leonardo-Server, wer kennt denn das noch?), wäre der Zeitpunkt gekommen gewesen, sich zu trennen.

Letztes Jahr erzielte sie dann in der Bucht bei einem Nostalgiker immerhin noch einen 50er ;-)

ich erinnere mich düster an den multifinder

der multitasking möglich machen sollte, und aldus preprint mit dem wir krampfhaft versucht haben über nen lino rip4
ne farbseparation hinzukriegen

oha, davon will heut keiner mehr was wissen

und den geruch des adobe illustrator handbuchs den hab ich immer noch in der nase, roch wie frittenfett

ja,ja - da war die erde noch ne scheibe

... heute noch: ne Mattscheibe (falsch, wie ich eben bemerkt habe: matte Displays bei Apple? Fehlanzeige... aber wir sehen uns ja selbst gerne bei der Arbeit in Form einer Spiegelung zu).

AI-Handbuch? Klar stank das, aber nach Nasenfett, weil wenige Menschen dieses unsägliche Programm verstanden haben (verstehen konnten und immer noch nicht verstehen), und deswegen ihre Nasen in das Handbuch stecken mussten. Wenn die Online-Hilfe stinken könnte, wäre das immer noch so.

Geript wird heute woanders: bei den ganzen Mietmodellen, nicht mehr auf dem lino...

Und multitasking können eh nur Frauen, keine Rechner. Bitte jetzt kein #metoo, danke!

trotz all des fortschritts hat man uns ende der 80er belächelt

mit unserem mac II fx 8/80 und dem umstand das unser flachbettscanner mit nem a4 rgb bild
nen grossteil der festplatte frass – unsere agentur lag in unmittelbarer nähe einer grossen druckerei; und die waren über die neue technik erstaunt aber auch sichtlich belustigt; nach dem motto „was wolln diese bubis mit ihrem spielzug denn anrichten“

tja - die druckerei ist mittlerweile platt
ich in salzburg und „wer zu letzt lacht lacht am mac'sten“

... speziell als der Kampf zwischen Intel und PPC-Konsortium entschieden war (mit unlauteren Mitteln, wie Intel später zugegeben hat), und Microsoft den maroden Laden aus der Portokasse hätte übernehmen können (haben sie wahrscheinlich nicht gemacht, um kartellrechtlichen Belangen auszuweichen, egal!)

Trotzdem waren wir loyal... hat es uns ewig gestrigen, die aber auch heute noch bei Verfügbarkeit die Pro-Produkte kaufen, die unseren Wünschen entsprechen, das Unternehmen jemals gedankt? Kann mich nicht erinnern... Hauptsache, der ganze Consumerbereich brummt

... mag es aus heutiger Sicht lächerlich erscheinen, was die Kisten damals konnten. Gilt aber auch für die Computer an Bord der Apollo 11

Und damals kosteten 32 MB RAM so viel wie heute ein Mac Mini... die Tage habe ich meinen Mac Pro mit 64 GB versorgt... für 90 Euro

jau, aber irgendwie konnten wir auch mit 32mb ram und 4mb grafik
zügig arbeiten

ich erinnere mich noch schwach, das ne fabrik in korea abgefackelt war und deshalb der arbeitspeicher exorbitant
teuer wurde

und die erste 1000mb platte 5 1/2 zoll doppelte bauhöhe – scsi, extern

ne halbe Stunde Tintenpisserei für eine A3-Seite... teilweise hat man die Nachts unbeaufsichtigt durchlaufen lassen, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass sie sich aufgehängt haben... must have damals: LaserWriter 630 Pro. Den letzten habe ich mit schwerem Herzen vor zwei Jahren entsorgen müssen: Toner-Inkontinenz

Man nehme: Computer und Programm nach Wahl

Aufgabe: folgendes Dokument erstellen

* DIN A4 Seite, keine Ränder

* ein "A" so gross wie es auf die Seite passt, Zeichensatz Helvetica

* abspeichern

die kleinste Datei gewinnt.

Wenn man es sich das in den 80ern so überlegt hätte: Seitenformat, Text mit Zeichensatz, Position und Grösse müsste man in ein paar 100 Bytes gespeichert bekommen.

Pages: 549.479Byte

Ich lege mal mit Intaglio 2.381 Byte vor.

... Blockgröße der HDD und OS? Mit Quark 9 und Acrobat Distiller komme ich auf 31.020 Byte unter dem Schnee-Leoparden ;-))

Mit meiner Performa 475, Quark 3 und der 160er HDD hätte ich Dich bestimmt unterboten

ist ein MacbookAir mit aktuellster Software. Wollte es mal mit 1stWord auf Atari ST probieren, da kann man aber den Zeichensatz nicht beliebig skalieren...

ist ein MacbookAir mit aktuellster Software. Wollte es mal mit 1stWord auf Atari ST probieren, da kann man aber den Zeichensatz nicht beliebig skalieren...

Mannomann, ist das lange her! Erinniere mich noch daran, wie teuer die Karte füe meinen G3 Mac damals war (DM 1600, PC-ISDN-Karte von Frizt "nur 150", aber das Datenprotokoll war quasi unzerstörbar!). Datenübertragung an Litographieanstalten daher ein Wagnis (ab 40 MB). Mit der Karte von LEO aber garantiert. Heute lachen wir über so etwas . . .

... kam der Hochmut vor dem Fall: Alleinstellung preislich bis an die Schmerzgrenze ausgenutzt, Entwicklungen verpennt, Insolvenz.

Zu den Kosten für Karte und Software kamen dann ja noch die Gebühren: benötigte man "Bandbreite", belegte man 2 bis 4 ISDN-Leitungen damit, bezahlte die Anschlüsse und hat jede Minute Verbindungszeit an die Telekom gelatzt. Immerhin war das Protokoll tatsächlich stabil. Und es gab keine ernstzunehmende Alternative: stapelweise 44 MB Syquest-Cartridges per Kurier verschicken, nur um dann festzustellen, dass die Sammlung der offenen (!) Dateien zwar komplett ist, der Kunde aber in letzter Minute noch ein Bild geändert haben möchte?

Legendär ebenfalls: 64K-Modem und AOL... alleine das Einwahlgeräusch. Transferraten unter der Schreib-/Lesegeschwindigkeit einer 1,4 MB Diskette... und privat (!) regelmäßig AOL-Rechnungen um die 100 DM.

Diesbezüglich ist der technische Fortschritt tatsächlich unglaublich... mit einer Kehrseite der Medaille, die viele gerne übersehen: würde man das Internet abschalten, könnten nach Berechnungen weltweit locker 20 AKWs vom Netz genommen werden. Hoffen wir also, dass sich Serverfarmen zunehmend über regenerative Quellen mit Strom versorgen. Die Ambitionen von Apple in dieser Hinsicht finde ich beachtlich und lobenswert.

ich erinnere mich wage an atari systeme mit motorola 68000 prozessoren die ebenfalls postscript konnten
und auch als dtp kisten genutzt werden konnten

unser qms 810 ps kostete damals 10k
– unglaublich was man damals geld verballert hat

aber nen atari gabs dann doch nicht
dafür später nen umax pulsar clown - der ging aber recht gut

naja . . . d a m a l s

An den erinnere ich mich auch noch, den Clon (nicht böse sein, lisa)...

War der ziemlich verzweifelte Versuch von Apple, die Zahl der installierten Systeme wenigstens nicht weiter absacken zu lassen. Und das falsche Pferd, weswegen sie das sehr schnell wieder einkassierten, auf Kosten derjeniger, die sich diese Geräte gekauft hatten.

Vorstände mit Prickelbrause-Erfahrung zu besetzen war bestimmt nicht Apples beste Idee, erinnert mich ein wenig an Postengeschachere im Deutschen Bundestag ;-(((((

oha, fauxpas
aber nen clown war der wirklich
immer wenn man ne cd einlegt hat, hatte man die tür in
der hand

wurde dann entsorgt

sah blöd aus
abba egal - stand eh unter desk

Und was hatte ich im Studio Massen an SCSI-Geräten an meinem 100 Mhz-Clone hängen: 500MB-Festplatten, CD-Brenner mit 2-facher Schreibgeschwindigkeit, Scanner E6, Bandlaufwerk zur Datensicherung, Midi-Interfaces. Und wehe, ein Terminator war nicht richtig gesetzt, dann hat gar nichts mehr funktioniert. Immerhin habe ich schon mit ProTools 4 und einer Audiomedia-Karte gearbeitet. Verglichen mit meinem ATARI ST, war die Apple-Kiste richtig lahm dagegen. Den ATARI habe ich bis 2001 für MIDI im Studio benutzt, der hat mich nie im Stich gelassen. 

da muß ich mich unfreiwillig an die externen 40mb/80mb transparenten wechsellaufwerke erinnern

die quitschten immer so, die mussten auch mit termiantor ausgerüstet werden - aber eigentlich ganz solide

und dann gabs ja noch diese switches für die monitore und dongles für die efi-farbproof software

 

guuute alte zeit

 

Tja, klar hingen damals viele am SCSI-Port... fragt mal Besitzer von aktuellen Macs, wieviele dort am Hub klemmen!

Und jetzt kommt das ABER: damals konnte man die Kisten aufschrauben und Erweiterungen einbauen, einzelne Komponenten ersetzen oder die Lüfter säubern. Der Alu-Mac Pro ist der letzte, der das ansatzweise bot: vor 6 Jahren eingestellt.

Wer gerne die Frontscheibe eines iMac herausschneidet und danach wieder verklebt, bitte...

alles verklebt, verlötet und fix eingebaut
da is nix mehr mit selber frickeln

und sobald die aus der regulären garantie sind
rauchen die imacs ab

hab ich jetzt schon 3mal gehabt – zum glück apple care

 

als dann
mahlzeit !