Urlaub: iPhone u. iPad mit Solarpanel laden?

31. Juli 2020 23:34 Uhr - Klausi

Hallo!

Fürs Zelten suche ich eine Möglichkeit zum Aufladen unserer Geräte (1x iPhone, 1x iPad). Wer hat Erfahrungen mit Solar-Ladegeräten? Wie sieht es da heutzutage mit der Ausbeute aus, z. B. wenn keine direkte Sonneneinstrahlung da ist? Ich habe mal fix bei Amazon gesucht, aber das Angebot ist riesig und bringt mich nicht wirklich weiter. Daher wäre ich für Ratschläge dankbar, Erfahrungsberichte, was taugt, was ist sinnvoll etc. DANKE!

Habt ein schönes Wochenende!

Grüß Gott, ich habe bislang keine so guten Erfahrungen gemacht, aber wenn sowas geplant ist dann rate ich auf jeden Fall zu einem Speicher an dem Solarmodul.

Ich habe vor ein paar Jahren, ca. 2-3 sind es wohl, mal ein Solarmodul (60 Watt)  gekauft mit dem ich eine Powerbank (Anker 20.800 mAh) aufladen wollte. Das hat hier auf dem Balkon mit viel Sonne fast nichts gebracht. Dann im letzten Jahr das ganze nochmal versucht im zwischenzeitlich gekauften Wohnmobil auf das Dach gelegt, auch schlechte Werte. Besser war die Powerbank am Zigarettenanzünder zu laden.

(Durch diesen Versuch habe ich mich dann entschieden mir lieber eine anständige Anlage vom Profi (WCS) auf das Auto legen zu lassen.)

Aber vielleicht hat ja der Fortschritt inzwischen bessere Module gebracht und jemand anderes kann darüber berichten.

nur, die Realität sieht wohl anders aus (nach dem, was ich vor einiger Zeit mal irgendwo aufgeschnappt hab, leider keine eigenen Erfahrungen). Auf die Aussagen der Hersteller scheint man ausgesprochen wenig geben zu können. Eine Solarzelle so groß wie das jeweilige Gerät? Kannste vergessen. Da geht es nach dem Motto: Viel (Fläche) hilft viel. Dann unbedingt ein langes Kabel dazu, damit der zu ladende Akku nicht ebenfalls voll in der Sonne liegt, sondern schön im Kühlen. Ist denn zumindest ab und zu eine Steckdose nutzbar? In dem Fall lieber eine große Powerbank, die schnell lädt, mit passendem Netzteil nutzen, und zum Beispiel abends beim Essengehen (oder zeltet ihr dermassen fernab der Zivilisation, das sowas nicht geht?) das Ding aufladen, und später den Strom an die iDingens weiter reichen.

Geplant war die Anschaffung eines ausklappbaren Moduls (ungefähr 3x A4 oder so), wie sie zu hauf angeboten werden. Eine Powerbank ist natürlich dabei, aber bei Bedarf nachladen sollte schon sein, da im Regelfall keine Steckdosen in der Nähe sind (mit Fahrrädern unterwegs, kein Auto). Man möchte eben unabhängig sein.

Ich weiß halt nicht, auf was ich da beim Kauf achten soll, welche Werte etc. wichtig sind.

würde ein 12V Solarmodul nehmen z.B.:

https://www.reichelt.de/solarpanel-sun-plus-10-36-zellen-12-v-10-w-phae…

und dahinter einen Adapter 12V auf USB z.B.:

https://www.reichelt.de/kfz-usb-ladebuchse-12v-5v-1a-mit-schutzkappe-bs…

Ich benutze so ein Modul um die Batterie im Motorrad/Auto bei nicht Benutzung aufgeladen zu halten, funktioniert perfekt, auch im Winter

Andere Taktik wäre beim Fahrrad mittels Nabendynamo den Akku zu laden.

Was nimmt man am besten für das Speichern der Energie?

Die Frage stelle ich mir gerade auch zu Hause: Da sollen Solarpanels her und natürlich auch ein Zwischenspeicher, sonst wäre das ja irgendwie sinnfrei.

das Problem ist einerseits: wieviel Wh sollen gespeichert werden, andererseits die Haltbarkeit der Akkus: 500 ... 700 Zyklen, ca. 5 Jahre

das einzig wahre sind wohl NiFe Batterien

oder via Wasserstoff

rein technisch geht damit zwar manches, allerdings ist das ganze fürchterlich ineffizient. Zur Verdeutlichung: Nimm zwei Autos, die von der Speicherung der Energie abgesehen ansonsten baugleich sind. Das eine mit H2-Tank, Brennstoffzelle und E-Motor, das andere hat Akku und E-Motor. Dann wird die gleiche Strommenge genommen, das eine mal geht der Strom direkt in den Akku, das andere Mal wird erst Wasserstoff draus gemacht, der komprimiert, transportiert... und letzten Endes in der Brennstoffzelle wieder zu Strom gemacht, und dann für den Antrieb genutzt. Das H2-Auto kommt damit eine bestimmte Strecke weit, das Akku-Auto legt mit derselben Strommenge die dreifache Strecke zurück. Wenn im Keller eine Brennstoffzelle aufgestellt wird dann kann die zwar etwas effizienter arbeiten als die im Auto, an einen Akku kommt sie allerdings trotzdem lange nicht ran.

Natürlich weiss ich nicht, inwieweit sich die einzelnen Umwandlungsprozesse beim Wasserstoff noch verbessern lassen. Aber stand heute hast du wohin du auch schaust nichts als Verluste. Für irgendwelche Nischenanwendungen mag das noch akzeptabel sein (wie für das H2-U-Boot der Marine), aber für Massenanwendungen wie Verkehr, Energiespeicherung von Solaranlagen im Eigenheim (bei dem das Gewicht der Akkus keine Rolle spielt)... macht das unterm Strich keinen Sinn.