Welches Programm statt Photoshop??

21. Jan. 2020 00:39 Uhr - Tina

Was nutzt ihr so?

Affinity Photo?

Pixelmator Pro?

Vielleicht GIMP?

Oder ein anderes, eher unbekannteres Programm?

Ich bin noch ziemlich unentschlossen.

Allerdings ist mir eines mittlerweile klar: Ich will endlich weg vom Adobe und denen nicht mehr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sein.

Das kann man ja pauschal nicht ansatzweise beantworten. Was machst du denn mit EBV? Wieviel Arbeitsaufwand würdest du fürs Umlernen investieren? Was stört dich (abgesehen von "Adobe") an PS? Wie oft nutzt du EBV?

Tut es vlt. PS light, sprich Adobe Photoshop Elements, das es ab und zu für 42 Euro bei amazon gibt?

Bearbeitest du auch RAW-Dateien? Machst du hauptsächlich einfache Retuschen oder aufwändige Bildveränderungen?

Für mich wäre das kleine Adobe Fotoabo (Lightroom + Phososhop für knapp 12 Euro im Monat) die beste Lösung, wenn ich häufiger EBV machen würde. Aber für die 2x im Monat habe ich mir Luminar angeschafft. Das Programm ist ganz nett, allerdings auf älterer oder nur mittelmäßig starker Hardware grottenlahm (nutze Macbook Pro 2017 8/512 2xThunderbolt).

Mir geht es primär um die "klassische" Bildbearbeitung, weniger um Raw.

Ich lehne das Adobe Mietmodell inzwischen gänzlich ab, da trotz der relativ niedrigen Monatskosten die Kosten über mehrere Jahre hinweg einfach enorm sind und das Tempo der Weiterentwicklung spürbar nachgelassen hat. Auch besteht immer eine latente Unsicherheit, da Adobe jederzeit Accounts sperren kann, so wie letztes Jahr in Venezuela geschehen. Adobe experimentiert seit einiger Zeit hier und dort mit Preiserhöhungen - es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es teurer wird.

Unterm Strich will ich daher weg von Adobe.

Photoshop + Lightroom kosten pro Monat 11,89 Euro.

Das ist meiner Meinung nach absolut vertretbar.

Ich bin wahrlich kein Freund davon, für jede x-beliebige App ein Abo abzuschließen. Monatlich 5 Euro hier, 3 Euro dort, 7 Euro für dies, 4 Euro für das usw. - das geht ins Geld. Und das ist IMHO das Hauptproblem an den Abos, das viele Programme im Abo einfach zu teuer sind.

Office 365 Home bekommt man zum Teil für unter 50 € pro Jahr. Photoshop/Lightroom für knapp 12 Euro pro Monat. Das sind IMHO faire Preise, da sind auch Cloud-Dienste, Speicherplatz etc. dabei. Wenn dann aber Schreib-, Notiz-, Aufgaben-, Passwort- und sonstwas-Programme jeweils 3-10 Euro pro Monat verlangen, passen irgendwann die Relationen nicht mehr (pro JAHR wäre es okay!).

Aber nun gut, das ist Ansichtssache.

Um deine Frage aufzugreifen: Affinity Photo ist für das Preis/Leistungsverhältnis absolut unschlagbar. An die High-End-Funktionen von Photoshop kommt es aber nicht heran. Gleiches gilt für Pixelmator Pro.

Ich halte knapp 12 Euro im Monat für LR+PS auch für vertretbar, zumal ich mit Luminar gerade die Erfahrung gemacht habe, dass eine einmal  gekaufte Software zwar dir gehört, im Folgejahr dann aber ein kostenpflichtiges Update mit Erweiterungen kommt, die du eben doch auch haben willst, so dass du dann nochmal zahlst.

Aber: Tina hat absolut recht mit der Unberechenbarkeit von Adobe. Heute bieten sie eine billige Einstiegslösung - und wenn genug Leute in ihrem Ökosystem gefangen sind, erhöhen sie vielleicht deutlich die Preise, in dem sie bisherige Abos ändern. Du kannst dann kündigen und verlierst den Zugriff auf deine bearbeiteten Fotos (inkl. aller bisher gezahlten Gelder) oder du zahlst zähneknirschend das dann teurere Abo. Dieser Gedanke hält auch mich von einem LR-Abo ab.

Bei mir im Studio hat sich für viele Aufgaben Affinity etabliert. Mit den Modulen A-Photo, A-Designer, A-Publisher werden praktisch alle Aufträge erledigt. Wir fotografieren hauptsächlich in RAW mit Kameras von PhaseOne, Canon EOS, aber auch mit FujiFilm im Mittelformat und sogar APS-C. Hier hat CaptureOnePro einen festen Platz, da der RAW-Converter überzeugt. Für CaptureOne gibt es auch eine Kaufversion ohne Abo (kennt über 500 Kameras). Für viele Anwender reichen doch aber auch die kostenlosen Programme von CANON wie Digital-PhotoProfessional 4 oder CaptureOneExpress / RAW File Cnverter von SilkyPix für FujiFilm Kameras.  Egal für welche Software man sich für EBV entscheidet, man muss sich intensiv damit beschäftigen, fehler machen und damit lernen. Wenn man das nicht will, reicht auch Photoshop Elements. Der Spass hört aber dann auf wenn die RAWs moderner Kameras nicht erkannt werden. Bei Lightroom war da ja auch bei Version 6.14 Ende. Weiter geht es da nur mit LR 8.xx CC im Abo. Da wären auch noch ON1 Photo RAW, LUMINAR 4 .......           PS: Wer nicht mit RAW fotografiert, verschenkt viel.

Ich bin "nur" hobbymäßig unterwegs, nutze aber seit 4 Jahren gern und oft das PhotoLab von DxO. Kauflizenz, guter Support, umfangreiche Gehäuse-Objektiv-Datenbank mit entsprechenden Korrektur-Algorithmen, gute Erlernbarkeit, stabil. Ich benutze ausschließlich RAW-Daten und bin sehr zufrieden mit PhotoLab.

Und von Adobe habe ich mich seit CS5 verabschiedet - mir fehlt nix.