Zu "Tut Apple Ihrer Ansicht nach noch genug für professionelle Mac-User?"

22. Mai 2018 19:57 Uhr - MacRobin

Gegenfrage: Was wird denn eigentlich unter einem Pro-User verstanden?

Wird nur dann jemand als "Pro" gewertet, wenn er in gemischten Netzwerken mit Virtualisierung, Servern, Remote-Verbindungen etc. auf Unternehmens-Policy unterwegs ist? (der Eindruck drängt sich aufgrund aktueller Diskussionen hier auf)

Oder zählt auch der kleine Freiberufler, der seine Office-Arbeiten mit dem Mac macht, dazu? (dazu tendiere ich ganz ganz stark)

Früher waren es fast ausschließlich die "klassischen" Gebiete DTP, Bildbearbeitung, Musikproduktion und Zeichnen/Illustration. Das Spektrum hat sich aber deutlich ausgeweitet, vor allem im Internet und im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung - da gibt es eine inzwischen bunt gemischte Bandbreite aller möglichen Jobs, für die Hardware zum Arbeiten benötigt wird - die User derer Hardware sind damit letztlich auch "Pro's".

Will sagen: Was der eine "Pro" benötigt, darauf legt der andere "Pro" schlichtweg keinen Wert. Deswegen halte ich von Verallgemeinerungen z. B. im Zuge der Umstellung von Apples Server-Strategie nichts. Der eine jammert wegen macOS Server, der andere freut sich über die hohe Rechenleistung des iMac Pro. Pro ist nicht gleich Pro.

Was - so denke ich - alle "Pro's" eint, ist das Thema Stabilität, Zuverlässigkeit und Robustheit. Darauf ist jeder angewiesen. Und da mischt macOS unverändert weit weit vorne mit.

Bedeutungsübersicht

        (eine Tätigkeit) als Beruf ausübend
        als Beruf betrieben
    fachmännisch, von Fachleuten anerkannt, benutzbar, erstellt o. Ä.

    https://www.duden.de/rechtschreibung/professionell 

    So und nicht anders würde ich das auch sehen (professionell = beruflich). 

    Die heutigen Computer sind für sehr viele professionelle Tätigkeiten absolut ausreichend.  Ich hatte früher ausschließlich die teuersten und leistungsfähigsten Mac-Modelle. Heute reicht mir ein Einsteiger-iMac und ein Air bestens zum Geldverdienen.  D.h. ich bin eigentlich ganz zu frieden.

    Allerdings teilweise sehr generft bin ich in den letzten Jahren von der Qualität einzelner Apple-Geräte. Das ist auch ein Grund warum ich als Pro-User inzwischen Billigmodelle kaufe. Damit ich bei Problemen sofort einen neuen Rechner kaufen kann. Als Pro-User kann ich mir keine Ausfälle durch Reperaturen leisten.

    Die berufliche Anwendung hat sich doch in den letzten Jahren stark verändert. Ich würde mal sagen Stabilität, Zuverlässigkeit - Arbeitsfluss - Anbindung, Vernetzung sind für mich wichtige allgemeine Kriterien. Im Durchschnitt überlebt ein iMac unbeschadet über 3 bis 5 Jahre meine andere Hardware , im Verhältnis von 1 zu 3 PCs, 3 Drucker und 3 externe Backup Disks. Mich hat nicht das Backup, sondern der Fusiondrive wiederholt gerettet. Externe HDs musste ich wegwerfen und vom Mac aus alles neu aufsetzen. Diese Zusatzkosten machen in wenigen Jahren fast schon einen neuen Mac aus. Letzteren tausche ich alle 3-5 Jahre aus, solange ich noch einen guten Wiederverkaufspreis erzielen kann. Bezüglich Stabilität und günstigen Jahreskosten ist der Mac für mich nach wie vor ungeschlagen. 

    Die Pro-Anwendung sollte man nicht mit Mac-Pro im Sinne von Mac-Kenner gleichsetzen, da manche Kommentare im Forum kein allzu großes Mac-Verständnis offenbaren.

    Die berufliche Anwendung hat sich doch in den letzten Jahren stark verändert.

    Da stimme ich voll und ganz zu. Arbeitsplätze, Arbeitsorte und Anforderungen unterliegen stärker denn je einem Wandel.

    Apple soll sich meiner Meinung nach lieber auf das Base-OS konzentrieren. Anfangs war ich erst angesäuert wegen der "Beschneidung" von macOS Server, aber man muss halt auch sehen, dass man z. B. Kalender/Konakte prima übers Web oder im Büro/in der Firma über ein NAS freigeben kann. Für viele Anwendungsgebiete gibts inzwischen stimmige Lösungen.

    Abgesehen davon ergibt sich jetzt eine Marktlücke für Dritthersteller. Wer weiß, vielleicht sehen wir schon zur WWDC erste Ankündigungen für Mac-Serverpakete von etablierten oder neuen Playern?

    So "stabil" ist macOS ganz sicher nicht mehr! Vor allem nicht wenn es um Netzwerkgeschichten geht. Der Finder ist das beste Beispiel für ständige Aufhänger. Das geht so weit, dass nur Hard-Resets die Kisten wieder zum Laufen bringen. Kleine Netzwerkprobleme schaffen es, die ganze Kiste einfrieren zu lassen ... Wo gibt es das sonst noch?

    Die "Stabilität" mag dem Gefühl von Einzelplatznutzern entsprechen, denen Photoshop oder der Browser nur 1x im Monat abschmiert ... Wahrscheinlich ich das damit gemeint.

    Wie ernsthaft das Apple in der Vergangenheit mit dem Serverprogrämmchen gemeint hat, ist schon daran erkennbar, dass auf der Kiste auch das überflüssige i-Zeug mitgeliefert wird, die kein Mensch auf einem Rechner, wo Serverdienste laufen sollen, braucht. Aber gut - Seeverdienste auf nem Mac ist ja eh bald Geschichte.

    Linux/BSD - Windows - macOS. So sieht derzeit die Reihenfolge bezüglich Stabilität aus. Wobei macOS ja einen BSD-Kern hätte. Aber aus unerfindlichen Gründen hat man sich dazu entschlossen das ganze zu versauen und die ganzen vormals stabilen Stacks zu vermurksen.

    macOS ist kein professionelles System. Leider muss man sich das eingestehen, auch wenn es von der Bedienerfreundlichkeit her immer noch ungeschlagen ist. Aber ob das in Zukunft noch reichen wird?

     

    Die Erfahrungen sind halt unterschiedlich, denn ich hab mein letztes Book vor 6 Jahren gekauft, ausgepackt und mit einer krausen Mischung an Software bestückt, hauptsächlich Audio und Layoutbereich, und zwar wild gemischt von noname-, über opensource- bis hin zu "profi"-Software. Das Gerät ist immer wieder zeitweilig in die verschiedensten Firmennetzwerke eingebunden. Aufhänger hatte ich bislang nur zweimal, wegen eigener Fehler in der Konfiguration bei Virtualisierungssoftware. Finder stets stabil, der Rest auch. Seit 6 Jahren... und ich verdiene Geld mit meiner Arbeit am Rechner.

    Ich quake ab und an, dass die Computer immer mehr zu einer Art Fernbedienung fürs Netz mutieren, doch ich bin ein Fossil und nutze immer noch gern Stift und Papier...

    Und in der Tat: In meiner gesamten Berufszeit habe ich fast ausschließlich windowsuser beim stetigen Wiederaufbau ihrer Dateien oder Systeme erlebt. Ob das wirklich nur dem System oder dessen Offenheit für allemögliche Hardware zuzuschreiben ist, kann ich nicht beurteilen. Erst Recht nicht, wieviel der mangelhaften fehlerhaften Bedienung von Software und Gerät.

    So what?

    Beste Grüße!

    Die sind stabil wenn man vorwiegend auf das afp-Protokoll setzt bei Verbindungen zwischen 2 oder mehr Macs. Ist man gezwungen PCs mit einzubinden lautet meine Empfehlung zwischen den Macs weiterhin afp  zu verwenden, in dem im Finder über das Menü gehe zu die IP-Adresse (afp://192.168.xx.xx) eingegeben wird. Der Finder benutzt zuerst die smb-Verbindung, die gerne mal instabil ist

    Fungdschioniert in einer Agentur mit gemischtem Netzwerk super.

    Wolf