Insolvenzverfahren gegen Hermstedt AG

05. Juli 2007 13:00 Uhr - sw

In den 90er Jahren setzte Hermstedt mit seinen ISDN-Lösungen für DTP, Grafik und Prepress im Mac-Markt Standards für die Datenübertragung, jetzt steht das Unternehmen vor dem Aus. Am 01. Juli wurde am Amtsgericht Mannheim wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren gegen die Hermstedt AG eröffnet. Nachdem die DSL-Technik Anfang des Jahrtausends ihren Siegeszug begann, verloren die ISDN-Produkte von Hermstedt zunehmend an Bedeutung. Mit Produkten wie dem Dateitransferserver StingRay und dem Wireless Music Center Hifidelio wollte sich Hermstedt neue Geschäftsfelder erschließen – offenbar nur mit mäßigem Erfolg. Der IT-Bereich von Hermstedt hat indes einen neuen Eigentümer gefunden.

Die Firma Pro2col, die in England seit Jahren im Kommunikationsbereich tätig ist und als Hermstedt-Distributionspartner fungierte, hat ein Unternehmen in Deutschland gegründet, das Entwicklung, Vertrieb und Support für StingRay- und Leonardo-Produkte übernimmt.

“Pro2col garantiert Kontinuität in der Fertigung und den hohen Supportlevel von StingRay und den Leonardo-Produkten. Den Kunden steht ein bewährtes Team, bestehend aus deutschem Support und Vertrieb, zur Verfügung und die Roadmap für die Entwicklung des Datenmanagementservers StingRay wird in Kürze fertig gestellt", teilte Pro2col-Geschäftsführer James Lewis mit.

Pro2col Deutschland soll Mitte Juli den Geschäftsbetrieb aufnehmen, Details sollen unter www.pro2col.de veröffentlicht werden.