Ein Jahr Windows Vista

30. Jan. 2008 13:00 Uhr - sw

Heute vor einem Jahr führte Microsoft das Betriebssystem Windows Vista in den Massenmarkt ein. Weltweit sei Vista über 100 Millionen Mal verkauft worden, freut sich der Softwaregigant. Die Kritik an dem Betriebssystem reißt allerdings nicht ab. Viele Anwender und Unternehmen bevorzugen auch heute noch den Vorgänger Windows XP. Unter Beschuss geriet Microsoft zudem von Seiten der Hersteller. "Die gesamte Industrie ist enttäuscht über Windows Vista", erklärte Acer-Präsident Gianfranco Lanci im Sommer 2007. Nie zuvor habe eine neue Windows-Version den Absatz von Computern derart schwach angekurbelt. Vista sei nicht ausgereift, die Stabilität sei ein Problem. Viele Geschäftskunden würden darum bitten, den Vorgänger Windows XP zu installieren, so Lanci.

Den schlechten Ruf von Vista habe Microsoft selbst verschuldet, schreibt heute heise online: "Schließlich bietet das neue Windows zwar eine Fülle an Detailverbesserungen, jedoch trotz einer fünfjährigen Entwicklungszeit kaum bahnbrechende Neuerungen." Lediglich das neue Sicherheitskonzept sei ein Schritt in die richtige Richtung, die Umsetzung sei indes noch verbesserungsfähig. "Viele Nutzer sind von den ständigen Sind-Sie-sicher-Nachfragen schnell so genervt, dass sie die Benutzerkontensteuerung alsbald deaktivieren", so heise online weiter.

Weiterhin gebe es nur wenige handfeste Gründe für einen Wechsel auf Vista, doch spreche inzwischen immer weniger dagegen, Vista auf fabrikneuen Computern einzusetzen. Denn inzwischen seien laut heise online viele Treiber an Vista angepasst worden, mit über 100 MByte Updates habe Microsoft etliche Fehler korrigiert. Zudem soll im laufenden Quartal das erste Service Pack erscheinen.