Illegales Flickwerk: "Mac-Clone" von Psystar

14. Apr. 2008 18:00 Uhr - sw

Immer wieder ist es Hackern in der Vergangenheit gelungen, Mac OS X auf x86-basierter Hardware von Drittherstellern zu installieren. Diese Arbeit macht sich das US-Unternehmen Psystar nun zunutze und bietet einen "Mac-Clone" namens "OpenMac" zum Preis von 399 Dollar an. Der Minitower im beigen Standard-Design enthält einen mit 2,2 GHz getakteten Core 2 Duo-Prozessor, zwei GB RAM, eine 250 GB-Festplatte, einen DVD-Brenner und Intel GMA 950-Grafikchip. Für 155 Dollar Aufpreis gibt es ein vorinstalliertes Mac OS X 10.5, basierend auf im Internet kursierenden Hacks.

Der "OpenMac" soll damit stabil laufen, behauptet Psystar. Dennoch dürfte die Offerte nichts weiter als ein Marketinggag sein. Denn die Vorgehensweise wird von Apple in den Mac OS X-Lizenzbestimmungen ausdrücklich untersagt, zudem ist ein solches System in der Praxis praktisch unbrauchbar.

Denn wie bereits bei allen Mac OS X-Hacks der Fall, macht ein per Software-Aktualisierung eingespieltes Update das System mit hoher Wahrscheinlichkeit komplett unbrauchbar. Davor warnt auch Psystar. An die Installation wichtiger Updates mit sicherheitsrelevantem Inhalt ist daher nicht zu denken. Da die Stabilität eines solchen illegalen Mac-Clones zudem nicht hundertprozentig garantiert werden kann, verbietet sich ein Produktiveinsatz von selbst. Drittens ist es fraglich, ob Zusatzhardware auch problemlos genutzt werden kann, Stichwort Treiberkompatibilität.

Rechtliche Schritte von Apple gegen Psystar werden von Experten erwartet. Die Web-Site von Psystar ist bereits nicht mehr erreichbar. Ob dies ein Resultat von Apples Aktivitäten ist oder nur eine Serverüberlastung vorliegt, ist derzeit nicht bekannt.

Kommentare

In dieser Form handelt es sich um eine vorsätzliche Falschmeldung, verehrte Bamberger, denn sie ist eine auf einem Vorurteil beruhende Kommentierung, bevor der ihr zugrunde liegende Sachverhalt überhaupt tatsächlich bekannt und erst recht nicht geklärt ist.

Und: Die Website ist inzwischen auch längst wieder erreichbar.