4000 iPhone-Programme in Entwicklung?

02. Juli 2008 18:00 Uhr - sw

Seit Apple im Oktober 2007 die Öffnung der iPhone-Plattform verkündete, ist das Interesse der Softwareindustrie an dem Smartphone kontinuierlich gestiegen. Mehr als 250.000 Mal wurde das iPhone-Entwicklerkit seit März 2008 heruntergeladen, die diesjährige WWDC in San Francisco war erstmals in ihrer Geschichte vollständig ausverkauft. Zudem gingen bei dem von der Venture-Capital-Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers aufgelegten iPhone-Entwicklerfond (Kapital: 100 Millionen Dollar) bis Ende Mai über 1700 Anträge auf Förderung ein. Nun berichtet die BusinessWeek, dass sich angeblich 4000 Anwendungen und Spiele für das iPhone bzw. den iPod touch in der Entwicklung befinden.

Wie viele es tatsächlich in den App Store schaffen werden, ist allerdings ungewiss. Apple prüft jede eingereichte Anwendung sorgfältig auf etwaige Inkompatibilitäten, die den Betrieb des Mobiltelefons beeinträchtigen könnten, und auf Einhaltung der Lizenzbedingungen. Zudem dürfte die Zahl der verfügbaren Softwaretitel zum Start des App Store noch recht überschaubar sein, da Apple erst seit Ende Juni Anmeldungen entgegennimmt.

Eines ist allerdings jetzt schon klar: Rund um die iPhone-Plattform entsteht ein neuer Markt. Apple verdient dabei doppelt mit: Einerseits durch den Verkauf des Geräts selbst, andererseits durch eine Provision für jedes im App Store verkaufte Programm. Der Computerkonzern kassiert von jedem kommerziellen Softwaretitel 30 Prozent des Verkaufspreises, der Rest wandert an den Hersteller. Kein Wunder also, dass viele Analysten angesichts der enormen Popularität des iPhones dem IT-Pionier großartige Wachstumschancen prognostizieren.