Motorola verklagt Apple-Mitarbeiter

21. Juli 2008 16:00 Uhr - sw

Motorola hat vor einem US-Gericht eine Klage gegen einen ehemaligen Manager eingereicht, der jetzt für Apple tätig ist. Der Vorwurf: Er soll Firmengeheimnisse von Motorola an Apple verraten haben. Wie aus einem Bloomberg-Bericht hervorgeht, hatte Michael Fenger bis März dieses Jahres die Position des Vizepräsidenten für Motorolas Mobiltelefongeschäft in Europa, Afrika und Naher Osten inne. Inzwischen arbeitet er bei Apple als Vizepräsident für den weltweiten iPhone-Verkauf. Dies sei jedoch nicht zulässig, da sich Fenger vertraglich verpflichtet habe, mindestens zwei Jahre nach dem Ausscheiden bei Motorola bei keinem anderen Handyhersteller anzuheuern.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters habe Fenger für diese Zusage eine siebenstellige Geldsumme sowie Aktienoptionen erhalten. Vor Gericht will Motorola nun erreichen, dass Fenger nicht länger bei Apple angestellt sein darf und verlangt die Rückzahlung des Geldes sowie Rückgabe der Aktienoptionen. Nicht zuletzt solle damit die Weitergabe von vertraulichen Motorola-Informationen unterbunden werden. Fenger war bei Motorola u. a. mit Preisgestaltung, Margen, Produktstrategie und Produktentwicklung befasst.