Psystar auf Konfrontationskurs

31. Juli 2008 21:00 Uhr - sw

Psystar, Anbieter von Intel-basierten Computersystemen mit vorinstalliertem Mac OS X, ist nicht gewillt, sich dem Druck Apples zu beugen. Als Reaktion auf die Anfang Juli von Apple eingereichte Klage hat Psystar laut der Computerworld nun eine bekannte Anwaltskanzlei mit der Verteidigung beauftragt. Carr & Ferrell LLP, auf Rechtsstreitigkeiten wegen geistigen Eigentums spezialisiert, hat zunächst eine Fristverlängerung beantragt. Psystars Anwälte haben nun bis zum 18. August Zeit, eine Stellungnahme zu den Vorwürfen Apples abzugeben.

Wie berichtet, hält der Computerkonzern das Treiben von Psystar für illegal. Psystar verletze Patent-, Marken- und Lizenzrechte von Apple, schade dem Ruf des Unternehmens und habe illegale Veränderungen an Apple-Produkten vorgenommen. Apple will vor Gericht einen sofortigen Verkaufsstopp für Psystars "Mac-Clones" samt Rückruf aller verkauften Systeme erreichen und verlangt Schadensersatz.

Carr & Ferrell LLP konnte im vergangenen Jahr einen Erfolg gegen Apple verbuchen. Die Kanzlei vertrat die Firma Burst, die Apple Patentverletzung vorwarf. Ende 2007 einigten sich beide Seiten außergerichtlich. Apple zahlte zehn Millionen Dollar und erhielt Nutzungsrechte für zahlreiche Burst-Patente.