MobileMe: Jobs räumt Fehler ein

05. Aug. 2008 11:30 Uhr - sw

Apple-CEO Steve Jobs hat mit deutlichen Worten Selbstkritik an der holprigen Einführung von MobileMe geübt. Es sei ein Fehler gewesen, den neuen Internet-Dienst zeitgleich mit UMTS-iPhone, iPhone-Software 2.0 und App Store an den Start zu schicken, schreibt Jobs laut Ars Technica in einer E-Mail, die gestern an Apple-Mitarbeiter verschickt wurde. Derzeit genüge MobileMe nicht den Ansprüchen des Unternehmens.

MobileMe sei zu früh ans Netz gegangen. Man hätte eigentlich mehr Zeit für Tests benötigt, zudem wäre es besser MobileMegewesen, die MobileMe-Funktionen erst Schritt für Schritt zu aktivieren, so Jobs. Eine verspätete Einführung von MobileMe hätte keine negativen Konsequenzen gehabt. Es habe sich gezeigt, dass man noch viel zu lernen habe, was Internet-Services angeht.

Bis Jahresende soll MobileMe ein Dienst werden, auf den man stolz sein könne, verspricht der Apple-Mitbegründer. Dazu wurde die MobileMe-Abteilung umstrukturiert. Sie untersteht nun Eddy Cue, der künftig für den gesamten Internet-Bereich – namentlich iTunes Store inklusive App Store sowie MobileMe – verantwortlich zeichnet.

MobileMe wurde offiziell am 11. Juli eingeführt. Der Dienst war allerdings Tage danach nur sporadisch erreichbar und stark fehlerbehaftet. So räumte Apple vor kurzem ein, mehr als 70 Fehler behoben, die Performance optimiert und Probleme beim Mailverkehr aus dem Weg geräumt zu haben. Als Entschädigung wurde die Mitgliedschaft aller MobileMe-Kunden kostenlos um 30 Tage verlängert.

In einem Weblog informiert Apple über Fortschritte bei MobileMe.