Bericht: Mac OS X 10.6 mit Cocoa-Finder

20. Okt. 2008 15:30 Uhr - sw

Während Apple in jüngerer Vergangenheit ein neues iPhone, neue iPods und eine runderneuerte Laptop-Produktreihe vorstellte, rückte die nächste Betriebssystemgeneration des Computerherstellers etwas in den Hintergrund. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Apples Entwicklungsabteilung in den letzten Monaten fleißig an Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" gearbeitet hat.

Nach Informationen von AppleInsider hat das Unternehmen nun damit begonnen, den Hard- und Softwareherstellern neue Testversionen des Betriebssystems zur Verfügung zu stellen. Eine erste Mac OS X 10.6-Preview wurde bekanntlich im Juni auf der WWDC 2008 in San Francisco an die Entwickler verteilt.

Mac OS X 10.6 Snow Leopard

Wie das Gerüchteportal weiter schreibt, geht mit der Entwicklung von Mac OS X 10.6 angeblich eine umfassende Umstellung von Carbon auf Cocoa einher. Demnach soll der Finder, eine der ältesten Carbon-Anwendungen Apples, inzwischen komplett neu in Cocoa geschrieben worden sein. Auch viele andere Apple-Programme seien auf Cocoa umgestellt worden.

Neu eingeführt wurde laut AppleInsider eine Funktion namens ImageBoot, die es ermöglicht, einen Mac von einem Disk Image zu starten. Dadurch lassen sich mehrere Betriebssysteminstallationen auf einer Partition unterbringen. Ob das Booten von einem verschlüsselten Disk Image unterstützt wird, ist noch nicht bekannt.

Apple will Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" im Frühjahr oder Frühsommer 2009 ausliefern. Wichtigste Neuerungen: Umfassende Optimierungen für Multi-Core-Prozessoren, Unterstützung für bis zu 16 Terabyte (TB) Arbeitsspeicher, Beschleunigung von Rechenaufgaben durch Auslagerung auf Grafikchips (OpenCL), native Exchange 2007-Anbindung, das optimierte QuickTime X, volle Unterstützung für das moderne Dateisystem ZFS und Safari 4.0 mit stark beschleunigtem JavaScript.