Frankreich: iPhone-Exklusivvertrieb unzulässig (Update)

17. Dez. 2008 16:00 Uhr - sw

Apple darf das iPhone in Frankreich nicht länger exklusiv über das Telekommunikationsunternehmen Orange vertreiben. Dies geht aus einer Entscheidung des französischen Kartellamts hervor. Dieses erklärte, dass das Abkommen zwischen Apple und Orange eine "ernste und unmittelbare Gefahr" für den Wettbewerb darstelle. Apple müsse daher auch anderen Unternehmen in Frankreich erlauben, das iPhone anzubieten. Seit November 2007 verkauft Orange das Apple-Smartphone exklusiv in Frankreich. Dagegen hatte der Mobilfunkanbieter Bouygues Telecom geklagt – mit Erfolg. Bouygues will nun in Kürze in den iPhone-Vertrieb einsteigen. Orange hat nach eigenen Angaben von November 2007 bis Ende September 2008 knapp 220.000 iPhones verkauft.

Nachtrag (20:00 Uhr): Orange hat angekündigt, Berufung gegen die Entscheidung des französischen Kartellamts einzulegen. Das Unternehmen teilte ferner mit, inzwischen 600.000 iPhones verkauft zu haben - davon 450.000 UMTS-iPhones.