Chrome: Mac-Version macht Fortschritte

16. Febr. 2009 11:30 Uhr - sw

Bislang gibt es Chrome nur für Windows – doch das soll sich schon bald ändern. Noch im ersten Halbjahr 2009 werde der neue Web-Browser auch für Mac OS X und Linux erscheinen, verkündete Google im Januar. Nun vermeldet der Google-Entwickler Mike Pinkerton Fortschritte bei der Entwicklung der Mac-Version. Pinkerton hat in seinem Blog zwei Screenshots veröffentlicht, die die (noch) rudimentäre Oberfläche der Mac OS X-Fassung von Chrome zeigen. Ein Feature von Chrome, das Google besonders hervorhebt, sorgt für einen enormen Entwicklungsaufwand, hat aber einen bislang konkurrenzlosen Vorteil: Jedes Tab läuft in einem eigenen Betriebssystemprozess.

Dadurch können Web-Sites den Browser nicht mehr zum Absturz bringen, da lediglich das betroffene Tab geschlossen wird. Zudem wird so die Angriffsfläche für Schadsoftware reduziert und die Performance erhöht, da moderne Mehrkernprozessoren besser ausgelastet sind.

Diese Technologie sei der Hauptgrund, weshalb die Entwicklung von Chrome für den Mac (und für jede andere Plattform) sehr zeitaufwendig sei, so Pinkerton. Chrome basiert wie Safari auf der Renderengine WebKit. Für die eigene Tab-Implementierung habe man WebKit entsprechend weiterentwickeln müssen, erläutert Pinkerton.

Ein weiteres Highlight von Chrome ist die hoch performante JavaScript-Engine V8, die die Arbeit mit modernen Web-Anwendungen beschleunigen soll. Allerdings sind auch für Safari (Squirrel Fish Extreme) und Firefox (TraceMonkey) leistungsfähige JavaScript-Engines in Arbeit. Safari 4.0 mit Squirrel Fish Extreme wird für Frühjahr oder Sommer 2009, Firefox 3.1 mit Tracemonkey für März oder April 2009 erwartet.