iPhone-Gerüchte: Erweitertes Multitasking

18. Mai 2009 18:00 Uhr - sw

Das Multitasking im iPhone OS ist bisher ausschließlich Apple-Anwendungen vorbehalten. Safari läuft im Hintergrund mit, das Musikhören während der Nutzung von Programmen und Spielen ist problemlos möglich. Anders bei Software von Drittanbietern: Sie darf nicht im Hintergrund laufen, was bei einigen Einsatzgebieten wie Internet-Telefonie, Instant Messenger oder Internet-Radio-Clients nicht sehr komfortabel ist. Das iPhone OS 3.0, das im Sommer erscheint, führt einen Notifikations-Dienst ein, der es beispielsweise ermöglicht, dass der Anwender über neue Instant-Messenger-Nachrichten oder VoIP-Anrufe benachrichtigt wird, ohne dass die betreffende Anwendung geöffnet sein muss. Doch Apple erwägt offenbar, noch einen Schritt weiter zu gehen.

UMTS-iPhoneJüngsten Gerüchten zufolge will Apple angeblich das Multitasking in beschränktem Umfang für Software von Drittherstellern freigeben. Ein Szenario wäre, dass Apple dem Anwender erlaubt, bis zu zwei Anwendungen auszuwählen, die im Hintergrund laufen dürfen. Ein anderes Szenario: Apple gestattet einzelnen Programmen unter Berücksichtigung von Systemstabilität und Ressourcenverbrauch und nach ausgiebiger Prüfung die Multitasking-Nutzung. Diese müsste von den Entwicklern separat beantragt werden.

Bei diesen Spekulationen muss natürlich berücksichtigt werden, dass iPhone und iPod touch nur über einen sehr kleinen Arbeitsspeicher von 128 MB verfügen (soll sich angeblich in der nächsten Gernation verdoppeln; mehr dazu hier) – unbegrenztes Multitasking ist schlichtweg technisch nicht möglich.

Für Navigationsprogramme, Clients für Internet-Radio, VoIP- oder Instant-Messenger-Software wäre Multitasking ein Segen und würde den Nutzwert von Apples Mobilplattform weiter erhöhen.

Ob das erweiterte Multitasking bereits für das iPhone OS 3.0 geplant ist, oder erst in einer späteren Betriebssystemversion Einzug halten wird, darüber scheiden sich in der Gerüchteküche die Geister. Allerdings bemühe sich Apple intensiv um eine Lösung der Multitasking-Problematik, heißt es.