Analyst: Mac-Absatz besser als erwartet

19. Mai 2009 14:00 Uhr - sw

Monat für Monat nimmt der Analyst Gene Munster von der Investmentbank Piper Jaffray die Verkaufszahlen von Apple-Produkten im US-Einzelhandel unter die Lupe. Obwohl die Verbraucher aufgrund der Wirtschaftskrise bei Anschaffungen weiter zurückhaltend sind, hat sich Apple im April offenbar achtbar geschlagen. Laut Munster sank der Mac-Absatz im US-Einzelhandel im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent. Das Geschäft entwickelte sich besser als von Munster erwartet – denn der Analyst befürchtete einen Absatzrückgang um satte zehn Prozent.

Neuer iMacAllerdings sei es noch zu früh, um die Prognose für das gesamte Quartal zu erhöhen. Munster rechnet daher weiterhin mit einem Mac-Absatz von 2,1 bis 2,3 Millionen Geräten für das laufende Quartal. Dies würde einem Rückgang von acht bis 16 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2008 entsprechen. Zwischen April und Juni 2008 verkaufte Apple weltweit insgesamt 2,496 Millionen Computer. Rund die Hälfte des globalen Mac-Absatzes entfällt auf die USA.

Im vergangenen Quartal ist der Mac-Absatz erstmals seit drei Jahren gesunken. Er fiel im Vergleich Vorquartal um drei Prozent von 2,289 auf 2,22 Millionen Geräte. Gerüchten zufolge plant der Computerkonzern Preissenkungen zur Stimulierung der Nachfrage (mehr dazu hier).

Munster hat auch die iPod-Nachfrage beleuchtet. Demnach wurden im April neun Prozent weniger iPods in den USA verkauft als ein Jahr zuvor. Munster erwartet einen iPod-Absatz zwischen 9,5 und 10,5 Millionen Stück für das aktuelle Quartal. Im Vorjahresquartal gingen 11,01 Millionen iPods über den Ladentisch.

Munster empfiehlt die Apple-Aktie mit einem Kursziel von 180 Dollar zum Kauf.