Mac OS X 10.6 erkennt Schadsoftware

26. Aug. 2009 12:00 Uhr - sw

Zwei Tage vor dem Verkaufsstart von Mac OS X 10.6 (mehr dazu hier) sind weitere Details über das neue Apple-Betriebssystem bekannt geworden. Wie ein Anwender aus Spanien, der bereits eine Mac OS X 10.6-Retailbox besitzt, berichtet, lässt sich das Betriebssystem angeblich auch auf eine leere Festplatte aufspielen, d. h. eine bestehende Mac OS X 10.5-Installation soll nicht erforderlich sein.

Mac OS X 10.6 Snow LeopardEine Bestätigung, dass das Mac OS X 10.6-Installationsprogramm die Existenz von Mac OS X 10.5 nicht abfragt, gibt es noch nicht. Offiziell verkauft Apple das neue Betriebssystem als Upgrade von Mac OS X 10.5.

Bei der Finalversion von "Snow Leopard" handelt es sich tatsächlich, wie im Vorfeld erwartet, um den Build 10A432.

"Snow Leopard" warnt vor Schadsoftware

Apple hat Mac OS X 10.6 eine weitere Neuerung spendiert, über die bislang nichts bekannt war. Das Betriebssystem erkennt Schadsoftware in Installationspaketen und gibt eine entsprechende Warnung aus. Derzeit erkennt "Snow Leopard" lediglich zwei Trojaner: OSX.RSPlug.A und iServices.A. Auch werden nur Installationspakete, die von bestimmten Programmen (darunter Safari, Mail, Firefox, Thunderbird, iChat und Entourage) geladen wurden, auf Schadsoftware überprüft.

Sowohl die Zahl der erkannten Trojaner als auch die Zahl der unterstützten Programme könnte Apple jedoch mit künftigen Updates erhöhen, schreibt TheRegister.

Kommentare

Schön, dass Apple endlich eingesteht, dass es auch für Mac OS X Trojaner in freier Wildbahn gibt. In den Werbespots wird ja immer so getan, als ob nur Windows von dem Problem betroffen wäre.

Wird man in Mac OS X 10.6 eigentlich auch die gesamte Festplatte nach Schadsoftware durchsuchen können?

Die Anzahl der Schadprogramme für MacOS X liegt im 2stelligen Bereich, für Windows im 5-stelligen Bereich.