Aus Firefox 3.7 wird Firefox 4.0

11. Mai 2010 12:30 Uhr - sw

Die Mozilla Corporation hat einen neuen Entwicklungsfahrplan für den Web-Browser Firefox vorgelegt. Demnach soll in Kürze Firefox 3.6.4 erscheinen, das als wichtigste Neuerung alle Plug-ins in separate CPU-Prozesse auslagert. Stürzt ein Plug-in ab, hat dies keinerlei Auswirkungen auf den Browser – Firefox 3.6.4 läuft unbeirrt weiter. In der aktuellen Firefox 3.6.4-Betaversion funktioniert dies aber nur unter Linux und Windows. Ob die Technik bis zum Erscheinen des finalen Firefox 3.6.4 auch für Mac OS X implementiert wird, ist derzeit unklar. Mozilla gab außerdem bekannt, dass Firefox 3.7 in Firefox 4.0 umbenannt wird und im Laufe dieses Jahres erscheinen soll – mit weitaus mehr Neuerungen als ursprünglich für Firefox 3.7 geplant.

FirefoxFirefox 4.0 soll mit einem neuen, vereinfachten Oberflächendesign aufwarten und eine höhere Leistung bieten. Die Entwickler wollen sowohl die Ausführung von JavaScript weiter beschleunigen (Projekt "Jägermonkey") als auch das HTML-Rendering. Dazu wird der HTML5-Parser in einen separaten CPU-Prozess ausgegliedert. Außerdem sollen Programmstart und DOM-Performance verbessert werden.

Als weitere Neuerungen sind für Firefox 4.0 geplant: Installation von Programmupdates im Hintergrund, erweiterte Unterstützung für HTML5 und CSS3, eine Sicherheitstechnik namens "Content Security Policy" (soll Cross-Site-Scripting, Clickjacking und Packet-Sniffing verhindern), bessere Verzahnung mit Mac OS X (Nutzung von CoreAnimation und CoreText), Unterstützung des "J-PAKE"-Protokolls, vereinfachte Personalisierung, direkter Wechsel zu bestimmten Tabs und umfangreiche Einstellungsoptionen, mit denen Anwender festlegen können, welche Daten an welche Web-Site übermittelt werden sollen.

Eine erste Betaversion von Firefox 4.0 soll im Juni erscheinen, weitere in Abständen von zwei bis drei Wochen. Die Fertigstellung ist für Oktober oder November 2010 geplant.