Chef von Orange Österreich kritisiert Apple

02. Febr. 2011 15:00 Uhr - sw

Die Verfügbarkeit des iPhone 4 bleibt im Mobilfunkmarkt ein heiß diskutiertes Thema. Die Mobilnetzbetreiber können das Apple-Smartphone auch sieben Monate nach dessen Markteinführung in vielen Fällen nicht sofort, sondern erst einige Zeit nach Bestelleingang liefern. Betroffen ist beispielsweise auch Orange Österreich, wo die Wartezeit für iPhone-4-Bestellungen derzeit drei bis vier Wochen beträgt. Die anhaltende iPhone-4-Knappheit sorgt bei Michael Krammer, Chef von Orange Österreich, für großen Unmut.

Die Tageszeitung Die Presse stellte Krammer die Frage: "Seit das iPhone 4 auf dem Markt ist, heißt es, es ist immer ausverkauft und jeder Mobilfunker sagt, er hätte mehr verkaufen können, wenn er mehr Stück bekommen hätte. Ist das ein Distributionsproblem von Apple oder wird hier eine künstliche Knappheit betrieben, um den Schein der Exklusivität aufrecht zu erhalten?"

Die Antwort von Krammer: "Ich weiß es nicht. Egal was es ist, es nervt. Aber wir gehen jetzt dazu über, einfach andere Geräte zu verkaufen. Es gibt hervorragende Android-Alternativen. Wenn kein iPhone da ist, wird etwas anderes verkauft. Und die anderen Geräte kommen dem iPhone immer näher. Wenn es eine beabsichtigte Knappheit ist, wird die bald zu dem Gegenteil führen von dem, was beabsichtigt ist."

Apple selbst liefert das iPhone 4 bei Bestellung über seinen Online-Shop binnen einer Woche. In den Apple-Ladengeschäften ist es in der Regel vorrätig.