iOS 5.0: Updates ohne iTunes?

06. Mai 2011 13:30 Uhr - sw

Wer das Betriebssystem von iPhone, iPad oder iPod touch aktualisieren will, muss das Gerät via USB mit dem Mac verbinden und die iTunes-Software starten. Die Apple-Konkurrenz, namentlich Android und webOS, ist hier einen Schritt voraus – die beiden Betriebssysteme erlauben die direkte Installation von Updates. Neuesten Gerüchten zufolge arbeitet Apple daran, in diesem Punkt zur Konkurrenz aufzuschließen.

Wie das Newsportal 9to5Mac unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet, soll das in der Entwicklung befindliche iOS 5.0 die direkte Installation von Betriebssystemupdates erlauben - ohne Computer, ohne iTunes. Der Download der Updates soll sowohl via Mobilfunknetz als auch via WLAN-Verbindung erfolgen können. In dieser Angelegenheit würden derzeit Gespräche zwischen Apple und dem Mobilnetzbetreiber Verizon laufen, behauptet 9to5Mac.

Sollte das iOS 5.0 tatsächlich die direkte Installation von Betriebssystemupdates ermöglichen, so ist davon auszugehen, dass Apple seine Updatestrategie ändert. Bislang ist für das Aufspielen einer neuen iOS-Version der Download des kompletten Betriebssystems erforderlich. Dieser Download umfasst, abhängig vom Gerät, zwischen 400 und 670 MB. Um die Funknetze bei Updates nicht übermäßig zu belasten, wären inkrementelle Updates, die nur die geänderten Dateien austauschen, erforderlich – so wie es bereits bei Mac OS X und anderer Mac-Software von Apple der Fall ist.

Kommentare

Bei Android gibt es einige Smartphones, die das updaten over the air zulassen, aber der Normalzustand ist das noch lange nicht. Man nehme nur das vielgelobt Samsung Galaxy S: es braucht eine Software namens Kies für das Update. Für die, die es nicht kennen: Kies ist so ziemlich die schlechteste iTunes-Kopie, die man sich vorstellen kann. Es gibt viele, auch erfahrende, Benutzer, denen das Update mit Kies nicht gelingt - wohlgemerkt MIT USB Kabel. Ich selbst habe es nach fast 2 Tagen völlig entnervt aufgegeben. Es gibt sogar Benutzer, bei denen Kies während Updates hängengeblieben ist und das Galaxy danach defekt war. Samsung ist mit Kies zwar ein extrem negatives Beispiel, aber dass die breite Masse an Android-Geräten schon bald Over the air updates zulassen, wage ich zu bezweifeln. Klar kündigen viele das an, aber ob es dann auch geht, ist die andere Frage.

[quote=brainray]Man nehme nur das vielgelobt Samsung Galaxy S: es braucht eine Software namens Kies für das Update. Für die, die es nicht kennen: Kies ist so ziemlich die schlechteste iTunes-Kopie, die man sich vorstellen kann. Es gibt viele, auch erfahrende, Benutzer, denen das Update mit Kies nicht gelingt - wohlgemerkt MIT USB Kabel.[/quote]

Da kommt doch immer wieder Freude auf, statt das schlechte Beispiel von Apple zum Anlass zu nehmen ein richtig smarten Weg zum AppDeit anzubieten verspielen die ihre Chancen so leichtsinnig. Aber ganz nebenbei, das ist keinesfalls rassistisch gemeint, nur leider auf Erfahrung beruhend: Software aus Asien, auweia