Samsung vs. Apple: Koreaner ziehen Gegenklage zurück

04. Juli 2011 16:25 Uhr - Gast (nicht überprüft)

Sendet Samsung ein Zeichen der Deeskalation an Apple? Den Vorwurf von Apple, dass das koreanische Unternehmen bei der Entwicklung seiner Smartphones und Tablets von iPhone und iPad abgekupfert haben soll, konterte Samsung mit einer Gegenklage. Demnach sollten Apple-Produkte bis zu 17 Samsung-Patente aus dem Bereich mobiler Telefone verletzten. Wie AppleInsider berichtet, hat Samsung diese Gegenklage jetzt fallengelassen. Das hat ein Sprecher von Samsung bekanntgegeben.



Inhalt der Gegenklage von Samsung waren Patentrechtsverletzungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit, Qualität und das User-Interface von mobilen Geräten habe. Der Verzicht auf die Gegenklage bedeutet nach Angaben des Unternehmens allerdings nicht, dass Samsung eigene Positionen aufgibt. Der Vorwurf an Apple soll deswegen in Form einer Beschwerde Eingang in die weiterhin anhängigen Verfahren finden (MacGadget berichtete hier und hier).

Mit dem Verzicht auf die Gegenklage will sich Samsung offenbar auf die restlichen gerichtlichen Auseinandersetzungen gegen Apple konzentrieren. Auch nach dem Wegfall der Gegenklage sind noch acht weitere Samsung-Klagen in sechs Ländern (drei Kontinente) gegen Apple anhängig. In der zurückliegenden Woche drohte der Streit zu eskalieren. Mithilfe einer einstweiligen Verfügung wollte Apple gegen Produkte von Samsung vorgehen. Samsung wiederum drängte auf ein Importverbot für Geräte von Apple.