Steve-Jobs-Biografie bekommt neuen Titel

06. Juli 2011 12:15 Uhr - Gast (nicht überprüft)

Die von Steve Jobs autorisierte Biografie (MacGadget berichtete) wird nun doch nicht "iSteve: The Book of Jobs" heißen. Das berichtet MacRumors. Mit dem vom Verlag vorgeschlagenen Titel konnte sich der Autor Walter Isaacson offenbar nicht anfreunden und hat einen alternativen Vorschlag durchgesetzt: Demnach soll die Jobs-Biografie den Titel "Steve Jobs by Walter Isaacson" bekommen.

Das Buch über das Leben des Apple-Gründers Steve Jobs soll am 6. März 2012 auf den Markt kommen und kann bei Amazon (Partnerlink; versandkostenfreie Lieferung) zum Preis von 19,90 Euro vorbestellt werden. Nach Angaben des Verlags Simon & Schuster umfasst das englischsprachige Buch 448 Seiten. Ein Hörbuch ist ebenfalls geplant und soll 20,99 Euro kosten

Der Autor Walter Isaacson war für das Magazin Time tätig und hat bereits Biografien über Albert Einstein, Benjamin Franklin und andere Persönlichkeiten verfasst. "Steve Jobs by Walter Isaacson" basiert auf Interviews, die der Autor mit Steve Jobs und seiner Familie sowie mit Kollegen von Jobs geführt hat.

Ob es eine deutsche Übersetzung des Buchs geben wird, ist noch nicht bekannt.

Kommentare

Jetzt müsste es Herr Isaacson nur noch schaffen, den Buchtitel umzudrehen und seinen Namen in Pole-Position zu bringen, um auf Steve Jobs (geschwächten) Schultern endgültig den Olymp zu erklimmen !

Vorschlag: 'Walter Isaacson portrays Steve Jobs'.

-> "Isaacson ist klar, aber wer ist Steve Jobs nochmal ?"

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und mir Herrn Isaacsons Fernseh-Interview in der Sendung '60 Minutes' des amerikanschen TV-Senders CBS angesehen:

1.
Nicht Isaacson hat Jobs ausgewählt, sondern Jobs hat Isaacson gefragt, ob er ihn portraitieren wolle, was dieser mit Verweis auf Jobs junges Alter (und ohne von seinem Krebs zu wissen) zunächst ablehnte.

2.
Isaacson hat ein interessantes Buch geschrieben, dass Jobs nicht auf einen Sockel stellt, sondern als Menschen mit Macken und Fehlern, aber auch mit aussergewöhnlicher Schaffenskraft, Zielstrebigkeit und dem unbedingten Wunsch, einen 'Abdruck' auf dieser Welt zu hinterlassen, darstellt.

3.
Isaacson hinterlässt in dem '60 Minutes'-Interview den sympathischen Eindruck von jemandem, der bei aller Bewunderung für die Ikone 'Steve Jobs' doch genügend Distanz bewahrt, um ein abgewogenes, nachdenklich stimmendes Portrait von jemandem abzuliefern, der mit Enthusiasmus und Überzeugungskraft immer wieder seine Umgebung zu Höchstleistungen anspornt (und gleichzeitig durch seine ungefilterte, direkte Art irritiert, teils verletzt) und Enscheidungsträger für seine Sache gewinnt.
Und der in seinem Streben nach schlichter Perfektion manchmal wie ein Getriebener gleichermassen Züge von Autismus wie von Genie aufweist und mit unbeirrbarer Konsequenz, ja teils Sturheit, seinen als richtig erkannten Weg geht.