Stiftung Warentest kritisiert AGB von Apples App-Store

28. Juli 2011 14:30 Uhr - sw

Die Stiftung Warentest hat App-Stores mehrerer Hersteller einem Test unterzogen. Kein Anbieter erreichte eine gute oder sehr gute Bewertung. Von den zehn getesteten Plattformen erhielten lediglich zwei (Windows Phone Marketplace und Android Market) die Bewertung "befriedigend". Apples App-Store wurde mit "ausreichend" (Note 3,8) bewertet und landete auf dem dritten Platz. Die Stiftung Warentest sieht "deutliche Mängel" in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Apples Angebot.

Aber auch die AGB anderer Anbieter werden kritisiert. Demnach würden die AGB einiger App-Stores viele unzulässige Klauseln enthalten, zudem seien zahlreiche Datenschutzerklärungen schwammig formuliert.

Zu Apples AGB schreibt die Stiftung Warentest: "Wahrscheinlich dürften die wenigsten Nutzer des Apple App Stores jemals die rund 20 Seiten 'Bedingungen' durchgelesen haben. Darin lässt sich Apple mehr oder weniger einen Freifahrtschein für den Umgang mit seinen Kundendaten einräumen. Wer etwa eine Löschung seiner personenbezogenen Daten beantragt, kann nicht sicher sein, dass Apple diesem Anliegen nachkommt: 'Wir können die Bearbeitung von Anfragen ablehnen, wenn diese unbegründet wiederholt werden, unverhältnismäßigen technischen Aufwand erfordern oder ... extrem unpraktikabel sind ...'"

Außerdem würde Apples App-Store über kein ordnungsgemäßes Impressum verfügen, bemängeln die Tester (gleiches gelte für den Windows Phone Marketplace und den Android Market). Wegen den Mängeln in den AGB sei das Apple-Angebot um eine halbe Note abgewertet worden.

Der vollständige App-Store-Test ist in der aktuellen Ausgabe 8/2011 der Zeitschrift test zu finden. Er kann online zum Preis von 2,50 Euro abgerufen werden.