FileMaker: Bento-Vorlagen für Kleinunternehmen

06. Sep 2011 14:00 Uhr - sw

Die Apple-Tochterfirma FileMaker hat mehrere kostenlose Vorlagen für die Datenbanksoftware Bento veröffentlicht, die sich an Kleinunternehmen richten. Der Bento Business Organiser enthält unter anderem eine Kontaktverwaltung, eine Auftragsbearbeitung, eine Inventarverwaltung, einen Veranstaltungsplaner sowie eine Projekt- und eine Aufgabenverwaltung. Die Vorlagen können mit der Mac- und mit der iOS-Version von Bento genutzt werden. Bento läuft auf PowerPC- und Intel-Macs ab Mac OS X 10.5.7. Die Anwendung ist zum Preis von 39,99 Euro im Handel und im Mac-App-Store (Partnerlink) erhältlich.

Kommentare

Schade, leider ist das alles nur sehr halbherzig umgesetzt. Diese Bent?-Vorlage macht Werbung damit, dass man QR-Codes ausdrucken kann, nur weder erzeugt sie diese noch kann Bent? QR-Codes lesen. Man kann aber einen fertigen Code als Bild ablegen. Toll! Nur brauche ich dafür kein Bent?! Eine Tabellenkalkulation reicht dafür auch. Und damit kann ich viel mehr machen als mit Bent?.

Weiter hat die Vorlagensammlung eine Vorlage für Sprachmemos. Allerdings nimmt sie – Sie erraten es schon – wieder keine Sprachmemos auf, wie man jetzt vielleicht erwarten würde. Auch hier kann man eine extern erstellte Sprachmemo in ein Medienfeld ziehen. Doch dafür braucht man kein Bent?. Eine einfache Tabellenkalkulation kann es ebenfalls. Aber das sagte ich ja schon.

Dann gibt es eine Vorlage mit dem Namen „Aufträge“, und sie sieht aus wie eine Rechnungsmaske oder eine Auftragsbestätigung. Doch wieder weit gefehlt. Sie ist nicht mal in der Lage Artikel aus der Artikeldatenbank zu übernehmen. Der Ausdruck ist auch keine Rechnung, die MwSt. muss man als normale Zahl angeben, also 1,19 für 19 % Aufschlag.

Fazit
Leider erfüllt weder Bent? noch die zahlreichen Vorlagen die Erwartungen der Nutzer. Bent? ist nichts weiter, als eine Tabellenkalkulation mit Eingabemasken. Es gibt nichts in Bent?, was eine Tabellenkalkulation nicht auch kann – von den schön gestalteten Eingabemasken mal abgesehen. Alles, was ein Programm wie Bent? interessant machen würde gibt es schlicht nicht, oder man greift gleich zu dem viel größeren FileMaker. Bent? sollte eigentlich die Lücke zwischen FileMaker und einer profanen Tabellenkalkulaton schließen, erfüllt jedoch in keiner Weise diese Aufgabe. Es gibt keine (brauchbare) Funktion, die eine Tabellenkalkulation nicht auch erfüllt. Einige Dinge erfüllt eine Tabellenkalkulation sogar besser als Bent?.

[quote=Gerhard Uhlhorn]Weiter hat die Vorlagensammlung eine Vorlage für Sprachmemos. Allerdings nimmt sie – Sie erraten es schon – wieder keine Sprachmemos auf, wie man jetzt vielleicht erwarten würde.[/quote]

Allerdings können Sprachmemos mit Bento auf iPad/iPhone aufgenommen werden (Was auch wegen der Mobilität Sinn macht) und dann in die Bento-Vorlage synchronisiert werden. Mit dem QR-Code ist es das gleiche. Es ist zur Synchronisation von Mobilgerät zu Desktop gedacht. Also die Synchronisation bei Bento ist schon klasse.

Bento 4 ist im Vergleich zu Version 1.0 doch erheblich "erwachsener" geworden, wenngleich noch einige Dinge wie vernünftiges Drucklayout fehlen. Mal sehen, was die 5 bringt ... Aber es fehlt nicht mehr viel.

Ich sehe Bento eher als Rapid-Development-Instrument. Bis man in Filemaker ein gleichwertig ansehnliches Eingabelayout gestrickt hat, ist man in Bento fertig, und kann Eis essen gehen ... Das ist eben die Stärke von Bento.

Gleichwohl ist weder Tabellenkalkulation noch Bento das richtige, um Rechnungen zu schreiben. Da würde ich andere Lösungen vorziehen. Für Kleinstunternehmer wäre z.B. Grandtotal zu nennen: http://www.grandtotal.biz/GrandTotal

Für iPad/iPhone gibt es auch eine ausgereifte Lösung für mobile Rechnungsschreiber: http://itunes.apple.com/de/app/rechnungen-mit-invoice2go/id415577978?mt…

Eine weitere kostengünstige mobile Datenbank für iPad/iPhone ist übrigens Tap Forms: http://itunes.apple.com/de/app/tap-forms-hd-database-for-ipad/id4105001…
Hier fehlt allerdings das Desktop-Gegenstück.

Ja, das weiß ich alles (außer das mit dem Sprachmemo auf dem iPhone, das hatte ich nicht bedacht).

Nur alles was Bent? macht, geht eben auch mit einer Tabellenkalkulation. Bent? kann kein Stück mehr. Und ab iOS 5 werden iWork-Dokumente auch synchronisiert, sogar besser noch als die Daten von Bent?.

Ich nutze ja auch Bent?, daher weiß ich wie wenig das bringt. Ich erfasse damit meine Zählerablesungen und solche Sachen. Aber zu mehr ist das wirklich nicht zu gebrauchen. Ganz anders wäre es, wenn Bent? Bar- und QR-Codes lesen könnte. Ich könnte mir eine Produkt-Datenbank aufbauen, wo ich alle gekauften Produkte erfasse, wann wo und zu welchem Preis ich sie kaufe. Und wenn Bent? auch noch per Core Location den Ort erfassen könnte, dann wäre es schon ein mächtiges Werkzeug.

Aber so …

GrandTotal verwende ich auch. Das kann ich nur wärmstens empfehlen.

Ich notiere mir damit z.B. bestimmte Module für das CMS "Drupal", da ich das meistens vergesse, welches Modul aus dem Riesen-Fundus für welchen Zweck geeignet ist. Für einen Kollegen habe ich ein Eingabeformular für eine Aufmaßliste Photovoltaikdach gebastelt. Da eignet sich keine Tabellenkalkulation so gut. Das ganze wird mit dem iPad erfasst (inkl. Standort) und dann zuhause überragen.

Also Standort geht doch seit Bento 4, auch auf dem Desktop. Dort aber ungenau, da nur IP-Peilung. Bento startet auch schneller als Numbers, aber Numbers ist auch gut. Die iWork-Reihe an sich ist klasse.

Manche Leute betrachten ja die Tabellenkalkulation als eierlegende Wollmilchsau. Bei mir ist das anders. Bei mir gibt es nur "Spezialisten".

Wenn Filemaker alle Funktionen auf einmal einbauen würden, könnten sie ja keine Nachfolgeversionen mehr verkaufen ;-)) Ein gekauftes Bento im App Store sollte bei kommenden Updates dann ja nichts mehr kosten. Hoffe ich zumindest ...

Ja, die Formulare sind ganz gut, das sagte ich aber schon.

Aber Bent? müsste Bar- und QR-Codes lesen können. Außerdem müsste man aus eine Zweitdatenbank lesen können.

Ortsdaten gehen zwar neuerdings, aber nur sehr umständlich und fehlerhaft. Wenn ich einmal ein Ortsdatenfeld angelegt habe, kann ich es nicht mehr im Verhalten ändern. Das geht nur durch Löschen und Neuerstellung, und damit mit Verlust aller bisherigen Daten.

Ich möchte gerne Artikel per Barcode erfassen. Diese Artikel sollen in einer Artikeldatenbank hinterlegt sein. Beim Erfassen will ich Datum, Uhrzeit und Ort des erfassten Artikels speichern, optional Notizen und Preis. Und die Artikeldaten selbst sollen dabei aus der Artikeldatenbank kommen. Und das geht nicht.